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Im Wald und auf der Heide

Vortrag von Dr. Detlev Arens über die Schavener Heide und andere Heiden sowie über Wälder und über die Wechselwirkung beider Landschaftstypen am 19. März ab 18 Uhr im Euskirchener Casino

Schaven/Satzvey – Unter dem Titel „Im Wald und auf der Heide“ lädt der Kreis-Geschichtsverein am Dienstag, 19. März, zu einem Vortrag um 18 Uhr im Euskirchener Casino, Kaplan-Kellermann-Straße, ein. Es geht um zwei Landschaftstypen: Wald und Heide.

„Viele Heiden gibt es heute nur noch dem Namen nach“, schreibt Kreispressesprecher Wolfgang Andres in einer Ankündigungsmeldung. Im Kreis Euskirchen gibt es noch oder wieder zum Beispiel die Schavener Heide und die Sistig-Krekeler Heide.

Die Schavener Heide (Stadt Mechernich) gehört größtenteils zum Truppenübungsplatzgelände der Bundeswehr. Sie wird geprägt von ausgedehnten Heideflächen. Archivfoto: pp/ProfiPress

Schavener Heide und Drover Heide am Rande des Euskirchener Kreisgebiets vor den ersten Eifelabhängen „überlebten“ als Truppenübungsplätze. „Ein heidetypisches Schicksal“, schreibt der Referent des Vortragsabends. Dr. Detlev Arens spricht, so der Originaltitel „über das Wechselspiel der beiden Landschaftstypen Wald und Heide aus historischer Perspektive“. Der Eintritt ist frei.

„Urnatur“ oder Kulturfolge?

In der Presseankündigung heißt es: „Das Kommen und Gehen von Wald und Heide ist ein Wechselspiel über Jahrtausende, in kulturgeschichtlicher Perspektive erscheinen sie öfter als Konkurrenten. Als später immer mehr Heiden verschwanden, erklärten die frühen Naturschützer sie zur »Urnatur«.“

Doch alle hiesigen Heiden verdankten sich den – robusten – Eingriffen des Menschen. Die in den Landkarten von Tranchot-Müffling verzeichnete „Bleybuirer Heyd“ zwischen Rotbachquellgebiet und Gemünd-Mauel entstand nach der Rodung und Verkohlung der dort befindlichen Buchenwälder für die Eisenproduktion im Schleidener Tal. Die „Heyd“ wurde dann unter Preußen mit Nadelholz aufgeforstet und zu Wald.

Dr. Arens: „Lange überwogen die Stimmen, die der »natürlichen Sukzession« von Heiden hin zum Wald das Wort redeten. Immerhin rückt derzeit der Lebensraum Heide wieder stärker in den Fokus.“

pp/Agentur ProfiPress

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