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Im Kleinen und vor Ort viel bewirken

Kaller Bürgermeister Hermann-Josef Esser appellierte am Volkstrauertag an das Mitgefühl der Menschen

Kall – Der Volkstrauertag wurde auch in Kall nicht nur im Gedenken an die Toten vergangener Kriege begangen, sondern auch als Tag der Mahnung zu Versöhnung, Verständigung und Frieden. Mit ihren Fahnenabordnungen hatten sich der Schützenverein Wahlen, die Freiwillige Feuerwehr aus Kall, Sistig und Wahlen, die Reservistenkameradschaft Dahlem sowie die Musikkapelle Urft, der Chor an der Basilika Steinfeld, Vertreter der Kirchen und der Gemeinde sowie viele Kirchgänger am Kloster Steinfeld eingefunden.

Bürgermeister Hermann-Josef Esser im stillen Gedenken nach der Kranzniederlegung am Ehrenmal. Foto: Renate Hollermann/pp/Agentur ProfiPress

Im Anschluss an das Hochamt in der Basilika setzte sich der von Gemeindebrandinspektor Harald Heinen organisierte und von den Schützen angeführte stille Zug zum Soldatenfriedhof in Bewegung, untermalt von getragenen Klängen der Musikkapelle Urft. Am Ehrenmal erwarteten bereits Fackelträger der Feuerwehr die Abordnungen, die sich entlang der Soldatengräber zur Feierstunde aufstellten.

Der Chor an der Basilika unter Leitung von Mathias Staut untermalte die Feierstunde mit Gesangsbeiträgen. Foto: Renate Hollermann/pp/Agentur ProfiPress

Für seine Ansprache hatte der Kaller Bürgermeister Hermann-Josef Esser ein selten besetztes Thema gewählt: Er stellte die Zivil- und Hungertoten des Ersten Weltkrieges in Verbindung mit der aktuellen Situation. Anders als vor 100 Jahren, als Millionen Menschen unmittelbar in kriegerischen Auseinandersetzungen starben, haben sich Verhältnisse, so Esser, heute umgekehrt: „Die weitaus größere Zahl von Opfern ist den Folgen der Konflikte anzulasten.“ Mangel- und Unterernährung, fehlende Gesundheitsversorgung, unzureichende hygienische Verhältnisse und nicht zuletzt Vertreibung und Flucht führen zum Tod.

In seiner Rede leitete Bürgermeister Hermann-Josef Esser von den Toten des Ersten Weltkriegs zu den Opfern aktueller Konflikte über und appellierte eindringlich an das Mitgefühl der Bürger. Foto: Renate Hollermann/pp/Agentur ProfiPress

„Da die internationale Politik offensichtlich überfordert ist mit der Lösung der Konflikte, können wir uns nur fragen, was wir im Kleinen und vor Ort tun können, um die Folgen von Krieg und Vertreibung für die betroffenen Menschen zu lindern“, wünschte sich Esser einen humanen Umgang mit den Flüchtlingen. Er lobte die beispielhafte Arbeit Kaller Bürger, die den geflohenen Menschen helfen würden und ihnen eine Perspektive eröffneten. Sie dauerhaft in die Gesellschaft zu integrieren, müsse das Ziel sein.

Vom Kloster aus ging ein Festzug mit Fahnenträgern zum Soldatenfriedhof. Foto: Renate Hollermann/pp/Agentur ProfiPress

Esser appellierte an die Teilnehmer der Feierstunde, großzügig zu sein, wenn Hilfsorganisationen in der nahenden Weihnachtszeit um Spenden bitten würden. „Das ist es, was wir im Kleinen, aber weltweit beitragen können.“

Bevor Kameraden der Feuerwehr den Kranz niederlegten, sprach Pater Paul Cyrys das Gebet. Zum feierlichen Rahmen der Gedenkstunde trugen der Chor an der Basilika und die Musiker aus Urft bei.

pp/Agentur ProfiPress

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