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Hermann-Josef in sieben Bildern

Die fünften und sechsten Klassen des Steinfelder Gymnasiums zeigten ein Mysterienspiel über das Leben und das (Nach-) Wirken des Namenspatrons der Schule – Umjubelter Auftritt der rund 200 Schüler

Kall-Steinfeld – Eines ist klar: Die vier fünften und drei sechsten Klassen des Hermann-Josef-Kollegs in Steinfeld dürften über den Namenspatron der Schule vieles gelernt haben und nun Bescheid wissen, wer der heilige Hermann-Josef war. Knapp zwei Monate haben sie sich ausgiebig mit ihm befasst. Ziel des ganzen war ein Mysterienspiel über Hermann-Josefs Leben.

Mit einer Apfelspende von Josefs Eltern ließ sich der Prämonstratenser-Abt überreden und nahm Hermann-Josef ins Kloster auf. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfPress

Dabei handelt es sich um die Darstellung von religiösen Glaubensinhalten. Wie Lehrerin Mechthild Pfingstmann, die gemeinsam mit ihren Kollegen Heiner Schmidt und Dr. Siegmund Pchalek die künstlerische Leitung innehatte, im Vorwort mitteilte, könnte man es entfernt mit einem Musical vergleichen. Die Idee, das Leben und Wirken des Schulpatrons in einem Mysterienspiel darzustellen, hatte Schulseelsorger Pater Heinrich Mühlbauer, der mit Mechthild Pfingstmann das Konzept ausarbeitete.

Vollbesetzt war die Aula des Hermann-Josef-Kollegs. Eltern, Geschwister, Verwandte, Freunde und Mitschüler wollten sich das Mysterienspiel der fünften und sechsten Klassen nicht entgehen lassen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfPress

Bei der Aufführung in der proppenvollen Aula des Gymnasiums zeigten die rund 200 Schüler eindrucksvoll, wie abwechslungsreich das Leben des heiligen Hermann-Josef dargestellt werden kann. Abgedeckt wurden rund 800 Jahre – von der Geburt und der Aussendung des Kindes durch seine armen Eltern ans Prämonstratenser-Kloster Steinfeld Mitte des 12. Jahrhunderts bis hin zur Heiligsprechung 1960. Mehr als anderthalb Stunden benötigten die Schüler für den Ritt durch die Jahrhunderte. „Die berühmte Apfelgeschichte ist ebenso enthalten und es geht bis über den Tod hinaus“, meinte Heiner Schmidt.

Die Klassen selbst waren für die insgesamt sieben Bilder des Mysterienspiels verantwortlich und bestimmten Inhalt, Dialoge, Musik und Kostüme. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfPress

Jede Klasse stellte ein anderes Bild und damit eine andere Station aus dem Leben, Sterben und (Nach-)Wirken des Heiligen dar. Deshalb wurde der Hermann-Josef auch immer von anderen Schülern gespielt. Gezeigt wurden nicht nur einzelne Szenen, wie etwa Ankunft im Kloster Steinfeld oder der Aufenthalt in Friesland. Die Klassen selbst waren für ihre Szenen verantwortlich, schrieben das Drehbuch, brachten Ideen ein und suchten die passenden Lieder und die Musik aus. Selbst für die Verkleidungen waren die Kinder teilweise verantwortlich. Stefan Hönig, Küster von Steinfeld half mit Gewändern und Requisiten aus.

Musik-, Religions- und Mathelehrerin Mechthild Pfingstmann zeichnete sich für die Gesamtleitung verantwortlich. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfPress

 

Die „Eltern“ des heiligen Hermann-Josef mit dem Namenspatron der Schule als Baby. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfPress

Die Schüler baten das Publikum, aufgefordert von den Moderatoren Friederike Hess und Leon Daus, mitzusingen. Die Texte zu Liedern wie „Heiliger Hermann Josef“, „Hail Holy Queen“, „Maria breit den Mantel aus“ und „Mit meinem Gott spring ich über Mauern“ fanden sich im Begleitheft. Die Schüler brachten aber auch bekannte Lieder wie „Bruder Jakob“, „When the Saints Go Marching In“ oder das Wiegenlied „Josef, lieber Josef mein“, die gleichwohl ein wenig angepasst wurden. Selbst kölsche Tön waren zu hören, als eine Klasse die Bläck-Fööss-Ballade „En unserem Veedel“ intonierte.

Eine Gruppe von Fünft-, Sechst- und Siebtklässlern fand sich zusammen, um die Aufführung musikalisch zu umrahmen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfPress

Musikalisch umrahmt wurde das Mysterienspiel von einer Gruppe aus Schülern der Unterstufe und der Klasse 7. Die Eltern, Geschwister und sonstigen Zuschauer spendeten den rund 200 Schülern und ihren Lehrern zum Abschied ausgiebig den verdienten Applaus.

PlayStation, Smartphones und Co. gab es im zwölften Jahrhundert noch nicht. Stattdessen vergnügte sich die Jugend mit Steinen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfPress

pp/Agentur ProfiPress

 

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