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„Helfen, wo die Sonne nicht scheint“

Freiwillige unterstützen Bergbaumuseumscrew beim Entschlammen des früheren Krankenhausstollens – Besucherbetrieb nicht beeinträchtigt

Mechernich – „Wir wollten die Sache nicht an die große Glocke hängen, weil so viele Mitbürger um vieles schlimmer vom Hochwasser betroffen sind“, so Günter Nießen am Samstag beim Reporterbesuch des Mechernicher „Bürgerbriefs“ im Besucherbergwerk „Grube Günnersdorf“ hinter der Glück-auf-Halle.

Rainer Schulz (ganz rechts) hatte Freunde und Mechernicher Rathauskollegen für ehrenamtliche Erdarbeiten im Besucherbergwerk „Grube Günnersdorf“ gewonnen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Dort war ein Dutzend freiwilliger Helfer um Rathausmeister Rainer Schulz aus Kommern damit beschäftigt, eine anderthalb Meter hohe Schlammschicht aus dem früheren Krankenhausstollen abzutragen. Feiner Grubensand war dort während der Regenflut vom 14. auf den 15. Juli eingeschwemmt worden. „Das Material stammt aus dem früheren Tagebau Günnersdorf“, vermuten Toni Reitz und Günter Nießen vom Förderverein Bergbaumuseum Mechernich e.V.

Rainer Schulz‘ Sohn Simon, Alexander und Sandra Schmitz (v.l.) an der Sandablagerung im ehemaligen Krankenhausstollen der Grube Günnersdorf, die während des Julihochwassers möglicherweise aus dem früheren Tagebau Günnersdorf eingeschwemmt wurde. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Mit den sintflutartigen Niederschlägen Mitte Juli wurden die Sande durch unterirdische Verbindungen in jenen Teil der Untertageanlage Günnersdorf gespült, in dem in der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs Abteilungen des Kreiskrankenhauses Mechernich untergebracht waren. Der Besuchsbetrieb des Museumsbergwerk Mechernich war nicht beeinträchtigt, da dieser Teil der Stollenanlage nicht mit Publikum begangen wird.  

„Mött Schöpp unn Hau unn E-Lore“

Günter Nießen war schon seit Wochen „mött Schöpp unn Hau“ und Schubkarre damit beschäftigt, Sand abzufahren und in einer Abbaukammer der gleichen Sohle zu verkippen. Bei einem Rathausbesuch erzählte der Vorsitzende des Bergbaumuseumsvereins dem Verwaltungshausmeister Rainer Schulz von seinem mühsamen Geschäft und dem langsamen Vorankommen. Hilfe hatte Nießen bis dahin lediglich von der Lehramtsstudentin Carla Henning bekommen.    

„Da habe ich Günter spontan meine Hilfe zugesagt“, so Rainer Schulz: „Zunächst ohne zu wissen, wo weitere Helfer herkommen sollten“. In der Mittagspause gewann der Kommerner gleich mehrere junge Mitarbeiter der Stadtverwaltung, außerdem mobilisierte er persönliche Freunde wie seinen „alten Kumpel“ Tobias Segerer oder Stefan Schmitz aus Bonn.

Sandra Schmitz und Rainer Schulz beim „Synchron“-Schöppe. Museumschef Günter Nießen wollte die Hochwasserschäden unter Tage nicht an die große Glocke hängen, weil es vieler Mitbürger wesentlich härter getroffen habe. Trotzdem bekam er Hilfe. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Der städtische Mechernicher Bauhof entlieh außerdem für die Aufräumungsarbeiten unter Tage einen mobilen Elektrokipper. Museumschef Günter Nießen: „Nee, watt öss datt e fein Dönge!“ So eine elektrische Lore könne man gut das ganze Jahr über im Bergwerksmuseum Mechernich brauchen – stattdessen stehen ihm und den oft älteren Herrschaften aus dem Kreis ehemaliger Bergbauarbeiter nur vier Schubkarren für solche Arbeiten zur Verfügung.

Montags Muskelkater

Für die ehrenamtliche Hilfsaktion unter Tage hatten sich Rainer Schulz und seine Mitstreiter sogar eigene T-Shirts anfertigen lassen. Aufschrift: „Wir kennen Orte, an denen niemals die Sonne scheint…“ Zwischendurch gab es Essen und Trinken als Stärkung für die Freizeitknappen Sandra, Alexander und Stefan Schmitz, Simon Eiserfey, Lea Traue, Simon Jansen, Tobias Segerer und Rainer Schulz sowie natürlich auch für Toni Reitz und Günter Nießen. Von den Rathausmitarbeitern soll der ein oder andere am Montag über Muskelkater geklagt haben…pp/Agentur ProfiPress

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