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Heimliche Grabung im Keller

Archäologischer Krimi und wahre Geschichte zugleich: Dipl. Ing. Josef Gens liest am Donnerstag, 14. November, im Naturzentrum Nettersheim – Als junger Mann heimlich bedeutende römische Funde im Keller des Elternhauses ausgegraben – Knapp 15 Meter hohes Grabmal des Poblicius ist heute im Römisch-Germanischen Museum in Köln zu sehen

Im Rahmen der Lit.Eifel liest Josef Gens am Donnerstag, 14. November, im Naturzentrum Eifel in Nettersheim aus seinem Buch „Grabungsfieber“. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Nettersheim – Wer die Geschichte von Josef Gens hört, die er in seinem Buch „Grabungsfieber“ nacherzählt, vermag es kaum zu glauben. Von dieser wahren Geschichte um die heimliche Ausgrabung eines der berühmtesten römischen Monumente, die je in Köln gefunden wurden, berichtet der Ausgräber im Rahmen der Lit.Eifel am Donnerstag, 14. November, ab 19.30 Uhr im Naturzentrum Eifel in Nettersheim (Kreis Euskirchen).

Geboren 1943 in der Kölner Südstadt, stieß der damals Anfang 20-jährige Josef Gens Mitte der 1960er Jahre im Keller seines Elternhauses auf römische Relikte. Es handelte sich um lose Quader mit Reliefschmuck und Figurenteilen, die er gemeinsam mit seinem Bruder Heinz  freilegte und bei der Stadt Köln meldete.

Trotz eines späteren Grabungsverbotes der Stadt forschten und buddelten die Brüder mehrere Jahre  weiter – und zwar unter höchst abenteuerlichen Bedingungen. Die Arbeiten wurden meist nachts durchgeführt und blieben selbst den eigenen Eltern im Haus lange Zeit verborgen. Unter anderem bauten die Brüder mit weiteren Freunden dazu ein bis zu neun Meter tiefes „Bergwerk“ mit mehreren Grabungsstollen unter dem Haus in der Südstadt. Insgesamt bargen die jungen Männer in zwei Jahre rund 70 Steinquader, die, wovon man heute ausgeht, vor rund 2000 Jahren zum Grabmal des Römers Lucius Poblicius gehört hatten. Zum Einsatz gekommen war bei deren heimlicher Bergung unter anderem auch eine selbst gebastelte Krananlage.

Das Grabmal des Poblicius ist heute das Prachtstück im Römisch- Germanischen Museum in Köln – auch wenn der Ausgräber Gens vermutet, dass es ursprünglich nicht so aussah, wie es jetzt rekonstruiert wurde. Der Maschinenbauingenieur Gens selbst wurde 2012 mit dem Severins-Bürgerpreis ausgezeichnet. Insbesondere auch, weil es seiner Verbundenheit mit der Heimatstadt Köln zu verdanken ist, dass das Grabmal auch dort geblieben ist. Denn schon einen Bruchteil des Grabmals, die Poblicius-Statue, hatte man ihm aus den USA für eine Million D-Mark abkaufen wollen. Mit der Stadt Köln einigten sich die Ausgräber schließlich auf die Hälfte der Summe für den gesamten Fund.

Im Naturzentrum Eifel, Urftstraße 2-4 in Nettersheim liest Josef Gens ab 19.30 Uhr aus seinem Buch „Grabungsfieber“, das einem archäologischen Krimi gleichkommt.

Der Eintritt kostet zwölf Euro, ermäßigt sechs Euro. Karten gibt es im Vorverkauf bei der Monschau Touristik, Tel.: 0 24 72 / 80 480,  E-Mail: touristik@monschau.de, im Literaturhaus Nettersheim, Tel.: 0 24 86 / 78 98 oder 1770, E-Mail: literaturhaus@nettersheim.de oder online bei www.lit-eifel.de auch als Print@Home, bei www.koelnticket.de und in den meisten Ticketshops.

pp/Agentur ProfiPress

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