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Haialarm in der Teufelsschlucht

Das lebensgroße Modell eines Megalodon ziert nun den Dinosaurierpark – Gigant der Urmeere ist 14 Meter lang und sieben Meter breit

Südeifel-Ernzen – Ein merkwürdiges Gespann ist auf der Landstraße unterwegs: Auf einem meterlangen Anhänger ist der riesige grauweiße Körper eines Fisches mit Gurten festgezurrt. Der Kopf mit der spitzen Schnauze blickt nach hinten, kleine Augen schauen die nachfolgenden Autos an, im aufgesperrten Maul sind mehrere weiße Zahnreihen zu sehen. Die abmontierten Flossen liegen links und rechts auf der Ladefläche.

Dieses Bild konnte man jüngst kurz vor Ernzen in der Südeifel beobachten. Das lebensgroße Modell eines Megalodons, des größten Hais der Erdgeschichte und vielleicht des größten Raubtiers, das jemals lebte, war auf dem Weg zum Dinosaurierpark Teufelsschlucht.

Der Megalodon im Wald ist die neueste Attraktion des Dinosaurierparks Teufelsschlucht. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Inzwischen ist er in seiner neuen Heimat angekommen: Auf einer Waldlichtung im Park können die Besucher den 14 Meter langen und fast sieben Meter breiten Urzeit-Hai bewundern. Der Meeresriese bildet den Schluss- und Höhepunkt der in diesem Jahr vorgestellten „Giganten der Urmeere“.

Die Erdgeschichte hat in ihrem Verlauf immer wieder riesenhafte Lebewesen hervorgebracht, die uns Menschen schon allein durch ihre schiere Größe faszinieren. Carcharocles megalodon (griech. megas = groß; odon = Zahn) hatte mit einer Länge von bis zu 18 Metern das Format eines Reisebusses und war damit dreimal so groß wie der heutige weiße Hai. Er erschien vor 23 Millionen Jahren auf der Erde und ist vor 2,6 Millionen Jahren ausgestorben.

Mit einem Radlader wurde das Ungetüm im Dinosaurierpark abgelegt. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Megalodons kamen auf der ganzen Erde in Küstenregionen der subtropischen und gemäßigten Zone vor. Die Eifel war zu seinen Lebzeiten am Ende des Erdzeitalters Tertiär bereits Festland, sodass man hier keine Spuren von ihm finden kann. Aber das am besten erhaltene Fossil des Tieres wurde nicht weit entfernt im heutigen Belgien entdeckt.

Oft als „Killermaschine der Urzeit“ bezeichnet, war der riesige Hai in seinem Lebensraum ein Raubtier ohne natürliche Feinde. Er ernährte sich vermutlich hauptsächlich von Delfinen und Walen. Für sein Aussterben vor 2,6 Millionen Jahren scheint weniger die weltweite Abkühlung des Klimas verantwortlich zu sein als das Verschwinden seiner Beutetiere. Megalodon war nicht, wie lange Zeit angenommen, ein Vorfahre des weißen Hais. Nach seinem Aussterben gibt es keine unmittelbar verwandten Arten mehr auf der Erde.

Kommt ein Hai gefahren: Der Megalodon wird auf einem Anhänger nach Ernzen transportiert. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Das Team des Dinosaurierparks freut sich sehr über die Ankunft des Riesenhais. Bruno Zwank, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft des Parks: „Für den Dinosaurierpark ist Megalodon eine wichtige Schlüsselart der Erdgeschichte. Er löst eine besondere Faszination aus, was mit seiner Größe und seinem »Killer-Verhalten« zu tun hat, aber auch damit, dass es immer wieder Gerüchte darüber gibt, Megalodon könnte doch nicht ausgestorben sein, sondern noch heute in Tiefsee-Kratern leben.“

Gut, dass es die Tiefsee ist – diesem Monster-Hai möchte man nicht beim Baden im Meer begegnen, sondern nur im Dinosaurierpark Teufelsschlucht, der bis zum 15. September täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet ist (letzter Einlass um 17 Uhr).

pp/Agentur ProfiPress

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