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Gut 250 Menschen beim Blutscreening

Kleiner Pieks im Ratssaal – Ergebnisse werden spätestens Ende August erwartet – Für den zweiten Termin am Donnerstag, 4. Juli, 9 bis 16 Uhr, kann man sich noch bis zum 2. Juli anmelden

Mechernich – Es ist nur ein kleiner Pieks. Am Dienstag fand der erste Blutscreening-Tag im Ratssaal statt. Mehr als 250 Menschen haben sich beim ersten Termin wenige Milliliter Blut abnehmen lassen, um es auf mögliche Bleirückstände untersuchen zu lassen. 170 Personen haben sich bisher für das zweite Blutscreening am 4. Juli angemeldet.

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick dankt den Bürgerinnen und Bürgern, dass sie so zahlreich dem Aufruf gefolgt sind: „Es freut mich sehr, dass die Mechernicher das Angebot annehmen. Um gesicherte Ergebnisse aus den Untersuchungen zu erhalten, ist es wichtig, dass viele kommen.“

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (l.) und Christian Ramolla, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamtes im Kreis Euskirchen, sind zufrieden mit dem ersten Blutscreening-Tag. Gut 250 Menschen ließen sich 2,7 Milliliter Blut abzapfen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Auch Christian Ramolla, stellvertretender Leiter des Kreisgesundheitsamtes, war sichtlich zufrieden. Kinder, Schwangere, Senioren, und auch Menschen, die schon lange in Mechernich leben oder welche, die sich viel draußen aufhalten, ließen sich testen. Also genau die gewünschte Zielgruppe aus den vorab ausgewählten Regionen.

Institut der RWTH Aachen wertet Proben aus

Das Institut der RWTH Aachen wird die Blutproben auswerten. Die Ergebnisse sollen Mitte bis Ende August vorliegen. „Dann fängt unsere Hauptarbeit an“, so Ramolla. Auffälligen Werten wird dann näher auf den Grund gegangen vom Kreisgesundheitsamt.

Erhöhte Werte müssen aber nicht zwangsläufig zusammenhängen mit dem Bleigehalt im Boden, so Ramolla weiter. Es gebe viele Faktoren, die die Werte beeinflussen, so zum Beispiel Bleirohre in alten Häusern, starkes Rauchen, hoher Rotweingenuss oder ein eigener Trinkwasserbrunnen.

„Rein statistisch dürfen wir sowieso erwarten, dass bei 400 untersuchten Personen rund 20 Menschen oberhalb der Referenzwerte liegen werden“, so Ramolla. Damit sei man absolut in der Norm und mit jedem anderen Ort in Deutschland vergleichbar.

Die Blutabnahme laufe ähnlich ab wie bei einer normalen Blutspende, jedoch werde für das Screening längst nicht so viel Blut abgezapft. Ramolla: „Wir nehmen nur 2,7 Milliliter Blut ab, also nur ganz wenig.“

Noch anmelden für den 4. Juli

Für den zweiten Blutscreening-Tag am Donnerstag, 4. Juli, 9 bis 16 Uhr, kann man sich noch anmelden – bis spätestens Dienstag, 2. Juli. Anmeldungen sind online möglich unter www.mechernich.de oder telefonisch unter 02443/49-4400.

Der Bürgermeister hatte in den vergangenen Wochen mehrfach über den Mechernicher Bürgerbrief und die städtische Website aufgerufen, zur Blutuntersuchung zu kommen. Persönlich waren das Stadtoberhaupt und viele andere Helfer von Haustür zu Haustür gezogen, um über den Ablauf der Blutuntersuchungen zu informieren. „Viele waren am Anfang skeptisch, weil sie im Prinzip sagten, ich weiß ja, dass ich gesund bin.“

Die Räumlichkeiten im Rathaus sind ideal, lobt Ramolla nach dem ersten Tag: „Wir haben viel Erfahrung damit so Massenblutabnahmen zu machen, aber so toll hatten wir es noch nie. Das war sehr gut organisiert.“

Den Bürgermeister hatte in den vergangenen Wochen ein großer Medienrummel begleitet. Verrückt machen lassen wolle man sich aber nicht, sondern weiter auf Fakten beziehen.

„Wir wollen aller Welt beweisen, dass man in Mechernich gut leben kann. Aber genauso nehme ich natürlich die Bedenken ernst, die geäußert worden sind“, so Schick. Er sei optimistisch. Wenn Auffälligkeiten da sind, muss man denen auf den Grund gehen.

pp/Agentur ProfiPress

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