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Grundschüler als Stars in der Manege

Der Mitmach-Zirkus Jonny Casselly Junior aus Xanten machte Halt in der Grundschule Satzvey – Mitreißende Show aller Schüler, nachhaltige Veranstaltung in jeder Hinsicht

Mechernich-Satzvey – Es gab nicht nur einen Moment, an dem so manchem Elternteil das Herz in die Hose gerutscht ist. Denn man sieht sein Kind nicht alle Tage in mehreren Metern Höhe, nur gesichert von den starken Armen des Zirkusdirektors Jonny Casselly jr., an einem Trapez schwingen. Oder wie es vermeintlich von Zauberern mit Schwertern durchbohrt wird. Oder wie es sich mit Feuer streichelt oder auf zentimeterlange spitze Nägel legt. Doch einen Tipp hatte der Kinder-Dompteur für die Eltern direkt zu Beginn parat: „Bei Turbulenzen beißen Sie ihrem Nachbarn einfach in die Schulter!“

Bis unters Dach des Zirkuszeltes wurde Jonny Casselly Junior hochgezogen, wo er mit den Kindern atemberaubende Kunststücke am Trapez zeigte. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Der Mitmach-Zirkus Jonny Casselly Junior hatte für eine Woche seine Zelte in Satzvey aufgeschlagen und mit allen Grundschülern zwei fast dreistündige Programme auf die Beine gestellt. Innerhalb von nur vier zweistündigen Einheiten und Workshops haben Jonny Casselly jr. und sein Team die Kinder so motivieren und packen können, dass alle Eltern, Großeltern und Geschwisterkinder der jungen Artisten die Darbietungen mit Beifallsstürmen honorierten.

Von unten spitze Nägel, von oben eine Bauchtänzerin: Die Fakire benötigten eine ordentliche Spannung. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Vor acht Jahren war der Zirkus, der in Xanten beheimatet ist, zum ersten Mal in Satzvey. Lehrerin Christiane Wehrle hatten die Cassellys in der Schule ihrer Kinder erlebt und begeistert dem Kollegium davon erzählt. Der damalige Schulleiter Michael Kaiser (der übrigens wie sein pensionierter Nachfolger Stefan Plack als Zuschauer anwesend war) hatte Jonny Casselly Junior zum zehnjährigen Bestehen der Schule eingeladen. Seitdem kommt der Zirkus alle vier Jahre nach Satzvey und macht aus den Kindern Stars in der Manege.

Drei Ringe gleichzeitig aufzufangen geht nicht nur mit den Händen, dafür benötigt man auch Köpfchen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Trotz des knappen Zeitplans hatten die Kinder eine begeisterte Vorstellung gegeben. Montags stellten die Profis den Schülern das Programm vor. Die Kinder durften dann überlegen, wo sie mitmachen wollten. Dienstag und Mittwoch wurde in Workshops geübt, am Donnerstag und am Freitagmorgen ging es in die Manege – und das alles für nur zwei Zeitstunden täglich.

Doppelte Überwindung

Es ist für die Kinder natürlich eine doppelte Überwindung. Zuerst einmal müssen sie im kleinen Kreis, also in ihrer Gruppe, zeigen, was sie können. Egal ob Clown, Zauberer, Fakir, Bauchtänzerin oder Artist auf Boden, Seil oder am Trapez: die Nummern müssen sitzen. Die zweite Überwindung folgt bei den Vorstellungen im mit 350 Zuschauern ausverkauften Zelt. Das Lampenfieber war bei den A-Klassen, die Freitagsabends auftraten, und den B-Klassen, die Samstagsmittags an der Reihe waren, groß. Aber die Kinder meisterten alle Aufgaben mit Bravour.

Zum Auftakt wurde es sportlich: Eine Auswahl Satzveyer Grundschulkinder sprang über Hindernisse wie diesen Feuerstab. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

„Die Kinder können außerhalb der Schule zeigen, was sie in einer Woche lernen und leisten können“, meinte Schulleiterin Alexandra Offermann. Konzentration und Ausdauer seien gefragt, wie in der Schule auch. Und natürlich gelte es, Angst und Aufregung zu besiegen. Besonders schön sei es, dass das Team von Jonny Casselly Junior jedem Kind das Gefühl gibt, dass es wichtig sei. „Die Kinder lernen hier soziales Miteinander und füreinander da zu sein“, so Alexandra Offermann weiter.

Michael Kaiser (l.) war der erste Grundschulleiter, der den Zirkus Jonny Casselly Junior nach Satzvey holte. Seine Nachfolger Stefan Plack und Alexandra Offermann setzten die Tradition fort. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

So schön der Zirkus für die Schule und die Kinder auch ist: Ohne Sponsoren wäre er nicht möglich. Quasi seit der Vorstellung vor vier Jahren ist eine Elterngruppe unermüdlich auf der Suche nach finanziellen Unterstützern – und wurde fündig. Schulpflegschaftsvorsitzender Ulrich Müller von Blumencron war außerdem glücklich, dass das Unternehmen Papstar recyclebare Materialien wie Becher, Teller, Besteck und Servietten geliefert hatte. „Die Veranstaltung ist also auch absolut nachhaltig.“

Das sahen viele Eltern bei ihren Kindern im übertragenen Sinne auch. Jüngere Geschwisterkinder wurden schon angefixt für die Aufführung in vier Jahren. Und die Grundschul-Artisten waren mächtig stolz auf ihre Leistung.

pp/Agentur ProfiPress

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