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Großer Andrang bei Tafel-Eröffnung

Seit dem 8. Mai hat die Kaller Tafel in der Alten Schule wieder geöffnet – Zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen – Maskenpflicht auch beim Warten

Kall – Grellgrüne Farbspritzer befinden sich auf Harry Wegges Schuhen. Auch seine Fingerkuppen glänzen in dieser auffälligen Farbe. Sie stammt von den Abstandsmarkierungen, die er vor der Alten Schule in Kall aufgesprüht hat.

An diesem Freitag, 8. Mai, hat die Kaller Tafel zum ersten Mal nach Wochen wieder geöffnet. Selbst jetzt, um 12.30 Uhr, also anderthalb Stunden nach Ausgabebeginn, ist die Schlange noch lang, etwa 20 Menschen warten mit Gesichtsmaske und Abstand vor dem Gebäude. Seit 10.30 Uhr erhalten die Kunden Nummern, die nach und nach aufgerufen werden. „Normalerweise sind wir um halb eins schon durch“, erzählt Wegge, der Leiter der Kaller Tafel.

Bauhofmitarbeiter Klaus Heup hatte die Plexiglasscheiben an der Ausgabe angebracht. Sie bieten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Tafel zusätzlichen Schutz bei der Ausgabe. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Andere Tafeln hatten schon drei Tage früher geöffnet. Wieder andere waren dauerhaft geöffnet, wie in Euskirchen. „Aber da waren die räumlichen Bedingungen anders. Da konnten die Kunden einmal rundlaufen“, weiß Wegge. Er und sein Team hatten bereits eine Woche vor der Öffnung mit den Planungen begonnen. Ein Konzept wurde erarbeitet und dem Ordnungsamt der Gemeinde Kall vorgestellt. „Es herrscht schließlich immer noch ein Versammlungsverbot“, sagte Wegge.

Deshalb ist natürlich momentan alles etwas anders. Einige Bereiche um die Alte Schule sind abgesperrt, die Abstandsmarkierungen sind im zwei Meter Abstand aufgezeichnet. Tafel-Mitarbeiter kontrollieren draußen, ob alle Kunden auch bereits beim Warten die Masken tragen.

Im Innern wurden die Ausgaben und die Kasse mit Schutzscheiben aus Plexiglas versehen. Dafür war der Kaller Bauhof zuständig. Mitarbeiter Klaus Heup ist momentan so etwas wie der Plexiglas-Experte in der Gemeinde-Einrichtung. Egal ob im Rathaus, im Haus der Begegnung oder eben bei der Tafel. Die durchsichtigen Spuckschutzwände werden an vielen Stellen aufgebaut.

Plexiglas als zusätzlicher Schutz

Bei der Tafel wurde ein Holzrahmen an den Möbeln festgeschraubt, damit die Wände stabil halten. Die Plexiglasscheiben selbst sind ebenfalls am Rahmen befestigt. „Wir arbeiten situationsbedingt. Im Rathaus und im Haus der Begegnung haben wir auch Scheiben an der Decke befestigt“, erzählt Heup. Für Ausmessen, Zuschnitt und Aufbau hat Heup bei der Tafel etwa einen halben Tag gebraucht.

Auch sonst sind die Regeln bei der Tafel etwas anders als sonst. Es herrscht größtenteils Einbahnverkehr, links am Gebäude vorbei und über die Treppe hinauf geht es in die Alte Schule – und über die Rampe wieder zurück nach draußen. Gegenverkehr ist im Freien nicht erlaubt. Maximal zwei Leute dürfen im Flur der Tafel warten. Weitere zwei befinden sich im Ausgaberaum.

Wegge, selbst schon über 70, hat auch das Personal reduziert. „95 Prozent unseres Teams gehören zur Risikogruppe“, erklärt er. Für Kunden und Mitarbeiter steht außerdem Desinfektionsmittel für Hände und Oberflächen bereit.

Für Harry Wegge und sein Team waren die vergangenen Wochen auch nicht immer einfach. Sie spürten, dass die Not bei den Kunden groß war. Sie wurden angesprochen, wann es weiter geht. Umso mehr freuen sie sich jetzt, dass sie wieder für die Bedürftigen in Kall da sein können. Dienstags und freitags verteilt die Tafel ab 10.30 Uhr die Wartenummern, ab 11 Uhr beginnt dann jeweils die Ausgabe. Die Öffnung ist, trotz der besonderen Umstände, ein kleiner Schritt zurück in die Normalität.

pp/Agentur ProfiPress

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