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Großartige Reise-Geschichten

St.-Michael-Gymnasium Monschau nimmt erstmals an Lit.Eifel-Schreibwerkstatt teil – Dozenten loben hohes Niveau – 18 Autoren und sechs Illustratoren im Kreativ-Einsatz

Monschau – Es gibt ja diese Phrase von der Kreativität, die förmlich spürbar ist. Oft ist das nur leeres Geschwätz. Bei der Schreibwerkstatt der Lit.Eifel im St.-Michael-Gymnasium Monschau war im Klassenzimmer, in dem vor den Weihnachtsferien für drei Tage lang 24 Schülerinnen und Schüler zu Schriftstellern und Künstlern wurden, tatsächlich die Kreativität zu spüren.

Egal ob es sich um die 18 Autoren oder die sechs Illustratoren, die deren Geschichten bebildern, handelte: Wie in einer großen und kunterbunten Ideen-Werkstatt entstanden hier am Ende vier tolle Geschichten über eine Reise quer durch Europa. Intensiv, konzentriert und fokussiert waren die Schüler.

Maike Johnen (l.) und Laura Schmitz sind konzentriert bei der Arbeit: Auf der Reise von Berlin nach Finnland geraten die von ihnen erdachten Charaktere in allerhand Turbulenzen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Und jeder verfolgte einen anderen Arbeitsansatz. An manchen Tischen wurde so ruhig gearbeitet, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Nur das Nötigste wurde besprochen, dann wurde in die Tasten gehauen. Wieder andere saßen in großer Runde zusammen, obwohl an diesem Tag eigentlich nur Geschichten von Zweiergruppen verfasst wurden. Aber sechs junge Autoren plus eine Illustratorin warfen sich die Bälle zu und führten ihre Geschichten durch Brainstorming fort. „Wir inspirieren uns gegenseitig“, sagte einer der Schüler.

Das Besondere an dieser Schreibwerkstatt im Monschauer Gymnasium, das zum ersten Mal an diesem Angebot der Lit.Eifel teilnahm: Alle Schüler waren gleich, egal ob Junge oder Mädchen, ob Neuntklässler oder Abiturient. Denn gleich in vier Jahrgangsstufen hatte Deutsch-Lehrer Dirk Schäfer, der auch Literatur-Kurse leitet, Werbung für die Schreibwerkstatt gemacht. „Der Andrang war groß“, sagt Schäfer, es sei kein Problem gewesen, die Plätze zu füllen.

Trotz aller Konzentration sind die Schüler bei der Schreibwerkstatt der Lit.Eifel in Monschau mit Spaß bei der Sache. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Schäfer war beeindruckt davon, was in den drei Tagen geschaffen wurde. „Wenn man den Rahmen vorgibt und die Schüler ansonsten frei laufen lässt, kommt viel Kreativität dabei heraus“, meinte er. Auch Schulleiter Dr. Bernd Gotzen war begeistert. Bei einigen Schülern war ihm klar, dass Sie an der Schreibwerkstatt teilnehmen. „Sieben Schüler hatten an einem komplett selbst geschriebenen Musical mitgewirkt“, erzählte er. Bei anderen sei er aber überrascht gewesen. „Ich merke schon, dass das hier für euch mehr Sinn hat, als in Mathematik zu sitzen und über Ableitungen zu sprechen“, scherzte der Mathematiklehrer.

Warm-up war nicht nötig

Auch Dozentin Claudia Hoffmann, die gemeinsam mit dem Künstler Jan Hillen die Schreibwerkstätten durchführt, war überrascht. „Normal machen wir immer ein Warm-up, um die Schüler ans Schreiben zu führen. Das war hier nicht nötig“, war sie über das hohe Niveau begeistert. Baff war sie auch vom freiwilligen Engagement der Schüler. „Normalerweise ist um 13 Uhr Schluss – die meisten haben aber spontan entschieden, dass sie bis 15 Uhr bleiben“, lobt sie die Monschauer Gymnasiasten. Claudia Hoffmann war sich schon zur Halbzeit der Schreibwerkstatt sicher, dass ausschließlich großartige Geschichten herauskommen. Auch Jan Hillen ist beeindruckt: „Die Illustratoren haben viel Talent mitgebracht, ich muss wenig eingreifen“, sagt er.

Die Vorgaben sind auch bei der dritten Lit.Eifel-Schreibwerkstatt des Jahres 2018 dieselben: „Road Trip – Europa entdecken“ heißt das Hauptthema. Das vereint gleich zwei Gedanken: Zum einen ist 2018 das Jahr des Europäischen Kulturerbes. Also sollte der Roadtrip auch zu einem solchen Kulturerbe führen. Dann gibt es den Wettbewerb „European Road Trip“. Für den können sich junge Leute bewerben. Insgesamt gibt es vier Strecken durch Europa, wer ausgewählt wird, muss aber auch ein Reisetagebuch verfassen.

Einige Schüler hatten ihren Solo-Part, die Reise von zu Hause nach Berlin, handschriftlich niedergeschrieben. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Claudia Hoffmann, die im EU-Parlament tätig ist, hat diese beiden Ideen vereint. Die Schüler fahren zunächst alleine bis nach Berlin, wo sie auf einen Partner treffen, mit dem es nach Rovaniemi in Finnland geht. Unterwegs treffen sie an einer Kulturerbestätte ein weiteres Pärchen, zu viert (je nach Schülerzahl auch zu fünft) geht es von dort ans Ziel. Während der Reise soll auch mit einem Vorurteil aufgeräumt werden.

Möglichkeiten haben die Schüler schon in der Grundkonstellation der Gruppe eingebaut. Gleich drei Paare setzten auf Gegensätzlichkeiten bei den Charakteren. Janna Schülter und Christin Nothelle reisten als Chaotin und Autistin, Maike Johnen und Laura Schmitz als Vegetariern und männlicher Katzenfreund, der heimlich sein Tier mitschmuggelt, was zu allerlei Turbulenzen führt. Luca Schmitz und Pia Beckers reisen als Rollstuhlfahrerin und Dunkelhäutiger und sind von vornherein zahlreichen Vorurteilen ausgesetzt.

Natürlich soll auch in Monschau ein Buch mit den am Ende vier Geschichten erscheinen wie jüngst in Kreuzau oder Blankenheim. Das St.-Michael-Gymnasium ist noch auf der Suche nach Sponsoren, die das Projekt gerne unterstützen. Und Schulleiter Bernd Gotzen ist sich sicher: Es soll nicht die letzte Schreibwerkstatt in Monschau gewesen sein.

pp/Agentur ProfiPress

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