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„Goldene Geschenke“

Begründerin der Marte-Meo-Bewegung ernennt Hermann-Josef-Haus zum internationalen Marte Meo Kompetenzzentrum – Fachtag mit Maria Aarts lockt Teilnehmer aus Deutschland und Schweiz nach Urft – Vorbild für andere Jugendhilfeeinrichtungen

Kall-Urft – Maria Aarts, die Ikone und Begründerin der weltweit verbreiteten Marte Meo-Bewegung, besuchte das Hermann-Josef-Haus (HJH) in Urft. Sie war die Hauptreferentin bei einem Fachtag mit rund 200 Teilnehmern aus Deutschland und der Schweiz. Der Höhepunkt der Veranstaltung war, als Aarts das Urfter Haus zum „Internationalen Marte Meo Kompetenzzentrum“ ernannte.

Die Niederländerin machte es kurz und knapp. Sie rief fröhlich in die Zuschauermenge: „Ihr seid jetzt Kompetenzzentrum.“ Großer Jubel brandete auf nach diesen weitreichenden Worten. Es ist ein großer Tag für die Urfter Einrichtung. „Es erfüllt mich mit Stolz und Freude“, so Susanne Beckschwarte, Leiterin der Urfter Einrichtung.

Maria Aarts (Mitte) ernannte das Hermann-Josef-Haus Urft zum „Internationalen Marte Meo Kompetenzzentrum“. Darüber freuen sich auch Susanne Beckschwarte (r.), Leiterin des Hermann-Josef-Hauses, und die lizensierte Supervisorin Christa Thelen (l.). Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Marte Meo bedeutet „aus eigener Kraft etwas schaffen“. Die Methode wurde 1987 von der Niederländerin begründet und orientiert sich an der natürlichen sozial emotionalen Entwicklung des Menschen. Dabei werden kurze Videosequenzen im Alltag aufgezeichnet, von der Therapeutin analysiert und anschließend bei der Beratung des Kindes oder den Jugendlichen und deren Familien genutzt.

Positives Leiten ist ein Schwerpunkt

„Man kann auf diese Weise genau analysieren, welche Entwicklungsbedürfnisse die Kinder und Jugendlichen haben. So kann man sehr gut sehen, wie sie Schritt für Schritt in ihrer eigenen Entwicklung unterstützt werden“, erklärte Christa Thelen, lizensierte Supervisorin des Hermann-Josef-Hauses Urft. Dabei stehen stets die Stärken der Handelnden und positives Leiten im Mittelpunkt.

Maria Aarts rät jeden Entwicklungsschritt, auch noch so kleine, bewusst zu feiern. „Das sind goldene Geschenke!“, sagte sie. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Was diese konstruktive und intensive Zusammenarbeit in der Praxis bewirken kann, wurde direkt auf der Großleinwand im Hermann-Josef-Haus veranschaulicht. Die Zuschauer sahen in dem im Alltag aufgezeichneten Video einen Jungen, der lernt, unter respektvoller und einfühlsamer Anleitung, Kartoffeln zu schneiden, um Pommes frites für das Mittagessen herzustellen.

Kleine Schritte bewusst feiern

Man war live dabei, als er das Essen mittags stolz seinen Mitbewohnern kredenzt und wie diese reagieren. „Da bekommt er gute Erfahrungen mit“, kommentierte Aarts und riet den Supervisoren jeden Schritt, auch noch so kleine, bewusst zu feiern. „Das sind goldene Geschenke!“ Und der kleine Junge ist sichtbar stolz.

Marte Meo ist eine gelebte Methode, die in Urft von 86 Marte Meo Praktikern, 23 Marte Meo Therapeutinnen und Therapeuten, zwei Kollegentrainern, einem Supervisor und einer lizensierten Supervisorin in die Praxis umgesetzt wird. Christa Thelen ließ die Urfter Marte Meo-Fachkräfte anerkennend aufstehen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Die Zuhörer hingen an Aarts Lippen und saugten die Erfahrungen auf. Fachlich versiert gab sie in wenigen, pointierten und doch launigen Sätzen ihr Wissen preis. Maria Aarts lobt, spürt die Feinheiten auf und arbeitet sie aus. „Schauen Sie, wie er guckt“, sagte sie.

Erarbeitet und zusammengestellt wurden die Videosequenzen von Christa Thelen. Sie ist lizensierte Marte Meo Supervisorin und Marte Meo Ausbilderin in der Jugendhilfeeinrichtung.

Marte-Meo mit 220 Kindern und Jugendlichen

Bereits seit über 13 Jahren wird die Marte Meo Methode im Hermann-Josef-Haus Urft in der alltäglichen Arbeit mit 220 Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien umgesetzt und kontinuierlich neue Anwendungsmöglichkeiten entwickelt, erläuterte Christa Thelen. Seit 2017 gebe es zusätzlich jährlich einen Marte-Meo-Ankertag. „Da wird geschaut, was gibt es an neuen Erkenntnissen, um Marte Meo hier am Standort weiter zu entwickeln“, so Thelen. Auch die Mitarbeiter werden weiter geschult.

Thelen ließ die Urfter Marte Meo-Fachkräfte anerkennend aufstehen. Beeindruckend viele erhoben sich von ihren Stühlen. „Marte Meo ist eine gelebte Methode, die von unseren 86 Marte Meo Praktikern, 23 Marte Meo Therapeutinnen und Therapeuten, zwei Kollegentrainern, einem Supervisor und einer lizensierten Supervisorin realisiert wird“, erklärte Susanne Beckschwarte, Leiterin des Hermann-Josef-Hauses Urft.

Maria Aarts, die Ikone und Begründerin der Marte-Meo-Bewegung, kommentierte kurzweilig und fachlich versiert, Videosequenzen aus dem Alltag im Hermann-Josef-Haus. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Maria Aarts arbeitete nach ihrer Ausbildung mit autistischen Kindern und Familien aus Brennpunktgebieten. Mittlerweile ist ihre Methode in 43 Ländern etabliert. Gemeinsam mit ihrer Schwester Josje leitet sie heute in Eindhoven das Zentrum „Marte Meo International“.

Im frisch zertifizierten Urfter „Kompetenzzentrum“ starten die nächsten internen Praktikerkurse im Mai 2019. Ein weiterer Therapeutenkurs ist für Sommer 2019 geplant.

Bislang gibt es lediglich drei von Maria Aarts ausgewählte Marte Meo Kompetenzzentren. Diese Zentren sind Kooperationspartner von „Marte Meo International“ und arbeiten intensiv mit Maria Aarts zusammen. Sie sind Vorbilder für andere Jugendhilfeeinrichtungen und machen deutlich, wie unter Anwendung der Marte Meo Methode in Kinderheimen entwicklungsorientiert gearbeitet werden kann.

pp/Agentur ProfiPress

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