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Gesundheitsversorgung vor Ort

Gesundheitliche Versorgung wird bei der AOK auch in Zukunft vor Ort stattfinden – Synergieeffekte nach der Zusammenlegung der Regionaldirektionen im Kreis Euskirchen und im Rhein-Erft-Kreis – Ab 2015 Veränderungen im Gesundheitswesen zu Terminen bei Fachärzten, Leistungen der Pflegeversicherung und Zusatzbeiträgen

Euskirchen – „Wir müssen da hinschauen, wo die Gesundheitsversorgung tatsächlich stattfindet.“ Günter Wältermann, Vorsitzender des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg, ist überzeugt, dass die gesundheitliche Versorgung auch in Zukunft vor Ort stattfinden muss. Dies verdeutlichte er bei einem Pressegespräch in der Regionaldirektion der AOK/Rheinland/Hamburg in Euskirchen. Denn ganz egal, ob es um den zeitnahen Termin beim Facharzt, die Wahl des Krankenhauses oder Hilfe für die pflegenden Familienangehörigen in Krisensituationen geht – die AOK schätzt und pflegt als „Ortskrankenkasse“ die Kontakte zu Ärzten, Pflegediensten und sonstigen Leistungserbringern, um ihren Kunden im Fall der Fälle schnell weiterhelfen zu können.

Zum 1. Juli waren die Regionaldirektionen im Kreis Euskirchen und im Rhein-Erft-Kreis zusammengelegt worden. Ziel ist es, durch Synergieeffekte die immer komplexere Materie von Gesundheits- und Pflegesystemen schneller und effizienter für die Kunden bearbeiten zu können. Die Geschäftsstellen in Euskirchen und Schleiden blieben dabei bestehen, ebenso die sechs weiteren Geschäftsstellen im Rhein-Erft-Kreis.

Günter Wältermann, Vorsitzender im Vorstand der AOK Rheinland/Hamburg, und Helmut Schneider, AOK Regionaldirektor für den Kreis Euskirchen und den Rhein-Erft-Kreis (von rechts), informierten über anstehende Veränderungen im Gesundheitswesen. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Günter Wältermann, Vorsitzender im Vorstand der AOK Rheinland/Hamburg, und Helmut Schneider, AOK Regionaldirektor für den Kreis Euskirchen und den Rhein-Erft-Kreis (von rechts), informierten über anstehende Veränderungen im Gesundheitswesen. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Mit einem größeren Gebiet und einer entsprechend größeren Mannschaft könne man nun stabilere Einheiten bilden, so Regionaldirektor Helmut Schneider. Einzelne Teams könnten sich auf verschiedene Aufgaben spezialisieren und schneller die gewünschten Leistungen erbringen. Allein in seiner Regionaldirektion, einer von insgesamt 14 in der AOK Rheinland/Hamburg, werden jeden Tag 1,3 Millionen Euro in die Gesundheitsversorgung der Menschen investiert. „Das ist gut angelegtes Geld“, so Günter Wältermann.

Für das kommende Jahr stehen einige Veränderungen in der Gesundheitspolitik an. So dürfen die Krankenkassen ab dem 1. Januar 2015 individualisierte Zusatzbeiträge erheben und begeben sich damit in einen Preiswettbewerb. „Ein solcher Preiswettbewerb ist sicherlich zulässig und gehört in anderen Branchen längst zur Normalität, aber wenn es um das höchste Gut – unsere Gesundheit – geht, sollte man doch etwas intensiver hinschauen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland/Hamburg. Wenn es allein um den Preis geht, werde nur noch oberflächlich verglichen. Stattdessen rät er: „Als Kunde muss ich aufpassen, dass die Krankenkasse Angebote in den Bereichen hat, die entscheidend sind, wenn es darauf ankommt.“

Gleichzeitig könnten die Zusatzbeiträge in Zukunft dazu führen, dass Mehrkosten allein auf die Kunden abgewälzt werden müssten. Bisher galt nämlich ein allgemeiner Beitragssatz von 15,5 Prozent, der zu 7,3 Prozent vom Arbeitgeber und zu 8,2 Prozent vom Arbeitnehmer gezahlt wird. Der Arbeitgeberanteil von 7,3 Prozent ist eingefroren.

Mit der kommenden Senkung auf 14,6 Prozent werden deshalb Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gleichen Teilen je 7,3 Prozent übernehmen, wobei die Krankenkassen die fehlenden Einnahmen mit Zusatzbeiträgen auffangen müssen, die alleine von den Arbeitnehmern getragen werden. „Dieses System halte ich für nicht solidarisch“, so Wältermann. Ob und wenn ja in welcher Höhe die AOK Rheinland/Hamburg ab 2015 Zusatzbeiträge erheben wird, entscheidet der Verwaltungsrat bei seiner Sitzung Mitte Dezember.

Ab dem 1. Januar wird außerdem die Pflegeversicherung mit neuen Leistungen versehen. Günter Wältermann legt Wert darauf, sich frühzeitig um den Aufbau von Strukturen zu kümmern. Dazu gehören unter anderem Unterstützungsleistungen für die pflegenden Angehörigen, denn „der größte Pflegedienst ist immer noch die Familie“.

Darüber hinaus brauche es vor allem die Kenntnis der Versorgungsstrukturen vor Ort, um deren Ausbau fördern und im Fall der Fälle persönlich vor Ort helfen zu können. „In dem herrschenden Gesetzeswirrwarr brauchen unsere Kunden jemanden, der den Durchblick hat und helfen kann“, so der Vorstandsvorsitzende.

So wurde etwa in Euskirchen ein Pflegestützpunkt installiert, an dem sich die Kunden umfassend beraten lassen können. Bei Bedarf schickt die AOK sogar eine Pflegefachkraft ins Haus, die zu den konkreten Bedürfnissen für die Pflege im Haus oder in der Wohnung beraten kann.

Eine Pflegehotline hat rund um die Uhr Fachkräfte am Telefon, die in Krisensituationen unterstützen und die spezielle Versorgung, etwa von Demenzkranken, schnell gewährleisten können.

Bei Fachärzten haben Patienten ab dem kommenden Jahr per Gesetz eine Termingarantie innerhalb von vier Wochen über die Kassenärztliche Vereinigung. Die AOK bietet ihre Hilfe bei zeitnahen fachärztlichen Terminen schon seit Jahren an und bearbeitet derzeit jeden Monat rund 1300 Anfragen von ihren Versicherten.

In Zukunft sollen die Patienten sich bei Terminproblemen zunächst an die Kassenärztliche Vereinigung wenden. „Wenn wir zweigleisig fahren würden, könnte das ein falsches Bild an die Politik senden“, erklärt Regionaldirektor Helmut Schneider, um dem Eindruck vorzubeugen, es bestünde vielleicht gar kein Handlungsbedarf. Sollte es für die Versicherten dennoch nicht zu einer zufriedenstellenden Lösung kommen, steht die AOK weiterhin unterstützend zur Seite. „Bevor wir unser Angebot vom Markt nehmen, will ich mir sicher sein, dass das neue Verfahren auch funktioniert“, so Günter Wältermann.

Im Kreis Euskirchen setzt die AOK schon seit vielen Jahren auf Sport zur Gesundheitsvorsorge für Kinder und Jugendliche. „Dass die Kinder immer dicker und unbeweglicher werden, ist unserer Zeit geschuldet, in der die Kinder in Ganztagsschulen vor allem sitzend unterwegs sind und die Freizeit in der Hauptsache vor dem PC und im Internet stattfindet“, erklärt Helmut Schneider. Deshalb hat die AOK bereits an vier Grundschulen im Kreisgebiet Projekte mit Sportvereinen und dem Kreissportbund initiiert, um für mehr Bewegung im Schulalltag zu sorgen. Die Vereine bieten dann in den Schulen vor allem während der Nachmittagsbetreuung ein breites Sportprogramm an, um die Kinder den Spaß am Sport entdecken zu lassen.

Ein ähnliches Projekt zielt auf den Zuwachs von mehr Jugendlichen in den Sportvereinen, indem die AOK etwa die Ausbildung von Übungsleitern finanziert. Hinzu kommen besondere Trainingstage mit ehemaligen Profi-Fußballern oder anderen Sportlern sowie die Ausstattung mit Trikots und Bällen. Dabei sieht sich die AOK keineswegs als Dauerfinancier. „Wir leisten vielmehr eine Anschubhilfe, mit der wir Motivation schaffen wollen“, so Schneider.

Letztendlich will die AOK ihre Kunden über Transparenz, Qualität und kompetente Beratung zu eigenverantwortlichen und gut informierten Patienten machen. Günter Wältermann bringt es auf den Punkt: „Wichtig ist es, die Gesundheitskompetenz unserer Kunden zu stärken, damit sie sich tatsächlich im Gesundheitssystem zurechtfinden und ihre Leistungen abrufen können.“

pp/Agentur ProfiPress

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