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Geschichten aus der Eifeler Heimat

VR-Bank Nordeifel eG präsentiert Walter Hanfs neuestes Werk „Wer hange soll, versüfft net!“ mit 18 historischen Episoden aus dem Schleidener Tal – Erhältlich in Nordeifeler Buchläden

Nordeifel/Schleiden – „Wer für den Strick geboren ist, der wird im Wasser nicht umkommen“, schrieb schon Theodor Fontane. In der Eifel wird daraus etwas prägnanter der Spruch: „Wer hange soll, versüfft net!“ So hat Walter Hanf sein neues Buch genannt, in dem er Heimatgeschichten aus dem 18. und 19. Jahrhundert gesammelt hat, die sich im Schleidener Tal zugetragen haben.

„Es ist für uns eine Ehre, dass wir dieses Buch fördern durften“, sagte Mark Heiter, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Nordeifel, in deren Räumlichkeiten in Schleiden das Buch präsentiert wurde. Schon laut eigenem Leitbild fühlt sich die VR-Bank Nordeifel verantwortlich für die Region, heißt es darin doch: „Die Region ist Heimat, Herkunft, Gegenwart und Zukunft.“ Mark Heiter ergänzt: „Und natürlich ist Region auch Vergangenheit, denn man muss wissen, wo man herkommt: Zukunft braucht Erinnerung.“

Mark Heiter (Vorstandsvorsitzender VR-Bank Nordeifel, v.l.), Autor Walter Hanf und Illustrator Bernd Kehren stellten das Buch „Wer hange soll, versüfft net!“ vor. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Heimatforscher Walter Hanfs Werk passt zu diesem Leitbild. Bereits zum fünften Mal haben VR-Bank Nordeifel und der Autor zusammengefunden. „Angefangen hat unsere Zusammenarbeit mit der Chronik von Hollerath im Jahr 1989“, weiß Mark Heiter. Walter Hanfs Bücher sorgten dafür, „dass Historie nicht untergeht“.

Hanf hat in seinem Buch alte Geschichten zusammengetragen: über die Räuberbande von Peter Cremer, über die Ermordung der Kaufleute Wein aus Blumenthal oder über das bewegte Leben des Udenbrether Pastors Servatius Koep – und noch viele mehr.

Das bewegte Leben des Servatius Koep

Über besagten Pastor wurde geschildert, dass die Udenbrether ihn erschlagen haben, weil er die Kirche abbrechen wollte. Hanf machte sich auf die Suche nach der Wahrheit, die teils sogar stimmte. Koep war von 1754 bis 1763 Pfarrer in Udenbreth und hat tatsächlich Steine aus der Kirche herausgeschlagen, um deren Verfall zu beschleunigen, schließlich wollte der Pfarrer einen Neubau erzwingen.

Und auch sonst führte Koep ein „bewegtes Leben“, wie Hanf es nennt. Der Pfarrer zog mit der Flinte durch die Eifel und besuchte fast wöchentlich das Haus des Gerichtsboten, dessen älteste Tochter besonders in der Gunst des Geistlichen stand. Später schrieb Koep Brandbriefe, wurde suspendiert und für drei Jahre in Luxemburg eingekerkert. Später kam er in ein geistliches Korrektionshaus, vor seinem Tod war er wieder als Priester tätig, und zwar in Dernau, wo er in der Pfarrkirche neben dem Altar der Seligen Jungfrau Maria beigesetzt wurde.

Vor mehr als 50 Jahren hatte Walter Hanf damit begonnen, Geschichten und Sprichwörter aus der Eifel und über interessante Leute aus der Region zusammenzutragen, beispielsweise in kommunalen oder in kirchlichen Archiven. Etwa die Hälfte dieser Anekdoten hat er, wie er selbst sagt, mittlerweile für die Nachwelt zu Ende recherchiert und veröffentlicht, etwa in den Kreisjahrbüchern. Wichtig ist dem 81-jährigen Hollerather dabei stets die Erkenntnis: „Es muss mir Spaß machen und mehr sein als nur das Forschen und der Ernst des Schreibens.“

18 Geschichten und Geschichtchen – manche sind nur wenige Seiten kurz – hat Hanf für „Wer hange soll, versüfft net!“ zusammengefasst. Angereichert wurde das von Mediengestalterin Sabine Hockertz aus Prüm layoutete Buch mit 80 Bildern. Der Redakteur Bernd Kehren steuerte neun Illustrationen bei. „Die Zusammenarbeit war total klasse, das würde ich gerne wiederholen“, sagte Kehren im Pressegespräch. Auch der Illustrator musste recherchieren, damit seine Zeichnungen der damaligen Zeit entsprechen. Kehren gibt aber zu: „Ein bisschen Fantasie ist auch mit dabei.“

Veröffentlicht hat Walter Hanf das Buch „Wer hange soll, versüfft net!“ im Selbstverlag. Es ist in den Buchhandlungen und Zeitschriftenläden im Schleidener Tal bis nach Kall für 17,90 Euro erhältlich. Die Erstauflage beträgt 600 Exemplare.

pp/Agentur ProfiPress

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