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Geschäftiges Treiben auf der Baustelle

In der Hochwald-Molkerei sollen ab Ende 2021 haltbare Milchprodukte produziert werden – Milch kommt von Landwirten aus einem etwa 100 Kilometer großen Radius – Viele Tanks – Werk energetisch auf neuestem Stand

Mechernich-Obergartzem – „Auf der Hochwald-Baustelle in Obergartzem herrscht geschäftiges Treiben“, schreibt Journalistin Julia Reuß in ihrem Artikel in der Kölnischen Rundschau und im Kölner Stadtanzeiger: „Während der Hochbau fast fertig ist, braucht es in den Gebäuden noch sehr viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass hier eine Molkerei entsteht. Die Elektrik muss noch verlegt werden, Tanks aufgebaut, Schächte gebohrt und Wände sowie Böden gefliest werden.“ Bauleiter Rolf Löber drehe gerade eine Runde über die Baustelle. Wenn alles fertig sei, werde in dieser Halle die angelieferte Milch weiterverarbeitet, erklärt er ihr. Zu H-Milch, Kakao oder auch Kondensmilch.

Die Bauarbeiten für die Hochwald-Molkerei sind im Zeitplan. Ab Ende 2021 werden am Standort in Obergartzem haltbare Milchprodukte produziert. Von den acht verarbeitenden Werken des Konzerns wird die Molkerei in Obergartzem das größte sein. Die Journalistin Julia Reuß besuchte die Baustelle. Foto: Hochwald Foods GmbH/pp/Agentur ProfiPress

In der Molkerei sollen ab Ende 2021 nur haltbare Milchprodukte produziert werden, zitiert Julia Reuß Firmensprecherin Kathrin Lorenz. Die Milch dafür komme von Landwirten aus einem etwa 100 Kilometer großen Radius rund um die Molkerei. Die Endprodukte werden dann weltweit verkauft. Es könne durchaus sein, dass ein Produkt aus der Molkerei einen Ort weiter im Supermarktregal stehe – oder eben in Saudi-Arabien oder China.

100 Lkw-Ladungen Milch

Insgesamt sollen in Obergartzem 100 Lkw-Ladungen Milch pro Tag verarbeitet werden, erklärte Löber der Journalistin. Tankwagen holen demnach die Rohmilch beim Bauern ab und bringen sie zur Molkerei. Hier fahren sie in dafür vorgesehene Boxen mit Schläuchen. Durch diese fließt die Milch in die zwei großen 500 000-Kubikmeter-Rohmilchtanks.

Davor werde allerdings noch eine Probe der Milch in einem angeschlossenen Labor untersucht. Das sei Pflicht, sagte ihr Lorenz. Es müsse überprüft werden, dass sich keine Stoffe in der Milch befänden, die da nicht hineingehörten. Rückstände von Antibiotika zum Beispiel.

Außerdem werde im Labor die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe getestet. Das sei ausschlaggebend für den Milchpreis, den der Landwirt am Ende erhalte, sagte Lorenz. Je mehr Eiweiß und Fett desto mehr Geld für den Bauern. Die Ergebnisse der Labor-Untersuchungen gehen auch an die Landwirte, damit sie darauf reagieren können. Der Eiweiß-Gehalt lasse sich beispielsweise über das Futter steuern.

Für alle möglichen Prozesse werden Flüssigkeiten in einer Molkerei benötigt, so für Milch, aber auch für Reinigungsmittel, Kühlwasser und Löschwasser. Foto: Hochwald Foods GmbH/pp/Agentur ProfiPress.

Von den großen Rohmilchtanks fließt die Milch durch Rohre weiter in die Halle für die Verarbeitung, beschreibt Reuß weiter. Auch das geschehe in Tanks. Davon gebe es in der Molkerei ziemlich viele. „Man braucht ja für alle möglichen Prozesse Flüssigkeiten in so einer Molkerei“, erklärt ihr Lorenz dazu. Reinigungsmittel, Kühlwasser, Löschwasser – all das müsse in großen Mengen vorhanden sein und wird deshalb in Tanks gelagert. Zum Teil werden diese erst auf der Baustelle gebaut. So ein Tank habe Überbreite und könne daher nicht einfach im normalen Straßenverkehr transportiert werden, erklärte ihr Löber.

„Von der Weiterverarbeitung fließen die Endprodukte dann in die Abfüllhalle“, schreibt Reuß weiter: „Dort wird alles in die entsprechenden Kartons gefüllt. Die Verpackungen sollen kleine, fahrerlose Fahrzeuge aus dem Lager zur Abfüllhalle bringen. „Das wird dann noch mal interessant zu sehen“, zitiert sie Löber: „Das Werk wird schon energetisch auf den neusten Stand gebracht.“

Produkte auf Paletten

In der Abfüllhalle werden die Produkte auf Paletten verpackt und dann in einem Hochregallager gelagert, so Reuß weiter: „Das soll das höchste Gebäude der neuen Molkerei werden. Noch ist davon nicht viel zu sehen. Die Bauarbeiter sind gerade mit dem Fundament beschäftigt – eine ein Meter dicke Betonplatte.“

Später werde das Lager 12 Etagen haben, berichtet ihr Löber. Etwa 50 000 Paletten sollen demnach darin gelagert werden können. Die Produkte werden von dort auf Lkw verladen und zum Verkauf gebracht. Insgesamt werden etwa 300 Lkw-Bewegungen pro Tag an der neuen Molkerei stattfinden, erklärte Löber gegenüber der Journalistin. Die nahe Autobahn sei ideal, so müssten die Lastwagen nicht durch Ortschaften fahren. Die Bauarbeiten seien im Zeitplan.

200 Millionen Euro

Die Hochwald Foods GmbH investiere in Obergartzem 200 Millionen Euro, so Reuß, die weiter schreibt: „Der Konzern hat seinen Hauptsitz in Thalfang (Rheinland-Pfalz) und rund 1800 Mitarbeiter. Von den acht verarbeitenden Werken wird die Molkerei in Obergartzem das größte sein. Hier sollen künftig 800 Millionen Kilogramm Milch pro Jahr verarbeitet werden. Laut Sprecherin Kathrin Lorenz werden etwa 1200 Landwirte den Standort beliefern. Für die Molkerei in Obergartzem wird das Werk in Erftstadt geschlossen. Zudem werden Produktionsteile aus dem Werk in Kaiserslautern nach Obergartzem verlegt. Dort habe man das Problem, dass es immer weniger Milchbauern gebe. 250 Arbeitsplätze sollen in Obergartzem entstehen.“ Wie diese sich aufteilen, sei noch nicht klar, da die Personalplanung noch nicht abgeschlossen sei, sagte ihr Lorenz.

pp/Agentur ProfiPress

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