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Gelungene Premiere für den „1. Eifeler Nachfolgetag für das Gastgewerbe“

Die Veranstaltung der Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen mit Unterstützung der „dhpg“ zog 100 Gäste an – Experten gaben wertvolle Tipps für die Betriebsübergabe

Schleiden – Die Veranstalter des „1. Eifeler Nachfolgetag für das Gastgewerbe“ können sich über eine gelungene Premiere freuen. Rund 100 Gäste, darunter Hoteliers, Gastronomen und potentielle Übernehmer, waren der Einladung der Wirtschaftsförderung Kreis Euskirchen gefolgt.

Die Veranstalter des „1. Eifeler Nachfolgetag für das Gastgewerbe“ können sich über eine gelungene Premiere freuen. Rund 100 Gäste, darunter Hoteliers, Gastronomen und potentielle Übernehmer, waren der Einladung gefolgt. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Experten gaben den Zuhörern im Laufe des Tages wertvolles Wissen über die Chancen und Risiken einer Betriebsübergabe an die Hand. Sie zeigten mögliche Lösungswege auf und vermittelten konkrete Praxistipps.

Überwältigt von den vielen Anmeldungen

„Wir sind überwältigt von den vielen Anmeldungen“, freute sich Iris Poth, Leiterin der Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen und Geschäftsführerin der Nordeifel-Tourismus (NeT). Mit der Veranstaltung im Tagungszentrum Vogelsang IP wolle man Impulse setzen für die Entwicklung der Region.

Die Experten gaben den Zuhörern im Laufe des Tages wertvolles Wissen über die Chancen und Risiken einer Betriebsübergabe an die Hand. Sie zeigten mögliche Lösungswege auf und vermittelten konkrete Praxistipps. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Dass man so zahlreich der Einladung gefolgt sei, zeige „welch wichtiges Thema wir heute auf der Agenda haben“, so Landrat Günter Rosenke. Er machte deutlich, dass eine Betriebsübergabe längst kein Einzelfall sei: „Aufgrund des demographischen Wandels werden viele unserer vorhandenen Betriebe in den nächsten Jahren vom Problem des Generationenwechsels betroffen sein.“

Der Eifel-Tourismus verzeichne aktuell ein Wachstum bei den Gästeankünften von 7,2 Prozent. Projekte wie die „Wanderwelt der Zukunft“ tragen zur positiven Entwicklung bei, sagte Rosenke. Umso wichtiger sei es, die vorhandenen Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe zu stärken oder deren Zahl weiter auszubauen.

Zeitpunkt der Übernahme wird zu lange hinausgezögert

Meist, da waren sich die Experten einig, werde jedoch ein Stabwechsel und damit der Zeitpunkt der Übernahme zu lange hinausgezögert. Den Menschen falle es nicht leicht, ihr Lebenswerk in die Verantwortung anderer zu geben, erklärte Christoph Becker, Geschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) Nordrhein. Früher sei klar gewesen, dass mindestens eins der Kinder den Betrieb übernehme. Heute fehle häufig diese Option und so seien die meist in die Jahre gekommenen Betriebe schwer weiterzugeben. Rund 135 000 Betriebe stünden aktuell in Deutschland zur Übernahme an.

Die Braut frühzeitig schmücken

Der DEHOGA-Geschäftsführer riet, „die Braut frühzeitig zu schmücken!“ Fünf bis zehn Jahre Vorbereitungszeit sollte man einplanen, schließlich gehöre die Abgabe des eigenen Unternehmens zu „der größten Herausforderungen eines Unternehmers“. Er empfahl den Anwesenden, bestehende Beratungsangebote zu nutzen.

Mit Rat und Tat zur Seite steht bei der Nachfolgeplanung auch die dhpg in Euskirchen mit Volker Loesenbeck. Der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Berater des „AC2“-Beraternetzwerk der Region Aachen, zeigte bei der Veranstaltung in Vogelsang steuerrechtliche Tücken auf, die den Verkäufer am Ende viel Geld kosten können. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Mit Rat und Tat zur Seite stehen etwa die Stabstelle für Struktur- und Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen, die IHK wie auch die dhpg in Euskirchen mit Volker Loesenbeck. Der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Berater des „AC2“-Beraternetzwerk der Region Aachen, zeigte bei der Veranstaltung in Vogelsang steuerrechtliche Tücken auf, die den Verkäufer am Ende viel Geld kosten können.

Ein Nachfolgefahrplan und Notfallplan sollte erarbeitet werden, der größte Fehler sei, nichts zu tun, machte Prof. Dr. Birgit Felden deutlich, die auf Betriebsübergaben spezialisierte Unternehmensberaterin. Provokativ fragte sie zwischendurch in den Saal: „Sind Sie eigentlich schon mal probegestorben?“ Sachverständiger Axel Neher referierte dagegen über die Faktoren einer objektiven Unternehmensbewertung, Claudia Brendt (NRW.Bank) über die Möglichkeiten zur Finanzierung und Förderung.

Ein Nachfolgefahrplan und Notfallplan sollte erarbeitet werden, der größte Fehler sei, nichts zu tun, machte Prof. Dr. Birgit Felden deutlich, die auf Betriebsübergaben spezialisierte Unternehmensberaterin. Provokativ fragte sie zwischendurch in den Saal: „Sind Sie eigentlich schon mal probegestorben?“ Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Die vielen Hürden einer Übernahme bereits gemeistert hat Manuela Baier. Sie berichtete am Nachmittag von der Erfolgsstory „Landhotel Kallbach“ in Simonskall, das sie 2015 mit ihrem Ehemann übernahm. Deutschlandweit hatte die Quereinsteigerin 136 Exposés unter die Lupe genommen und 37 Objekte besichtigt. Zum Einstieg in den Betrieb wählte sie ein dreimonatiges Praktikum.

Eine der Anlaufstellen von ratsuchenden Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben sowie potenziellen Übernehmern ist die Struktur- und Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen mit Iris Poth (r.) und Sabine Spohrer (m.) – hier im Gespräch mit Referentin Prof. Dr. Birgit Felden. Foto: Kirsten Röder/pp/ Agentur ProfiPress

„Das hat sich definitiv gelohnt“

Unter den Gästen im Auditorium lauschten auch Gerda und Werner Hartmann gespannt den Ausführungen. Seit nunmehr 28 Jahren führt das Ehepaar ihr „Hotel zum Urfttal“ in Gemünd. Nach einem Sabbatjahr starten sie in Kürze den Gastbetrieb sogar mit einem neuen, wie sie sagen, frischerem Konzept. Trotzdem nehmen sie auch eine Nachfolgeplanung ins Visier, wissen sie doch jetzt, dass das Zeit braucht. Ihr Fazit des Tages: „Das hat sich definitiv gelohnt. Die Vorträge waren sehr informativ, hilfreich und praxisnah.“

Gerda und Werner Hartmann führen seit 28 Jahren das „Hotel zum Urfttal“ in Gemünd. Sie eröffnen in Kürze ihren Betrieb mit einem neuen, wie sie sagen, frischerem Konzept. Trotzdem nehmen sie auch eine Nachfolgeplanung ins Visier, wissen sie doch jetzt, dass das Zeit braucht. Ihr Fazit des Tages: „Das hat sich definitiv gelohnt. Die Vorträge waren sehr informativ, hilfreich und praxisnah.“ Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

pp/Agentur ProfiPress

 

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