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Gelber Dotteler trifft Gräfin von Paris

Verzällcafé in der ehemaligen Schule kommt super an – Auch Alt-Dorflehrer Dietrich Glauner kam aus dem Vorgebirge zu Besuch – Thema Apfel und die alte Zeit

Kall-Dottel – Veranstalter ist der Bürgerverein, Treffpunkt die Alte Schule, die Teilnehmerzahl ist mit drei Dutzend und mehr beachtlich hoch und die „Amtssprache“ ist Eifeler Platt. Die Rede ist vom Dotteler „Verzällcafé“, das Friede Röcher, Amelie Tümmeler, Hermann-Josef Olligschläger und Mitstreiter zum 50. Jahrestag der Schließung der örtlichen Dorfschule 1968 ins Leben gerufen haben.

Das Dotteler Verzällcafé hat einmal im Monat mittwochs geöffnet. Es wurde in diesem Jahr von Friede Röcher, Amelie Tümmeler, Hermann-Josef Olligschläger und Mitstreitern zum 50. Jahrestag der Schließung der örtlichen Dorfschule 1968 ins Leben gerufen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Beim Besuch des Kaller Rundblicks war beim monatlichen Treffen im Oktober diesmal sogar Dietrich Glauner, der letzte Dorflehrer von Dottel, mit dabei. Er und seine Frau Maria kommen häufig aus ihrem Wohnort im Vorgebirge zu den immer an wechselnden Mittwochen stattfindenden Verzällcafés.

Amelie Tümmeler (l.) ist Chefin im Café. Für das Oktober-Treffen hatte sie mit ihrer Schwägerin Danuta sämtliche Kuchen gebacken. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Thema war diesmal die Ernte, insbesondere die Obst- und Apfelernte, ein ganz besonderes Steckenpferd der Vorsitzenden Friede Röcher und ihres Mannes Uli Meisen, beide ausgebildete und ausgewiesene Obstbaumwarte im Kreis Euskirchen mit eigenen Streuobstwiesenbeständen in Dottel und Umgebung.

Dorfjugend beim Saftpressen

Ihnen ist es gelungen, nicht nur die Teilnehmer des größtenteils von Frauen und Männern im Rentenalter bevölkerten Verzällcafés für alte Apfelsorten zu interessieren, sondern auch die Dotteler Dorfjugend. Einige gehen ihnen sogar bei der Ernte, beim Einlagern im eigenen Erdkeller und beim Apfelsaftpressen zur Hand, hieß es beim Oktober-Verzäll in der Alten Schule.

Einmal monatlich wird dort hauptsächlich über Erlebnisse in der Vergangenheit erzählt. Viele der Dotteler sind in den heute als Dorfgemeinschaftshaus genutzten Räumlichkeiten bis 1968 selbst noch zur Schule gegangen. Auch Hermann-Josef Olligschläger und Franz-Josef Tümmeler, die mit Mitstreitern 1972 die Dorfgemeinschaft Dottel gründeten, aus der sich der jetzt von Friede Röcher geführte Bürgerverein bildete.

Munterer „Verzäll“ am Vorstandstisch mit Hermann-Josef Olligschläger (r.) und Frau Renate (l.), zwischen ihnen Maria und Theodor Dietrich Glauner. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Hervorgegangen ist das Verzällcafé aus dem Quartiersmanagement, das 2017 in Scheven, Dottel und Wallenthal stattfand. Daraus resultierten Verzällabende, bei denen die Bürger auch Fotos und Dokumente austauschten und über Erlebnisse berichteten. Theodor Dietrich Glauner beispielsweise erzählte dem „Rundblick“-Reporter jetzt, wie es vor 1968 in einer einklassigen Dorfschule zuging, in der 25 Schüler aller Jahrgänge vom ersten bis zum achten Schuljahr gemeinsam unterrichtet wurden: „Die Größeren mussten den Kleineren helfen – dafür hatten wir einen extra Raum da hinten. Ansonsten musste ich den Lehrstoff aller Schuljahre gleichzeitig den jeweiligen Kindern vermitteln.“

Lebenstüchtige Menschen

Dass dabei keine Dummköpfe, sondern ausgesprochen kluge und lebenstaugliche Menschen herausgekommen sind, davon konnte man sich auch beim jüngsten Dotteler Verzällcafé überzeugen, wo viel gescherzt, gelacht und natürlich erzählt wurde.

Nicht nur, aber auch über die Apfelernte und die nicht weniger als 60 Apfel- und Birnensorten, die heute wieder rund um Dottel angebaut werden. „Wir haben sogar »Kaiser Wilhelm« angebaut, verrät Amelie Tümmeler dem Reporter, die an diesem Tag mit ihrer Schwägerin Danuta Tümmeler sämtliche Kuchen für das Verzällcafe gebacken hat. Für die Deko im Apfelstil hatte die Vorsitzende Friede Röcher gesorgt, die ihr Amt 2016 von Bernd Klinkhammer übernahm.

Thema beim Dotteler Verzällcafé im Oktober war die Apfelernte: Obstbaumwart Uli Meisen präsentiert zwei Exemplare der „Gelben Schafsnase“, einer von 60 Apfel- und Birnensorten, die in und um Dottel gedeihen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

In Körbchen auf den Tischen waren als Diskussions- und Verzehrgrundlage unter anderem Exemplare der Roten Sternrenette, Goldparmänen, Gelbe Schafsnasen, eine spezielle Eifeler Sorte, Clapps Liebling, Seestermüher Zitronen, Gelber Dotteler, Gräfin von Paris, Boskop, Graf Althans, Madam Verte und Josefine von Mechelen platziert worden.

pp/Agentur ProfiPress

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