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Geißler geißelt Diktat der Ökonomie

Eifel-Literatur-Festival 2012: Ex-Minister, Generalsekretär, Querdenker und Stuttgart-21-Schlichter Heiner Geißler las in Wittlich aus seinem neuen Buch „Sapere aude!“ – Die Aufklärung ist noch nicht beendet

 

Heiner Geißler plädierte beim Eifel-Literatur-Festival in Wittlich für eine Fortschreibung der Aufklärung. Der Querdenker und hervorragende Rhetoriker bekam viel Applaus für Kostenproben aus seinem neuen Buch "Sapere aude!" Foto: Eifel-Literatur-Festival/pp/Agentur ProfiPress

Wittlich – Eifelland, Kulturland, Leseland: Zurzeit steht der Landstrich, der von der Zukunftsinitiative Eifel strukturpolitisch und als Kommunikations- und Kooperationsforum geschlossen vertreten wird, wieder ganz im Zeichen der Schriftstellerei. Der von dieser Zukunftsinitiative Eifel ausgezeichnete Eifel-Award-Preisträger Dr. Josef Zierden initiiert 2012 das 10. Eifel-Literatur-Festival. Es sorgt wieder für über-ausverkaufte Häuser. Mehr als 500 Festival-Besucher sahen und hörten jetzt im Atrium des Wittlicher Cusanus-Gymnasiums den großen Rhetoriker, Ex-Generalsekretär, Minister und Stuttgart-21-Schlichter Dr. Heiner Geißler.

Geißler, der erst im Herbst 2011 bei einer Veranstaltung der VR-Bank Nordeifel in Gemünd über „Werte schaffen Werte“, die Genossenschaftsidee und Ethik und Moral beim Geldverdienen gesprochen hatte, stattete der Eifel nun ein weiteren Besuch ab, um im Süden im Rahmen des Eifel-Literatur-Festivals zu einem ganz ähnlichen Inhalt zu reden: „Kapital hat dem Menschen zu dienen und nicht umgekehrt!“ Für Sätze wie diesen erhielt Heiner Geißler an diesem Abend in Wittlich starken Beifall. In einem Parforceritt durch die Problemfelder der Gegenwart geißelte er alles, was Bürgerinnen und Bürger entmündigt und diskriminiert, was Transparenz und Öffentlichkeit scheut und was er als inhuman ansieht. „Denken Sie selbst, bevor es andere für Sie tun“, sagte Markus Lanz in seiner ZDF-Talkshow über das neue Buch von Heiner Geißler. „Sapere aude! Warum wir eine neue Aufklärung brauchen“, so der vollständige Titel bilanziere ernüchternd, 250 Jahre nach dem Beginn der Aufklärung in Europa, 250 Jahre nach Kants Schrei nach dem selbstständig denkenden Menschen: „Aufklärung – in Europa und in den USA ist sie bis heute unvollendet geblieben; ja: in den vergangenen Jahren war sie eher auf dem Rückzug als auf dem Siegeszug“, so Dr. Josef Zierden in seiner einführenden Ansprache in Wittlich.

Dort kritisierte Heiner Geißler zunächst das Diktat der Ökonomie. Dass Ratingagenturen europäische Länder wie Spanien einfach abstufen, dass es immer noch keine Transaktionssteuer gebe auf billionenschwere Börsengeschäfte: das zeigt für Geißler den Ungeist des Kapitalismus. „Es gibt Geld wie Dreck – das haben nur die falschen Leute,“ bilanzierte unter dem Beifall des Publikums. Selbstbestimmtes Leben in einer aufgeklärten Gesellschaft: auch autoritäre Politik mit Basta-Mentalität oder diskriminierende Tendenzen der Amtskirche wie des fundamentalistischen Islamismus gerieten ins Fadenkreuz von Geißlers Kritik. „So können wir nicht weitermachen in Politik, Wirtschaft und Religion“ wetterte der Querdenker immer wieder unter starkem Beifall des Publikums. Das ließ sich auch von der fortgeschrittenen Zeit nicht abhalten, noch viele Fragen zu stellen: zu den vereinigten Staaten von Europa, zur Kernenergie oder zu Stuttgart 21.

In der abschließenden Signierrunde ging das angeregte Gespräch noch munter weiter. Heiner Geißler hatte kritisiert, mobilisiert und Denkanstöße vermittelt weit über diesen Abend hinaus.

pp/Agentur ProfiPress

 

 

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