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Geflüchtete Menschen ins Casino?

Betreibergesellschaft wollte Uffz- und Offz-Heim an der Friedrich-Wilhelm-Straße ohnehin aufgeben – Die Frage ist jetzt: Wie teuer ist die Sanierung wegen Brandschutzauflagen und wer bezahlt sie, Bund oder Stadt? – Bis zu 400 Geflohene sollen in der ehemaligen Speise- und Schlafanstalt des Mechernicher Bleibergwerks übergangsweise Schutz, Obdach und Ernährung bekommen

Mechernich – Die frühere Menage der Gewerkschaft Mechernicher Werke an der Friedrich-Wilhelm-Straße, die seit Jahrzehnten als Offiziers- und Unteroffizierscasino der Bundeswehr genutzt wird, soll möglicherweise zur Bleibe für nach Mechernich geflohene Menschen umgebaut werden. Das bestätigte Thomas Hambach, der Erste Beigeordnete der Stadtverwaltung Mechernich, in einem Gespräch mit dem Redakteur Klaus Pesch.

Wie der Journalist heute Morgen im „Kölner Stadt-Anzeiger“ und in der „Kölnischen Rundschau“ berichtet, soll zunächst der Sanierungsaufwand geprüft werden. Auch müsse untersucht werden, ob die derzeitige Eigentümerin, die Bundesimmobilienverwaltung (BIMA), das Gebäude noch saniert oder aber die Stadt Mechernich, nachdem sie es übernommen hat.

Erster Beigeordneter Thomas Hambach bestätigt Überlegungen, die frühere Menage, das heißt Speise- und Schlafanstalt der Gewerkschaft Mechernicher Werke, als Übergangswohnheim für geflüchtete Menschen zu nutzen. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress

Erster Beigeordneter Thomas Hambach bestätigt Überlegungen, die frühere Menage, das heißt Speise- und Schlafanstalt der Gewerkschaft Mechernicher Werke, als Übergangswohnheim für geflüchtete Menschen zu nutzen. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress

Bund baut neues Küchen- und Versorgungsgebäude

In Bundeswehrkreisen war die Menage beziehungsweise das Casino schon seit mehreren Monaten als abgängig bezeichnet worden. Die Brandschutzauflagen für das mehrstöckige Gebäude, hieß es, seien so hoch, dass Unteroffiziers- und Offiziersheim vermutlich geschlossen werden müssten. Ersatz soll im Zuge des Neubaus eines Küchen- und Bewirtungsgebäudes in der Bleiberg-Kaserne geschaffen werden. Das ist Teil der Millioneninvestitionen, die der Bund in den nächsten Jahren am Standort Mechernich plant. 33 Millionen Euro sollen in die Modernisierung der Bundeswehrimmobilien gesteckt werden.

Nach einer Vorstandssitzung der Betriebsgesellschaft in der vergangenen Woche wurde auf deren Webseite mitgeteilt, dass man sich vom Offiziers- und Unteroffiziersheim an der Friedrich-Wilhelm-Straße trennen wolle, „weil die Stadt Mechernich dringend Unterkünfte zur Unterbringung von Flüchtlingen benötigt“, schreiben die Kölner Tageszeitungen. Das Gebäude werde der Verein bereits zum 14. Dezember verlassen.

Wenn es Presseberichten nachgeht, dann sollen bald 200 bis 400 nach Mechernich geflohene Kinder, Frauen und Männer hinter der Eingangstür der früheren Menage übergangsweise Obdach und Versorgung finden. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Wenn es Presseberichten nachgeht, dann sollen bald 200 bis 400 nach Mechernich geflohene Kinder, Frauen und Männer hinter der Eingangstür der früheren Menage übergangsweise Obdach und Versorgung finden. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Das bestätigte den Medien der Mechernicher Beigeordnete Thomas Hambach. Die Stadt habe intensiv mit der Bundeswehr wegen Flüchtlingsunterkünften verhandelt. Mehrfach sei geprüft worden, ob man leerstehende Gebäude auf dem Kasernengelände zur Verfügung stellen könne. Da sei aber aus Sicherheitsgründen nicht in Frage gekommen.

Das im Volksmund „Uffz-Heim“ genannte Casino befindet sich hingegen außerhalb der militärischen Anlagen. Jetzt wird überprüft, wie hoch der Sanierungsaufwand und die zu erwartenden Kosten sind und wer sie übernimmt. Auch die Eigentümerfrage müsse geklärt werden, so der stellvertretende Stadtverwaltungschef: „Es gibt Gespräche, aber da sind wir noch nicht am Ende.“

Dass die Immobilie zur Aufnahme von Flüchtlingen genutzt werde, sei aber sehr wahrscheinlich. Zunächst werde das „Uffz-Heim“ an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) zurückgegeben. Die werde über die weitere Nutzung entscheiden. Klaus Pesch zitiert den Ersten Beigeordneten mit der Schätzung, wonach theoretisch 200 bis 400 Flüchtlinge in einem solchen Übergangsheim aufgenommen werden könnten.

pp/Agentur ProfiPress

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