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Ganoventrio floh vor Mitternacht

Die „Eifel-Gäng“ schlug in Bleibuir zu – Publikum schoss mit Lachsalven zurück

Mechernich-Bleibuir – „Dieser Abend hat den Menschen im Publikum nicht nur gut gefallen, sondern auch gutgetan“, davon ist jedenfalls Manfred „Manni“ Lang überzeugt, der am Freitagabend erstmals mit seinen kriminellen Kollegen Ralf Kramp und Günter Hochgürtel von der „Eifel-Gäng“ in seinem Geburts- und Heimatort Bleibuir einen Auftritt bestritt.

Machten die Alte Schule in Bleibuir unsicher: „Eifel-Gängster“ Günter Hochgürtel, Ralf Kramp und Manni Lang (v.l.). Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Das heißt, eigentlich war es ja ein Raubüberfall, jedenfalls im übertragenen Sinne – und zwar auf die Lachmuskulatur des Publikums im proppenvollen Dorfgemeinschaftshaus „Alte Schule“. Eingeladen hatte der Förderverein unter Klaus-Peter Hoss im Rahmen seiner bekannten Reihe „Kultur om Dörp“.

Dem Publikum gab Eifelpoet Ralf Kramp das Prädikat „Besonders wertvoll“. Eigentlich hätte die „Eifel-Gäng“ die Zuschauerinnen und Zuschauer in der Alten Schule von Bleibuir en bloc entführen und mit auf Tournee nehmen mögen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Die Schlacht um die Tickets tobte seit Wochen im Vorverkauf und bis kurz vor Aufführungsbeginn. Es wurden immer noch Stühle beigestellt, ehe „Gitarrero“ Hochgürtel und seine mit Jagdflinte und Heugabel schwerbewaffneten Kumpane schließlich einfielen und ein Feuerwerk der guten Laune abfackelten. Kramp kletterte dabei im Lodenmantel, mit Jägerhut und Flinte sowie einer Brille, die die Stärke eines Glasbausteins aufwies, über Tische und Stühle . . .

Unnachsichtig ging Ralf Kramp als „Schunkelpolizei“ gegen Extremisten vor, die sich nicht zu Günter Hochgürtels Liedern im Takte wiegten. Hier eine eher harmlose Situation, Kramp bediente sich auch häufiger seiner Schusswaffe . . . Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

Ralf liebte ein Mädchen in Reifferscheid . . .

Ralf Kramp verlängerte während des Gastspiels Ingo Insterburgs Liste „Ich liebte ein Mädchen in . . .“ um eine ganze Menge Eifeldörfer. Günter Hochgürtel besang das „Rote Ribbelchen“, die Hassliebe zu seinem Bruder und die Sehnsucht nach Ferne und Zirkusluft. Lang lehrte das Regelwerk Eifeler Mundart und folkloristischer Schlägereien, warb für Mut zum Platt und die nostalgische Frische Bleibuirer Bäckerbrötchen.

Die „Eifel-Gängster“ bedrohen nicht nur ihr Publikum, sondern sich auch gegenseitig: Hier zeigt Manni Lang Günter Hochgürtel, dem Troubadour der Truppe, was ihm wie dem keltischen Troubadix einst blühen könnte. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

„Immis“ hatten ihre liebe Not mit dem Verstehen der Mundart des Eifeler Ganoventrios. Hinzu kamen Insiderwitze Langs über die Beziehungen zwischen „Buir unn Berpe“ (Bleibuir und Bergbuir) und Glehn/Hostel. Das Publikum bekam an diesem Abend von Ralf Kramp die Note „Besonders wertvoll“ – und die Menschen tobten und klatschten ihrerseits „Da capo“, als sich Hochgürtel & Co nach 23 Uhr aus dem Staub machen wollten.

Sie sind so, wie sie aussehen: Ralf Kramp (links) und Manni Lang. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Resümee: Die Verantwortlichen der Reihe „Kultur om Dörp“ haben mit der „Eifel-Gäng“ einen ganz dicken Fisch an Land gezogen. Gerne hätten sie die schrägen Vögel direkt für 2019 wieder dingfest gemacht, doch da muss jetzt erst nach einem Hafttermin gefahndet werden.

Der Mann, der in seinen Liedern noch nie eine Blume am Wegesrand gepflückt hat, aber Liebeslieder schreibt, in denen Wörter wie „Ongelaachsschief“, „Klobrell“ oder „Kess Bier“ vorkommen: Troubadour Günter Hochgürtel. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Manni Lang ist allerdings schon am Freitag, 14. Dezember, ab 20 Uhr zusammen mit Prof. Dr. Ulrich Mehler und dem vorweihnachtlichen Literatur- und Erzählprogramm „Rou Naahte unn Chressfierdaach –  Heilige und nicht so heilige Geschichten zum Advent“ in der Alten Schule zu hören. Karten im Vorverkauf gibt es schon jetzt für 6 Euro bei Klaus-Peter Hoß, Handy (0162) 61 49 088. An der Abendkasse kosten die Tickets dann acht Euro.

pp/Agentur ProfiPress

 

 

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