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Gänsehaut pur in Scheven

29. Mundartmesse war ein voller Erfolg – Zelebranten waren Pastor Hans Schmitz und Diakon Manfred Lang – Bläser vom Hahnebömsche und Kirchenchor musizierten

Kall-Scheven – „Immer, wenn de Herrjott rööf“ lautete das Motto der 29. Auflage der Mundartmesse in Scheven – und die war wieder ein voller Erfolg. Schon vor Beginn der Messe war jeder Platz in der Kirche St. Apollinaris besetzt, sodass einige Besucher stehen mussten. Seit 1992 ist die Mundartmesse Tradition in dem Eifelort und zieht jedes Jahr viele Leute an. Einige Kirchgänger kommen bewusst früher, um den Bläsern vom Hahnebömsche und dem Kirchenchor Dottel-Scheven-Wallenthal beim Einsingen zuhören zu können.

Während die Bläser unter der Leitung von Stefan Reinders zum Einzug „Der treue Husar“ spielten, zogen die Mitglieder der KG „Die Jecke vom Hahnebömsche“, vertreten durch Prinz Timo I. (Trimborn), Standartenträger, Herold, Elferrat, Vorstand und Tanzgruppen in ihren blau-weißen Vereinsfarben in die Kirche ein, die von Küsterin Agnes Hoffmann liebevoll geschmückt worden war.

Zelebriert wurde die Messe von Pastor Hans Schmitz und Diakon Manni Lang, beide Eifeler Urgesteine und bestens mit der Mundart vertraut. Sie teilten sich die Predigt in zwei Teile auf, wobei deutlich wurde, dass der Eifeler Dialekt sich sprachlich in Nuancen unterscheidet. Pastor Schmitz berichtete über das Evangelium und das erste Wirken Jesu: „Wenn de jeroofe wirst, dann muss de och foleje. Jeder muss für sich övverläje, wat er mät.“ Diakon Lang sprach über den perfekten Menschen und zählte die nicht perfekten Menschen auf, die Jesus auf seinem Weg getroffen hat. „Möt os Schluffe, wie mer senn, will de Herrjott seng Reich opbaue. Net de Perfekte! Mir solle dohn, wat mer könne. Mer senn allemol jeroofe!“

Prinz Timo I. beherrscht die Eefeler Sproch einwandfrei, wie er bei den Fürbitten während der Mundartmesse in Scheven bewies. Foto: Maria Mattes/pp/Agentur ProfiPress

Die Lesung und ein Text „zom Nohdenke“ wurden von Joachim Cremer gekonnt „op Platt“ vorgetragen. Seit vielen Jahren ist er Lektor der Mundartmesse. In diesem Jahr las er die Fürbitten abwechselnd mit Prinz Timo I., der die „Eefeler Sproch“ einwandfrei beherrscht, was heutzutage für einen Zwölfjährigen eher ungewöhnlich ist.

Einen großen Teil der Messe machte die Musik aus. Traditionelle Kirchenlieder wie „Gloria, Ehre sei Gott“, „Herr, wir bringen in Brot und Wein“ oder das „Vater unser“ waren gemäß dem Eifeler Platt umgedichtet und im Begleitheft aufgeführt, sodass die Gemeinde die Lieder, mit Unterstützung des Chores unter der Leitung von Werner Harzheim, problemlos und kräftig mitsingen konnte.

Bei bekannten Liedern wie „I Will Follow Him“, geändert in „Häer, ich john dir noh“, bekamen viele Besucher Gänsehaut, als der Chor sie vierstimmig mit Soli von Klarinette (Fynn Reinders) und Saxofon (Stefan Reinders) vortrug. Christoph Schneider an der Orgel und die Bläser vom Hahnebömsche sorgten mit weiteren bekannten Musikstücken für den stimmungsvollen Rahmen. Die Akustik der Kirche ließ diese Darbietungen zu einem wahren Hörgenuss werden.

Konzipiert und organisiert wurde die Messe von Maria Mattes, die sich jedes Jahr um neue Lieder und Texte kümmert. Die Idee, dass Sprache Heimat ausmacht und verbindet, konnten die Besucher jederzeit spüren.

pp/Agentur ProfiPress

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