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Funktionell, einmalig, außergewöhnlich . . .

Ausgefallene Möbel von Tischlermeister Mehrdad Jamneshan (55) aus Kommern – Exil-Perser und seine Familie leben seit fast 20 Jahren in ihrer Wahlheimat Mechernich – Ziel in der Selbständigkeit: Originelle Möbelunikate zu erschwinglichen Preisen nicht nur in den Köln/Bonner Raum, sondern auch ins Eifeler Umland liefern

Mechernich-Kommern – Ein Raumteiler aus deckenhohen Glasscheiben mit einem scheinbar freischwebenden Schrank in der Mitte, der noch dazu von beiden Seiten zugänglich und benutzbar ist, sticht sofort ins Auge, wenn man die Möbelgalerie „Ein Stück Holz“ im früheren „Mahlberg-Haus“ an der Kölner Straße in Kommern betritt.

Dieser Raumteiler, ein von beiden Seiten zugänglicher Schrank im großzügigen Doppelglasrahmen, ist das Meisterstück von Mehrdad Jamneshan aus Mechernich. Er vertreibt von seinem Atelier „Ein Stück Holz“ im früheren Kommerner „Mahlberg-Haus“ aus avantgardistische Designermöbel. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Das außergewöhnliche Möbelstück ist Mehrdad Jamneshans (55) praktisches Werkstück zur Meisterprüfung als Tischler. Dies- und jenseits des schwebenden Raumteilers stehen originelle Bücherregale, eine Fernsehwand und eine eher konventionell anmutende Küchenzeile aus originellen Holzkompositionen.

Während der Meister die Möbel tischlert, kümmert sich seine Frau, die ausgebildete Musikerin und Sängerin Arezo, vor allem um Dekoration und nützliches Beiwerk. Die Eheleute und ihre beiden Kinder leben seit 20 Jahren am Mechernicher Bleiberg. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Davor ein Beistelltisch mit einem geraden und einem abgeschrägten Abstellteil, eine mächtige Tafel mit Eichenholzplatte und Stahlbeinen, die einem großen Bauernhaus als Mittagstisch hätte dienen können und überall wunderbare kleine Accessoires und Möbel aus Holz, die zwei Dinge ausstrahlen: kunstvolles Design und solides Handwerk.

Jura, nebenbei Schreinerei

Mit der Tischlerei angefangen hat der damalige Jurastudent Mehrdad Jamneshan in Persien bereits als junger Mann bei einem Verwandten, der war Innenarchitekt und betrieb auch eine Möbelwerkstatt. Die politischen Verhältnisse im Iran wurden für ihn schwierig bis unerträglich.

„Die Möbel entstehen nach den Wünschen und Vorstellungen der Auftraggeber“, so Mehrdad Jamneshan. Bevor er in der Werkstatt loslegt, führt er Gespräche und macht Hausbesuche. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Der damals 26jährige Mehrdad emigrierte im Sommer 1989 nach Deutschland und machte sein Holzhobby zum Beruf. Zunächst als Schreiner und Arbeitsvorbereiter, zuletzt lange Jahre als Produktionsleiter, technischer Einkäufer und Projektmanager bei einem Troisdorfer Messebauer. Beim Generationswechsel in der Firmenleitung musste die halbe Belegschaft gehen, Mehrdad Jamneshan war mit dabei.

Der „geborene Optimist“, der mit Frau Arezo und den beiden Kindern seit dem Jahr 2000 im Stadtgebiet Mechernich lebt, entschloss sich, nicht zu resignieren, sondern sich – ganz im Gegenteil – mit ganz ausgefallenen und außergewöhnlichen Möbeldesigns selbständig zu machen.

Produziert wird in der Werkstatt eines Schreinerkollegen, nämlich in der Tischlerei Merz in Elsdorf-Esch, dort stehen Mehrdad Jamneshan sämtliche Maschinen und ein Lackierraum zur Verfügung. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Der Kleinunternehmer, der 2004 vor der Handwerkskammer Köln seine Meisterprüfung erfolgreich abgelegt hatte, gründete 2016 die Firma „Ein Stück Holz“. Im Frühjahr 2019 eröffnete er eine eigene Möbelgalerie im früheren „Mahlberg-Haus“ an der Kölner Straße in Kommern. Dort befindet sich sein Montageraum und auch eine Ausstellung mit Beispielen seiner ausgewöhnlichen, gleichzeitig praktischen und avantgardistischen Möbelkunst.

Produziert wird in der Werkstatt eines Schreinerkollegen, nämlich in der Tischlerei Merz in Elsdorf-Esch, dort stehen Mehrdad Jamneshan sämtliche Maschinen und ein Lackierraum zur Verfügung.

Die Designs sind einmalig und ästhetisch ansprechend, die Preise für Jamneshans Unikate keineswegs abgedreht. Diese mehrere Meter lange „Rittertafel“ aus Eiche mit Stahlbeinen schlägt beispielsweise mit 1600 Euro zu Buche, der Meister lässt aber auch mit sich reden… Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die Designs sind einmalig und ästhetisch ansprechend, die Preise für Jamneshans Unikate keineswegs abgedreht. Die mehrere Meter lange „Rittertafel“ aus Eiche mit Stahlbeinen schlägt beispielsweise mit 1600 Euro zu Buche, der Meister lässt aber auch mit sich reden…

Gerne am Bleiberg zu Hause

„Mechernich gefällt uns sehr gut, deshalb sind wir auch schon seit fast 20 Jahren hier“, konstatieren die Eheleute, die im eigenen Betrieb Hand in Hand arbeiten. Während der Meister die Möbel tischlert, kümmert sich die ausgebildete Musikerin und Sängerin Arezo vor allem um Dekoration und nützliches Beiwerk.

Ein ungewöhnlicher Couchtisch, Variante 1. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Die Möbel entstehen nach den Wünschen und Vorstellungen der Auftraggeber“, so Mehrdad Jamneshan. Bevor er in der Werkstatt loslegt, führt er Gespräche und macht Hausbesuche, um die Räume und das sonstige Ambiente kennenzulernen, in den sich das neue Möbel harmonisch einfügen soll. Es folgen Zeichnungen, Entwürfe, eine Preiskalkulation, damit beide Seiten wissen, wo sie dran sind.

Ein ungewöhnlicher Couchtisch, Variante 2. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Der Meister ist sich des Umstands bewusst, dass Kommern und die Eifel als Hinterland nicht unbedingt der allerbeste Geschäftsstandort für seine avantgardistischen Stücke sind. Aber er ist guter Hoffnung, auch bei der eher bodenständigen Kundschaft durch Mund-zu-Mund-Propaganda und Anschauung zu punkten. Momentan kommen die meisten Bestellungen noch aus dem Köln-Bonner-Raum, vielfach von Menschen, die ihn und seine Arbeit aus 26 Jahren angestellter Tischlertätigkeit kennen.

www.einstueckholz.com

pp/Agentur ProfiPress

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