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Froh über Standort-Erhalt

Bundeswehr-Sparpläne waren ein Thema beim Neujahrsempfang im Kasino – Von den Veränderungen ist vor allem die 100 Mann starke Flarak-Truppe betroffen 

Mechernich – Vor genau einem Jahr, beim Neujahrsempfang 2011, blickte der damalige Standortälteste, Oberst Jens-Olaf Koltermann, noch in eine völlig ungewisse Zukunft. Das war in diesem Jahr anders. „Das Wichtigste für Mechernich ist: Der Bundeswehrstandort bleibt erhalten“, resümierte Oberst Johann-Peter Schmitz vor zirka 80 Gästen beim Empfang, zu dem diesmal er als Standortältester in den Wappenraum des Kasinos an der Friedrich-Wilhelm-Straße eingeladen hatte. Dort hieß er unter anderem auch Dr. Hans-Peter Schick als Bürgermeister der Stadt Mechernich und Hans Schmitz als Vertreter des Landrates willkommen. Der Diplom-Informatiker führt das insgesamt 4.600 Mann starke und auf fünf Bataillone verteilte Führungsunterstützungsregiment.

„Am 26. Oktober löste sich die nervöse Spannung, um 10.30 Uhr war es amtlich: Mechernich bleibt auch in der künftigen Struktur Standort der Bundeswehr“, ließ Schmitz in seiner Ansprache noch einmal die bange Zeit des Wartens Revue passieren, bis das Bundesverteidigungsministerium seine Pläne bekanntgab. Allerdings bleibt Mechernich nicht von den Sparplänen Thomas de Maizières verschont, denn wie Schmitz ausführte, wird die Anzahl der Soldaten und Soldatinnen sowie der zivilen Beschäftigten um etwa 200 gesenkt. Wann das geschehen soll, wusste er jedoch auch am Donnerstagvormittag nicht zu sagen. Schmitz: „Der Zeitplan dafür wird gerade im Ministerium und in den nachgeordneten Kommandos erarbeitet.“ Bereits seit Mitte 2011 sei aber bekannt, dass es seinen „eigenen“ Verband, das Führungsunterstützungsregiment 28, schon bald nicht mehr geben wird: Im ersten Halbjahr 2013 soll es durch ein neues Führungsunterstützungskommando abgelöst werden.

Die strukturellen Veränderungen bei der Bundeswehr seien eine komplexe Angelegenheit, da ja trotz der laufenden Verkleinerung weiterhin die Einsätze in Afghanistan, auf dem Balkan, im Indischen Ozean und vor der libanesischen Küste weiter durchgeführt würden, ebenso die Bobachter- und Ausbildungsmissionen in Afrika. Einsätze, an denen auch Soldaten aus Mechernich beteiligt sind, wie der Vortrag von Sven Höhn deutlich machte. Das gesamte zweite Halbjahr 2011 hat der in Mechernich stationierte Hauptmann im 70 Kilometer von der Provinzhauptstadt Kunduz entfernten Taloqan verbracht, wo die Bundeswehr ein kleineres PAT (Provincial Advisory Team), ein Beratungs- und Wiederaufbauteam, unterhält. „Nicht außerhalb, sondern mitten in der Stadt mit direktem Kontakt zur Bevölkerung und den Behörden“, hob Höhn die Besonderheit dieses nur 90 mal 100 Metern kleinen Feldlagers hervor. Dort waren er und seine Mitstreiter mit dem Wiederaufbau der Infrastruktur, unter anderem im Sicherheitsbereich, beauftragt. Seinen Vortrag lockerte Höhn nicht nur mit mancher Anekdote auf, sondern berichtete auch von der großen Gastfreundschaft, die den deutschen Soldaten von fast allen Einheimischen entgegengebracht worden sei.

Höhns Vortrag, so Standortältester Schmitz, sollte den Fokus darauf richten, dass Einsätze dieser Art auch 2012 Schwerpunkt des in Mechernich geleisteten Dienstes sein werden.

Prägend für die Wahrnehmung der Bundeswehr in Mechernich sei das Materialdepot mit seiner, so Schmitz „einzigartigen Untertageanlage“ im Bleiberg. Hier sei hinsichtlich der Auflösung des Materiallagers in Königswinter ein Stellenzuwachs „nicht ausgeschlossen“, sagte er. Zu den weiteren Mechernicher Dienststellen zählen außerdem das Kalibrierzentrum und das Systemzentrum Flugabwehrraketen. Im Rahmen der Bundeswehr-Neugestaltung wird die Flugabwehrraketentruppe nahezu halbiert. Schmitz: „Welche Auswirkungen das auf die 100 Soldaten und zivilen Arbeitsnehmer in Mechernich haben wird, ist derzeit noch nicht bekannt.“ Außerdem gibt es in Mechernich das Projektunterstützungsteam Flugabwehrraketen und das Kraftfahrausbildungszentrum. Nur hier findet die Ausbildung auf großen, geschützten Lkw für den Auslandseinsatz statt. Eine der weiteren Dienststellen ist die Mechernicher Sanitätsstaffel mit einem „Einzelkämpfer“ an der Spitze. „Respekt“, so Schmitz, zolle er der Leistung von Feldarzt Dr. Matthias Geisler nicht nur für die medizinische Versorgung und Leitung der Staffel, sondern auch für seinen mittlerweile siebten Auslandseinsatz im vergangenen Jahr in Afghanistan.

pp/Agentur ProfiPress

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