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Friedenstag gegen den Rassismus

Kunterbuntes Programm am Sonntag, 11. März, 11 bis 17 Uhr, im Euskirchener Kreishaus – Programm für die ganze Familie – Künstler aus der ganzen Welt treten auf

Euskirchen – Kein Rassismus: Unter diesem Schlagwort steht die sechste Auflage des Euskirchener Friedenstages, der am Sonntag, 11. März, von 11 bis 17 Uhr im Kreishaus stattfindet. „Wir haben viele Mitstreiter gefunden, die sich gegen Rassismus einsetzen, und Künstler aus der ganzen Welt gefunden, die nach Euskirchen kommen“, berichtet Nevin Sezgin, Initiatorin des Friedenstages.

Der Tag richtet sich an „Menschen von sieben bis 77 Jahren, wie es in der Türkei heißt“, erzählt Sezgin lachend. Erwartet werden wieder mehrere Tausend Gäste, die unter anderem Landrat Günter Rosenke und dessen allgemeinen Vertreter Manfred Poth in Schürze beim Pizzabacken zusehen können.

Für Rosenke hat die Veranstaltung einen klaren Auftrag: „Wir müssen den Friedenstag in die Welt streuen und ein Zeichen setzen, dass auch die Menschen im Irak, in der Türkei und in Syrien in Frieden leben und die Menschen wachrütteln, die nicht das Friedensverständnis haben“, meinte er während einer Pressekonferenz im Rotkreuzzentrum. Denn auch wenn wir in Deutschland in Frieden lebten, wüssten wir aus den Medien, was in der Welt vor sich gehe. Da werde mit Unfrieden Leid hervorgerufen.

Vor einem Gemälde der Künstlerin Maf Räderscheidt, die in der Flüchtlingshilfe des Roten Kreuzes tätig ist, versammelten sich die Mitstreiter des Flüchtlingstages zum Gruppenbild. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Allein im Kreis Euskirchen leben Menschen aus 140 Nationen. Etwas mehr als 15.000 Einwohner haben einen Migrationshintergrund. Bei gut 191.000 Menschen im Kreis sind das etwa acht Prozent, rechnete Rosenke vor. Der Euskirchener Friedenstag sei für ihn wie eine „Wärmflasche fürs Herz“ und jeder, der ihn besuche, habe eine schöne Erinnerung daran.

Vor zehn Jahren wurde die Veranstaltung zum ersten Mal von Nevin Sezgin organisiert, erwähnte Hausherr Rolf Klöcker, Geschäftsführer des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen. Mittlerweile arbeitet Sezgin auch hauptamtlich in der Flüchtlingsarbeit der Organisation. Dass sie die Richtige ist, meinte auch Landrat Rosenke: „Sie hat es bis nach Berlin geschafft, ist die Frau des Jahres im Kreis Euskirchen, einfach eine echte Powerfrau“, meinte Rosenke. Den Grund dafür, dass der Friedenstag nur alle zwei Jahre stattfinde, erklärte Sezgin damit, dass „die Menschen den Friedenstag vermissen sollen.

Erlös für ein Projekt auf Lesbos und „Kids for Kids“

Bei der Veranstaltung wird auch immer ein guter Zweck bedacht. Diesmal geht der Erlös an ein Flüchtlingshilfe-Projekt des Diakonischen Werks Solingen auf der griechischen Insel Lesbos. Ioanna Zacharaki von der Diakonie war nach Euskirchen gekommen, um die Maßnahmen vorzustellen. Rund 90.000 Menschen leben auf Lesbos, mehr als 700.000 Geflüchtete hätten die Insel als Zwischenstopp genutzt. „Die Bevölkerung zeigte viel Menschlichkeit, dabei sind die Bürger von der Finanzkrise selbst betroffen“, erklärte Zacharaki.

Außerdem soll der Kommerner Verein „Kids for Kids“ unterstützt werden, der sich für Kinder und Jugendliche einsetzt, die nach Deutschland geflüchtet sind. Die Mitglieder des Vereins organisieren Filmabende, Ausflüge und Unterhaltungsprogramme für Flüchtlinge.

Landrat Günter Rosenke (v.r.), Nevin Sezgin, DRK-Geschäftsführer Rolf Klöcker und Rosenkes Vertreter Manfred Poth stellten den Friedenstag und dessen Hintergründe vor. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

185.000 Euro habe die Diakonie mittlerweile gesammelt. Von dem Geld wurden medizinisches Material und Lebensmittel gekauft. Auf Lesbos wurden außerdem Freizeitangebote geschaffen und Flüchtlingsfußballmannschaften gegründet. „Die Bürger dort wollen alles machen, damit das Leben erträglicher wird.“

Die Einnahmen aus dem Friedenstag, die bei der vergangenen Ausgabe im Jahr 2016 nicht unbedingt üppig ausfielen, sollen helfen. Das lag unter anderem daran, dass sämtliche Kosten aus den Erlösen abgedeckt werden mussten. „Wir haben diesmal nach Mitteln und Wegen gesucht, um die Sachkosten zu reduzieren“, erklärte Manfred Poth. Mit Mitteln des Kommunalen Bildungszentrums, genauer: mit Fördermitteln für die Integration, sollen die Kosten abgedeckt werden. Schließlich, so Poth, sei der Friedenstag aus der Integrationslandschaft nicht mehr wegzudenken.

Nevin Sezgin hat für den Friedenstag ein kunterbuntes Programm zusammengestellt, bei dem zahlreiche Institutionen, etwa das Deutsche Rote Kreuz, der Caritasverband und der Jugendmigrationsdienst, mitwirken. Allein das Bühnenprogramm bietet ein multikulturelles Potpourri, von kurdischer Folklore über Bauchtanz, irakisches Theater bis hin zu Musik aus Irland, von der Elfenbeinküste und aus der Eifel.

Mitstreiter und Pressevertreter versammelten sich zur Vorstellung des sechsten Euskirchener Friedenstages im Rotkreuzzentrum. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Mitarbeiter der Flüchtlingshilfe und der Integrationsagentur des Roten Kreuzes haben zusammen mit Flüchtlingen ein etwa 2,20 Meter hohes Friedentor gestaltet, an dem mehr als hundert Menschen mit und ohne Fluchthintergrund mitgewirkt haben. Mit einer Performance während des Friedenstages soll ein Zeichen gegen Diskriminierung und Rassismus gesetzt werden. Auch örtliche Kindergärten treten auf. Mit Kinderschminken und 10.000 Bauklötzen sollen die jungen Gäste unterhalten werden. Exponate des Mail-Art-Künstlers Reiner Langer werden ausgestellt.

Ein großes internationales Buffet verspricht, alle kulinarischen Gelüste zu stillen. Dafür sucht Nevin Sezgin noch Menschen, die Essen spenden wollen. Alles außer Fisch und Schweinefleisch ist erwünscht. Wer Speisen für den Friedenstag abgeben möchte, soll sich unter 0176/35395660 oder eu.friedenstag@gmail.com bei Nevin Sezgin melden.

pp/Agentur ProfiPress

 

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