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Frenetischer Jubel auf der Burg

Heino soll bleiben: Stürmische Liebeserklärung der Fans im strömenden Regen – Furioser Auftakt des Monschau Festivals mit 2500 Zuschauern – Den Schirmherrn, Ostbelgiens deutschsprachigen Ministerpräsident Oliver Paasch von Bürgermeisterin Margareta Ritter empfangen

Monschau – „Gegensätzlicher hätte das Startwochenende beim 20. Monschau-Festival auf der Burg nicht sein können“, schreibt die Eifeler/Aachener Zeitung zum Auftakt des Monschau Festivals 2019. Mit Startrompeter Till Brönner und Dieter Ilg (Kontrabass) eröffnete ein unbestrittenes Spitzenduo der deutschen Jazz-Szene die Konzertreihe.

Im schwarzen Leder-Outfit und später im roten Jackett sprach Heino zum Publikum als seine „lieben Freunde“. Foto: Manfred Görgen/pp/Agentur ProfiPress

Am Samstagabend triumphierte Heino als Stimmungsgarant, der die Generationen mit Volkslied, Schlager, Pop und Rock zusammenbringt. Und am Sonntagabend bevölkerten mehr als hundert Akteure beim Opern-Klassiker „Carmen“ die Bühne. Insgesamt sahen 2500 Zuschauer bei den drei Veranstaltungen am ersten Wochenende zu. Das Monschau Festival ist längst Kult. Die Fans reisen von weither zum Festival der Nordeifel.

Heino ist mit fast 81 Jahren agil wie eh und je. Und selbst strömender Regen vermochte die Stimmung der von der Festivalleitung in Regenüberzüge gehüllten Zuhörer nicht zu trüben. Auch der Schirmherr, Ostbelgiens Ministerpräsident Oliver Paasch, war begeistert. Er war zuvor von der Monschauer Bürgermeisterin Margareta Ritter begrüßt worden und hatte sich ins Goldene Buch der früheren Burg- und Tuchmacherstadt eingetragen.

Selbst strömender Regen vermochte die Stimmung der von der Festivalleitung in Regenüberzüge gehüllten Zuhörer nicht zu trüben. Foto: Manfred Görgen/pp/Agentur ProfiPress

Schwarzes Leder, rotes Jackett

Der seit den 70er-Jahren in der Eifel lebende Heino konnte mit Ehefrau Hannelore, Enkel Sebastian, Sohn Uwe und Schwiegertochter Vera viele Familienangehörige vor und auf der Monschauer Burgbühne begrüßen. Ursprünglich hatte er einmal angekündigt, er wolle sich aufs Altenteil zurückziehen. Doch davon war jetzt keine Rede mehr.

Im schwarzen Leder-Outfit und später im roten Jackett sprach Heino zum Publikum als seine „lieben Freunde“. Mit gecoverten deutschen Rocksongs hat er zwar neue Zielgruppen erreicht, aber die treuen Fans wollten offenbar lieber seine Partykracher aus den 1970er-Jahren hören, als die manchmal etwas fremdartig klingenden Songs von Rammstein und den Ärzten.

Auch der Schirmherr, Ostbelgiens Ministerpräsident Oliver Paasch, war begeistert. Er war zuvor von der Monschauer Bürgermeisterin Margareta Ritter begrüßt worden. Foto: Manfred Görgen/pp/Agentur ProfiPress

Das änderte sich aber gegen Ende des zweistündigen Konzertes, als ein Potpourri seiner größten Schlager die im Publikum verteilten Fangrüppchen von den Sitzen riss. Jetzt war Heino ganz der Alte, und mit der Zugabe „Hoch auf dem gelben Wagen“ verabschiedete er sich aus Monschau. Ehefrau Hannelore wünschte sich unterdessen, dass das Publikum ihren Mann zum Weitermachen auffordert, „sonst habe ich ihn den ganzen Tag zu Hause sitzen“.

„Ritter Heino“ zitiert Adenauer

Vor dem fulminanten Konzert eroberte „Ritter Heino“ natürlich die Burg und ließ sich vor alten Rüstungen ablichten. Dabei zitierte er Ex-Bundeskanzler Konrad Adenauer, der das Klüger-werden einst zur Tugend erhob mit den Worten: „Was kümmert mich mein dummes Geschwätz von gestern?!“ Auch Heino bekannte, sein Rücktritt von der Bühne sei keine gute Idee gewesen. Deshalb mache er weiter, so lange ihn die Fans noch hören oder sehen wollten.

Heino will weitermachen, solange ihn die Fans noch hören oder sehen wollten. Foto: Manfred Görgen/pp/Agentur ProfiPress

Ehefrau Hannelore ergriff noch während des Monschauer Konzerts das Mikrofon, wurde sehr emotional, weinte bitterliche Tränen und fragte in die Runde der im Regen ausharrenden Fans: „Wollt ihr wirklich, dass dies hier Heinos letztes Konzert in Deutschland gewesen sein soll? Wenn nicht, dann liegt es jetzt an Euch, zu reagieren und etwas dagegen zu tun.“ Frenetischer Jubel, „Heino! Heino!“-Rufe und Standing Ovations waren die Folge. Heino: „Sowas habe ich zuvor noch nicht erlebt!“

Mit über 1200 Liedern, die Heino seit seinem Bühnendebüt 1965 aufgenommen hat, über 50 Millionen verkauften Tonträgern, Tourneen nicht nur durch Hallen in Deutschland, sondern unter anderem auch in Amerika, Afrika, Kanada, Australien und China, gehört Heino nach wie vor zu den erfolgreichsten und bekanntesten Künstlern seines Heimatlandes.

Vor dem fulminanten Konzert eroberte „Ritter Heino“ natürlich die Burg. Foto: Manfred Görgen/pp/Agentur ProfiPress

Aus Anlass des 20. Monschau-Festivals findet aktuell im Aukloster eine Fotoausstellung statt, die im Zeitraffer die Festival-Jahre von den Anfängen im Jahr 2000 bis heute dokumentiert. Der Fotojournalist Peter Stollenwerk hat große und kleine Momente rund um die Burgbühne bei zahlreichen Veranstaltungen eingefangen. Die Ausstellung im Kreuzgang des Auklosters Monschau, Austr. 7, ist noch bis zum 25. August zu sehen. Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten: Sa./So.: 11 – 17 Uhr; Die.- Fr.: 14 bis 17 Uhr (montags geschlossen).

pp/Agentur ProfiPress

Auch seinen Sohn Uwe und Schwiegertochter Vera konnte Heino in Monschau begrüßen. Foto: Manfred Görgen/pp/Agentur ProfiPress

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