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Fortschritt beim geplanten A1-Lückenschluss

Staatssekretär Andy Becht kündigte in Daun die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens an

Daun – Noch in dieser Woche wird ein wichtiger Meilenstein für den Lückenschluss der Autobahn 1 in der Vulkaneifel gesetzt: Am Freitag sollen die Unterlagen zur Einleitung des Planfeststellungsverfahrens eingereicht werden. Diese Mitteilung machte Staatssekretär Andy Becht aus dem rheinland-pfälzischen Landesverkehrsministerium bei der von der Zukunftsinitiative Eifel sowie den Industrie- und Handwerkskammern Aachen initiierten Informations- und Diskussionsveranstaltung „A1-Forum“ im Kunden- und Logistik-Center der Firma TechniSat in Daun. Eine konkrete zeitliche Perspektive für die Realisierung des Baus wollte er jedoch nicht geben.

Daumen hoch für den Lückenschluss: (v.l.) die Initiatoren des A1-Forums „Lückenschluss statt Sackgasse“. Foto: Renate Hollermann/pp/Agentur ProfiPress

Beim Planfeststellungsverfahren handelt es sich um das Genehmigungsverfahren für das zehn Kilometer lange geplante Teilstück von Kelberg bis Adenau. Im Verfahren und in der abschließenden Entscheidung, dem Planfeststellungsbeschluss, findet eine umfassende Abwägung aller Belange (Naturschutz, Landwirtschaft, privates Eigentum) mit den für das Vorhaben sprechenden Argumenten statt.

Dass die Finanzierung des 205-Millionen-Projektes gesichert sei, erklärte der Bundestagsabgeordnete Patrick Schnieder, ein Verfechter des Lückenschlusses. „Wenn wir morgen das Baurecht haben, haben wir übermorgen das Geld.“

Gut besucht war die unter anderem von der Zukunftsinitiative Eifel initiierte Veranstaltung in Daun. Foto: Renate Hollermann/pp/Agentur ProfiPress

„Schneller ging es nicht bei 88 Teilaspekten“, sagte Becht, der betonte, dass der Lückenschluss nicht nur vorrangiges Projekt der rheinland-pfälzischen Landesregierung sei, sondern auch in NRW ganz oben auf der Prioritätenliste stehe. Auch hier arbeite man am Bauantrag für den Lückenschluss bis Blankenheim. Und auch in Berlin hat es der Lückenschluss auf die sogenannte „Turbo-Liste“ geschafft.

Peter Adrian, Präsident der IHK Trier, eröffnete die Informations- und Diskussionsveranstaltung. Foto: Renate Hollermann/pp/Agentur ProfiPress

In der Podiumsdiskussion hob Heinz-Peter Thiel, Landrat des Landkreises Vulkaneifel und Vorsitzender des Präsidiums der Zukunftsinitiative Eifel, die Bedeutung des Autobahnbaus für die Entwicklung des rheinland-pfälzischen Nordens hervor: „Wir sind stark, brauchen aber dringend die Infrastruktur.“ Gerade im Hinblick auf Themen wie Fachkräftemangel, Leben im ländlichen Raum, Unternehmensgründungen poche er auf den Anspruch der Gleichbehandlung der Wirtschaftsregion im nördlichen Rheinland-Pfalz. Bis heute hat der Vulkaneifelkreis 35.000 Unterschriften für den Lückenschluss gesammelt.

Staatssekretär Andy Becht kündigte die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens noch für diese Woche an. Foto: Renate Hollermann/pp/Agentur ProfiPress

Edeltrud Bayer, Dienststellenleiterin des Landesbetriebs Mobilität Trier, gab einen Einblick über den aktuellen Planungsstand. Insgesamt handelt es sich um etwas mehr als 25 Kilometer zwischen den Anschlussstellen Kelberg (Rheinland-Pfalz) und Blankenheim in Nordrhein-Westfalen. Insgesamt 19 Brückenbauwerke sind geplant, darunter acht Talbrücken, zwei Grünbrücken und vier Grünunterführungen.

Edeltrud Bayer, Dienststellenleiterin des Landesbetriebs Mobilität Trier, gab einen Einblick über den aktuellen Planungsstand. Foto: Renate Hollermann/pp/Agentur ProfiPress

Problematisch ist die Situation deshalb, weil das fehlende Teilstück durch mehrere Naturschutzgebiete in beiden Bundesländern führen würde.

Zu Wort kam in der Veranstaltung auch Spediteur Hans Ludwig aus Dreis-Brück, „Herr“ über 56 Lkw und seit mehr als 40 Jahren in der Region verwurzelt. Zwischenapplaus erntete er für seine Kritik am langsamen Vorgehen. „Wenn wir als Unternehmer so arbeiten würden wie die Politik, dann würde es uns schon lange nicht mehr geben.“ Erst 2016 hat das Unternehmen 2,7 Millionen Euro in den Standort investiert. Im Dorf, so Ludwig, sei der vom Unternehmen verursachte Verkehr wegen der fehlenden Autobahn ein „Riesenärgernis“. „Leider können wir das nicht ändern.“

Auf dem Podium diskutierten (v.l.) Landrat Heinz-Peter Thiel, Bundestagsabgeordneter Patrick Schnieder, Moderator Thomas Vatheuer, Spediteur Hans Ludwig und Staatssekretär Andy Becht. Foto: Renate Hollermann/pp/Agentur ProfiPress

Deutliche Töne schlug auch der Gastgeber des Abends, Peter Lepper, geschäftsführender Gesellschafter der Techniropa Holding GmbH, an. „Wie bescheuert sind wir denn in den westlichen Bundesländern“, sagte er mit Blick auf den rasanten Autobahnbau im Osten der Republik.

Wann geht es endlich weiter mit dem Lückenschluss? Um diese Frage drehte sich der Abend im Kunden- und Logistik-Center der Firma TechniSat in Daun. Foto: Renate Hollermann/pp/Agentur ProfiPress

Zum Abschluss des von den Kooperationspartnern IHK Trier, Handwerkskammern Trier, Koblenz und Aachen, Zukunftsinitiative Eifel, Bürgerinitiative Pro A 1, Vereinigung Trierer Unternehmer, Initiative Region Trier und Arbeitsgemeinschaft „Pro Lückenschluss A 1“ veranstalteten Abends sprach Arne Rössels, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz. Mit der Einleitung des Planfeststellungsverfahrens komme man einen historischen Schritt weiter. An die Lückenschluss-Gegner appellierte er, mit „Nichtigkeiten aufzuhören“. Rössels: „Und dann brauchen wir noch zehn bis fünfzehn Jahre Geduld, bis wir es geschafft haben.“

pp/Agentur ProfiPress

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