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Förderverein auf Nachwuchssuche

Den Freunden und Förderern des Euskirchener Industriemuseums fehlen jüngere Leute – Mitgliederversammlung in der „Mottenburg“

Euskirchen – Es fehlt fast überall an Neumitgliedern, um das Vereinsleben auf lange Sicht aufrechterhalten zu können. Von dieser Entwicklung bleibt ein Verein, der sich einem weitaus weniger populären Thema wie etwa Fußball verschrieben hat, noch viel weniger verschont. „Betagt“ sei der Altersschnitt der Mitglieder, sagte Heinz Otto Koch, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des LVR-Tuchmuseums Euskirchen. Jüngere würden nur dann zum Verein finden, wenn Ältere die Initiative ergriffen und zum Beitritt ermunterten, berichtete Koch den Mitgliedern, die in großer Zahl zur Versammlung im Museumsgästehaus „Mottenburg“ erschienen waren.

Die Mitgliederzahl von derzeit 334 ist zwar im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Darin enthalten seien allerdings sechs geschenkte Mitgliedschaften, so Koch. Die Gewinnung neuer Mitglieder sei einer der Schwerpunkte der Vereinsarbeit. Gelingen soll das, indem der Verein sich weiterhin bei Veranstaltungen attraktiv darstellt. Außerdem sind die Mitglieder aufgerufen, in ihrem persönlichen Umfeld jüngere Menschen gezielt anzusprechen. Zudem erhofft man sich, durch Öffentlichkeitsarbeit und durch die Unterstützung des Museums das Interesse auf den Verein zu lenken.

Zahlreiche Freunde und Förderer des LVR-Industriemuseums Tuchfabrik Müller kamen zur Mitgliederversammlung in der „Mottenburg“ zusammen. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Zahlreiche Freunde und Förderer des LVR-Industriemuseums Tuchfabrik Müller kamen zur Mitgliederversammlung in der „Mottenburg“ zusammen. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Ein anderer Arbeitsschwerpunkt soll sein, die geschichtliche Bedeutung der Tuchindustrie für die Stadt und für das Museum noch stärker in den Fokus zu rücken. „Vor 100 Jahren gab es in Euskirchen 21 Tuchfabriken, hier wurde Großartiges geleistet, das muss weiter bekannt gemacht werden“, betonte Koch.

Zu den geplanten Veranstaltungen zählen wieder die beliebten Exkursionen. So geht es am Mittwoch, 26. April mit Prof. Dr. Frank Günther Zehnder „Auf den Spuren der Wollroute“ nach Aachen, am Mittwoch, 21. Juni zum Gasometer nach Oberhausen und am Mittwoch, 13. September mit Dr. Reinhold Weitz nach Krefeld, in die „Stadt der Seidenfabrikanten“. Darüber hinaus zählen wieder Veranstaltungen im Museum zum Programm der „Freunde und Förderer“, so unter anderem eine Lit.Eifel-Veranstaltung am Donnerstag, 11. Mai, um 19.30 Uhr in der Shedhalle: Der Fotograf und Filmemacher Sven Nieder und die Hörfunkmoderatorin Katia Franke präsentieren in einer Multimediashow Sven Nieders atemberaubendes und berührendes Fotokunst- und Filmprojekt über das verschwindende Eis Grönlands.

Eine Wolldecke schenkten Museumsleiter Detlef Stender (l.) und Fördervereins-Vorsitzender Heinz Otto Koch (r.) dem Filmemacher Norbert Liedtke, der ehrenamtlich Filme über das Kuchenheimer Industriemuseum dreht und veröffentlicht. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Eine Wolldecke schenkten Museumsleiter Detlef Stender (l.) und Fördervereins-Vorsitzender Heinz Otto Koch (r.) dem Filmemacher Norbert Liedtke, der ehrenamtlich Filme über das Kuchenheimer Industriemuseum dreht und veröffentlicht. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Museumsleiter Detlef Stender berichtete unter anderem von einem Gartenbauprojekt mit den Kindern der Grundschule Kuchenheim im Rahmen der Ausstellung „Stadt, Land, Garten – Zur Kulturgeschichte des Nutzgartens“. Fleißig haben die Schüler im vergangenen Jahr bei der Anlage eines Nutzgartens hinter dem Museum geholfen. Geradezu begeistert sind die Reaktionen auf die aktuelle Experimentierausstellung „Ist das möglich“ für Kinder, Jugendliche und Familien, wie Einträge ins Museumsgästebuch belegen. Zur allgemeinen Erheiterung präsentierte Stender einige Kommentare von Schreibanfängern. „die ausschtelung wahr super“, lobte etwa ein Schüler.

Aufgelockert wurde die Versammlung mit einigen Kurzfilmen, die der Filmemacher Norbert Liedtke ehrenamtlich für das Museum gedreht und veröffentlicht hat. Diese wenige Minuten dauernden Filme vermitteln auch Laien die Funktionsweise der alten Maschinen. Ganz neu ist der Film „Der Klang der Tuchfabrik – The Sound Of Cloth Mill“. In dem einminütigen Streifen hat Liedtke die Geräusche und den Rhythmus der alten Maschinen aus der Tuchfabrik Müller in Euskirchen eingefangen und mit klassischen Klängen kombiniert.

Die Filme hätten im Internet tausende Zuschauer, hob Stender hervor. So bringt es etwa der Streifen über die 104 Jahre alte Krempelmaschine im Industriemuseum Euskirchen auf 13.400 Aufrufe. Für seinen Einsatz hatte Stender ein ganz besonderes Geschenk für den Filmemacher: Er überreichte ihm die weiche Wolldecke in leuchtendem Blau, die während der Dreharbeiten am Webstuhl entstanden ist.

pp/Agentur ProfiPress

 

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