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Fast täglich einen Einsatz

Forplan-Gutachter stellt die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans im Rat der Stadt vor und sieht die Mechernicher Feuerwehr in der Gesamtheit gut aufgestellt – Neue App soll Einsatzplanung erleichtern

Mechernich – Wer die Feuerwehr braucht, ist ohne Zweifel froh, dass es sie gibt. Die Frauen und Männer der fünf Löschzüge in Mechernich sind tatsächlich nicht selten im Einsatz. Das geht aus der Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans hervor, die „Forplan“-Gutachter Patrick Habeth im Rat der Stadt vorstellte.

Durchschnittlich einmal täglich ist die Feuerwehr Mechernich im Stadtgebiet im Einsatz – hier bei einer Übung am Bergbaumuseum. Foto: Stephan Everling/Archiv/pp/Agentur ProfiPress

Statistisch gesehen rückte die Mechernicher Feuerwehr in den Jahren 2014 bis 2018 durchschnittlich einmal täglich zu einem Einsatz aus. Der Gutachter führt die Steigerung vor allem auf extreme Starkregen und Unwetterlagen zurück. Absolut betrachtet stieg die Zahl der Einsätze im Zeitraum von 266 (2013) auf 331 (2018). Damit seien die Einsatzzahlen seit 2013 um 25 Prozent gestiegen. Im Jahr 2018 rückten die Feuerwehrleute aus zu 64 Brände und 184 Technische Hilfeleistungen zum Beispiel bei Unfällen, hinzukommen 16 überörtliche Einsätze.

Enorme Investitionen getätigt

Patrick Habeth hatte seinerzeit, mit dem Brandschutzbedarfsplan im Jahr 2012, die in die Jahre gekommene Ausstattung bemängelt. Jetzt zog er ein positives Zwischenfazit und lobte: „Die Investitionen, die sie durchgeführt haben, sind nicht normal.“ Und meint damit das im positiven Sinne.

Patrick Habeth stellte die Ergebnisse aus der Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans im Stadtrat vor. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Insgesamt 8,7 Millionen Euro hat die Stadt seitdem in die Ausstattung der Feuerwehr investiert und damit kräftig modernisiert. Die Feuerwehrhäuser in Wachendorf, Vussem, Kommern und Strempt wurden erweitert oder saniert als auch die Verjüngung des Fuhrparks realisiert, konstatierte der Gutachter und fügt abschließend hinzu: „Sie haben jetzt keine H-Kennzeichen mehr.“ Der Fuhrpark und die technische Ausstattung der Feuerwehr der Stadt befänden sich auf einem sehr guten Niveau. Defizite sieht er noch bei den Feuerwehrhäusern selbst. „Dort besteht weiter Handlungsbedarf.“  Habeth ist sicher: Ohne das große Engagement der einzelnen Löschgruppen würde sich die bauliche Situation einzelner Standorte anders darstellen.

Weniger Einsatzkräfte über Tag

Wie bei vielen ehrenamtlichen Wehren ist in Mechernich auch die Tagesverfügbarkeit ein Thema. Denn zwischen 8 und 18 Uhr arbeiten viele Einsatzkräfte außerhalb des Stadtgebietes. In diesen Stunden sei man daher dünner besetzt. Konkret habe sich die Tagesverfügbarkeit werktags im Vergleich zum Jahr 2012 von insgesamt 48 Einsatzkräften auf 34 Einsatzkräfte verschlechtert. Der Grundschutz sei mit dem Personalkonzept aber ausreichend sichergestellt, betonte Habeth. Nachts und am Wochenende seien sogar 116 Einsatzkräfte verfügbar.

„Wir werden aktuell nochmal aktiv auf die Mechernicher Unternehmen zugehen, um konkret für die Feuerwehr zu werben“, sagt dazu Peter Kern, zuständiger Fachbereichsleiter bei der Stadt. Kosten entstünden für die Betriebe keine, wenn sie ihre Mitarbeiter für den Einsatz freistellen. Der Ausfall des Arbeitsentgelts werde durch die Stadt aufgefangen.

Neue App für Feuerwehr vorgeschlagen

Um die Einsatzplanung über Tag weiter zu verbessern, könnte laut Gutachter in Zusammenarbeit mit der Wehrleitung die Einführung einer speziellen App flächendeckend im Stadtgebiet überlegt werden, so Kern weiter. Mit Hilfe dieser Technik könne der Einsatzleiter den Status und die Stärke seiner Mannschaft, ob verfügbar oder nicht, morgens schon mit einem Klick abrufen und effizienter planen.  

Jens Schreiber (vorne), Leiter der Feuerwehr Mechernich, hört der Präsentation von Forplan-Gutachter Patrick Habeth aufmerksam zu. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Insgesamt 415 Feuerwehrleute zählt Habeth im Stadtgebiet, davon 373 Aktive. Das Durchschnittsalter der Einsatzkräfte liege mit 36,3 Jahren „auf einem guten Niveau“, so der Gutachter. Die vorbildliche Jugendarbeit sollte unbedingt fortgesetzt werden.

Auch bei den Investitionen wird es weiter gehen. So steht für die Feuerwehr Mechernich die Beschaffung einer neuen Drehleiter auf dem Programm. Für das Gefährt investiert die Stadt mehrere 100.000 Euro. Weiterhin ist die Erweiterung einiger Gerätehäuser in Planung.

pp/Agentur ProfiPress

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