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Expertin für „Kandinskys Ikonen“

Kaller Kunsthistorikerin Dr. Elisabeth Geschwind hat ihre Doktorarbeit von vor 30 Jahren fortgeschrieben, aktualisiert und auch für Nichtwissenschaftler lesbar und betrachtbar gemacht

Kall – Immer wieder haben in den letzten Jahren getürkte Doktorarbeiten Schlagzeilen gemacht. Angebliche Doktoren wurden als Kopisten enttarnt, so dass auch schon Minister zurücktreten mussten. Umso ungewöhnlicher ist es, wenn die Dissertation nicht nur zur Führung des Doktortitels berechtigt, sondern durch weitere Beschäftigung mit dem Thema 30 Jahre später zu einer Aktualisierung führt.

Das schreibt der Journalist und Buchautor Stephan Everling in einem Artikel über die Kaller Kunsthistorikerin Dr. Elisabeth Geschwind im „Kölner Stadt-Anzeiger“ und in der „Kölnischen Rundschau“. Sie hatte 1986 an der Uni München über den Maler Wassily Kandinsky promoviert. Ihre Doktorarbeit hat Elisabeth Geschwind jetzt ganz aktuell mit dem Doppelband „Kandinskys Ikonen – Eine kunsthistorische Exkursion in die Zeit seiner ersten sieben Kompositionen“ fortgeführt.

Zwei Bände im Schuber für 39 Euro

Neben einen Textband hat Geschwind einen Bildband gestellt, in dem die Entwicklung der „Kompositionen“ nachzuvollziehen ist. „Ich wollte, dass auch Leute, die keine Wissenschaftler sind, etwas davon haben“, sagte die Kaller Kunstgeschichtlerin im Gespräch mit Stephan Everling. Erhältlich sind beide je rund 70 Seiten starken Bänden in einem passenden Schuber zum Preis von 39 Euro in den Buchhandlungen Pawlik in Kall, Backhaus in Nettersheim und Wachtel in Gemünd. www.kandinskys-ikonen.info

„Ich hatte das Gefühl, da fehlt noch was“, sagte Dr. Elisabeth Geschwind dem Reporter der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft. Der schreibt: „Mit zwei Händen stellt sie eine mit Kandinsky-Motiven bedruckte Kiste auf den Tisch, aus der sie zwei mehrere hundert Seiten starke, kiloschwere Bände zieht. Dies ist ihre Dissertation über den Maler Wassily Kandinsky und seine sieben, zwischen 1911 und 1913 entstandenen „Kompositionen“, mit der sie 1986 in München ihre Promotion in Kunstgeschichte und vorderasiatischer Archäologie bestanden hat.“

Rechtzeitig zu Kandinskys 150. Geburtstag veröffentlicht Dr. Elisabeth Geschwind nun die handliche und moderne Version namens „Kandinskys Ikonen“. Kandinsky gilt landläufig als Erfinder der abstrakten Malerei – sein erstes abstraktes Bild soll ein Aquarell von 1913 sein, eine Vorstudie zu „Komposition IV“.

Gefallen haben ihr Wassily Kandinskys Bilder im strengen Wortsinn zwar nicht, aber sie fand sie faszinierend: Die Kaller Kunsthistorikerin Dr. Elisabeth Geschwind ist dem vorgeblichen „Erfinder der abstrakten Malerei“ nicht nur ein Leben lang verbunden geblieben, sie hat jetzt auch – 30 Jahre nach ihrer Promotion über Kandinsky – ihre Doktorarbeit um ein zweibändiges Text- und Bildbuch erweitert, mit dem auch Nicht-Wissenschaftlern der Zugang zu Kandinskys Bildsprache erschlossen werden soll. Foto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

Gefallen haben ihr Wassily Kandinskys Bilder im strengen Wortsinn zwar nicht, aber sie fand sie faszinierend: Die Kaller Kunsthistorikerin Dr. Elisabeth Geschwind ist dem vorgeblichen „Erfinder der abstrakten Malerei“ nicht nur ein Leben lang verbunden geblieben, sie hat jetzt auch – 30 Jahre nach ihrer Promotion über Kandinsky – ihre Doktorarbeit um ein zweibändiges Text- und Bildbuch erweitert, mit dem auch Nicht-Wissenschaftlern der Zugang zu Kandinskys Bildsprache erschlossen werden soll. Foto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

Geschwind widerspricht dem anhand ihrer Analysen, bei denen sie die Bildsprache Kandinskys neu entschlüsselt hat. „Diese Bilder sind nicht abstrakt, sondern haben eine ganz klare Bildsprache“, sagt sie. Nach langen Analysen sämtlicher Vorzeichnungen sowie Schriften von Kandinsky kommt sie zu einem anderen Schluss: „Das sind alles christliche Themen mit einem Bezug zur Bibel.“

Kandinsky habe sich selbst als „Meister“ empfunden. 1911 gründete er mit Franz Marc die berühmte Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“. Zwischen 1911 und 1913 malte er eine aus sieben Ölgemälden bestehende Reihe von „Kompositionen“, um die sich die Argumentation von Geschwind dreht. „Es ist alles leicht nachvollziehbar, wenn ich die Entwicklung von den ersten Studien bis zum fertigen Bild nachgehe“, erläutert sie anhand ihres neuen Buches.

Spiritualität wich dem Grauen

Stephan Everling schreibt: „Das Anliegen von Kandinsky in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg war, die Menschen über das Vehikel der Kunst zu mehr Spiritualität zu bringen. Von 1912 datiert sein Aufsatz »Über das Geistliche in der Kunst«.“ Kandinsky hat diese Bilder immer als »Meine bayrischen Ikonen« bezeichnet“, so Dr. Elisabeth Geschwind.

Noch in den ersten Kriegsjahren habe Kandinsky die Meinung vertreten, der Krieg werde den Menschen ihren Materialismus austreiben und einen werteorientierten Neubeginn ermöglichen. Dann erst ergriff ihn, genau wie viele seiner Künstlerkollegen das Grauen der Schlachtfelder. „Es folgt ein kompletter Wandel in Stil und Theorie“, so die Kaller Kunsthistorikerin: Spiritualität, vorher das zentrale Thema bei Kandinsky, spielt von da an keine Rolle mehr . . .

Kandinskys Ölgemälde existieren oft nur noch als Fotografien, schreibt Stephan Everling, doch die dazugehörigen Vorzeichnungen konnte Geschwind bei ihren Recherchen in den Archiven einsehen: „Da ist immer ein klares christliches Programm erkennbar.“ Immer sei jemand hilfebedürftig, ein anderer, der hilft, dazu ein Weg, der mühsam sei und zu dem am oberen Bildrand liegenden himmlischen Jerusalem führe.

Fingerzeig zur Blickweise

Und immer sei ein Finger zu sehen, der auf die Mitte des Bildes weise. „Es wird genau vorgeschrieben, wie das Bild gesehen werden soll“, sagt Geschwind über Kandinskys Arbeiten. Die Bilder würden vielleicht abstrakt wirken, doch aus den teilweise wie Heiligenbildchen wirkenden Vorzeichnungen sei die Entwicklung einfach abzuleiten: „Jedes Motiv aus den Studien findet man im endgültigen Bild!“ Kandinsky habe genau gewusst, was er tat.

„Kandinsky hat mich immer fasziniert“, so Elisabeth Geschwind im „Kölner Stadt-Anzeiger“ und in der „Kölnischen Rundschau“. Das habe nichts mit ihren künstlerischen Vorlieben zu tun, sie habe das Bild nur „nicht verstanden“ (!).

„Gefallen tun mir andere“. Doch im der Pinakothek habe sie stundenlang vor Kandinskys Bildern gesessen. „Ich bin von den Wärtern mit Bonbons gefüttert worden, die dann gesagt haben: »Wir haben auch noch andere Bilder»“, erinnert sich die damalige Kunststudentin im Gespräch mit dem Reporter.

www.kandinskys-ikonen.info

pp/Agentur ProfiPress

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