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Erste Hilfe geht auch Outdoor

Premiere bei der elften Auflage des kreisweiten DRK-Erste-Hilfe-Wettbewerbs in Mechernich– An vier Stationen im Kernort mussten Retter realistische Aufgaben bewältigen – Jüngste Retter demonstrieren Reanimation

Mechernich/Kreis Euskirchen – Lange schon träumten die Organisatoren des kreisweiten DRK-Erste-Hilfe-Wettbewerbs davon, neue Wege zu gehen und den Wettbewerb komplett nach draußen zu verlagern. In diesem Jahr ist ihnen das nun geglückt. An vier Stationen (eine davon an zwei verschiedenen Standorten), verteilt im Kernort Mechernich, mussten die Teilnehmer der insgesamt 14 Gruppen vielfältige Aufgaben unter nahezu realistischen Bedingungen erfüllen. Lediglich die schriftliche Prüfung fand nach wie vor in den Räumen des Gymnasiums Am Turmhof (GAT) statt.

Ein Notfall kann zu jeder Zeit eintreten, auch beim täglichen Einkauf. Vor dem Rewe-Markt mussten die Wettbewerbsteilnehmer ihre Kenntnisse in der Reanimation beweisen. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

Wie in jedem Jahr gab es auch diesmal wieder eine Kreativaufgabe, die es gemeinsam zu lösen galt. Allerdings gab es von Seiten der Verantwortlichen diesmal ein paar „Hintergedanken“. „Die Kids sind in der heutigen Zeit mehr oder weniger den ganzen Tag mit dem Handy beschäftigt, jetzt dürfen und sollen sie es auch positiv nutzen“, erklärt Simon Jägersküpper, JRK-Kreisreferent, und ergänzt: „Aufgabe ist es, einen einminütigen Film am Stück zu drehen. Dafür haben sie den ganzen Tag Zeit. Dieser Film wird am Ende bewertet und fließt auch in das Gesamtergebnis ein.“

Ein Unfall vor dem Rathaus war ein weiteres Szenario, dass sich die Organisatoren ausgedacht hatten. Hier galt es die Verletzten zu bergen, zu versorgen und dem Rettungsdienst zu übergeben. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

Mechernichs stellvertretender Bürgermeister Günter Kornell, der sich von Organisator und Kreisverbandsarzt Frank Gummelt den „Parcours“ zeigen und erklären ließ, war begeistert: „Es ist toll, dass die Rotkreuzler heute sichtbar in der Stadt unterwegs sind und zeigen wie man hilft. Vielleicht inspiriert es noch mehr Menschen dazu, die eigenen Kenntnisse bei Bedarf noch einmal aufzufrischen.“

Organisator und Kreisverbandsarzt Frank Gummelt erklärt Mechernichs stellvertretenden Bürgermeister Günter Kornell die einzelnen Stationen. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

In diesem Jahr ist alles anders

Eine weitere Änderung der Abläufe erläuterte Frank Gummelt der Agentur ProfiPress während dem Rundgang zu den einzelnen Stationen: „Es gibt in diesem Jahr keine Einzelaufgaben mehr, nur noch Gruppenaufgaben. Das bedeutet wir brauchten wesentlich weniger Mimen (Verletztendarsteller) und auch weniger Schiedsrichter.“ Im Nachsatz wurde aber klar, dass ein Wettbewerb in diesem Umfang wesentlich mehr Organisationsaufwand im Vorfeld bedeutet. So mussten laut Gummelt zum Beispiel unzählige Genehmigungen eingeholt werden, angefangen bei den Anwohnern und Geschäftsinhabern in der Mechernicher City, die sich großzügig bereiterklärt hatten, die Flächen vor den Häusern und Geschäften zur Verfügung zu stellen – bis hin zu Ordnungsamt und Mechernicher Verwaltung.

Was tun bei Vergiftungs-Notfällen? Vor der Dialysestation galt es für die Retter die Lage einzuschätzen, die Gefahren zu erkennen und entsprechend zu handeln. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

Fünfjährige souverän mit Defibrillator

An der ersten Station galt es neben der Versorgung einer kollabierten Person auch noch die unter Schock stehenden Angehörigen zu betreuen und bei Bedarf auch adäquat zu versorgen. Die Tatsache, dass dies mitten in einer um diese Uhrzeit gut frequentierten Passage oder auch genau vor dem Eingang des Rewe-Marktes stattfand, sorgte sicher nicht nur bei den jüngsten Teilnehmern für zusätzliche Aufregung. Bei den Passanten sorgten die „Minis“, die jüngsten Retter mit ihren Betreuern Nicole Thielen und Thomas Derichs, für manch erstaunten Gesichtsausdruck. Emily Bienentreu, ist mit fünf Jahren nun bereits zum dritten Mal beim Rotkreuz-Wettbewerb dabei und demonstrierte neben der erforderlichen Beatmung auch den souveränen Umgang mit dem Defibrillator. Genau diesen Effekt wollten die Organisatoren des Wettbewerbs auch erzielen, teilte Simon Jägersküpper auf Nachfrage mit: „Wir haben gehofft, die Menschen damit noch einmal ganz anders zu erreichen. Das scheint zu funktionieren, viele haben angehalten und gefragt was passiert hier eigentlich gerade. Das zeigt uns, es war exakt der richtige Schritt mit dem Wettbewerb raus in die Stadt zu gehen.“

Die jüngsten Teilnehmer zeigen dass Helfen keine Frage des Alters ist: Die fünfjährige Emily Bienentreu bei der Beatmung. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

Die zweite Wettbewerbsstation befand sich direkt vor dem Rathaus, dazu hatte der Abschlepp- und Bergedienst Pokraka aus Mechernich zwei Unfallfahrzeuge zur Verfügung gestellt, mit denen ein Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten simuliert wurde. Hier mussten die Wettbewerbsteilnehmer nicht nur die Verletzten versorgen und gegebenenfalls auch aus dem Fahrzeug bergen, sondern auch noch an den von ihnen selbst gerufenen Rettungsdienst übergeben. Einigen Teilnehmern war die ungewohnte Situation deutlich anzumerken. Übungen unter derart realistischen Bedingungen gehören nun mal nicht zum Alltag. Zwei weitere Szenarien befanden sich an der Dialysestation und am neuen Mehrgenerationen-Abenteuerspielplatz. An beiden Stationen galt es verschiedene Aufgaben zu bewältigen, Gefahren zu erkennen und Entscheidungen zu treffen. Eins hatten jedoch alle Aufgaben gemeinsam: Im Vordergrund stand nicht die Leistung eines Einzelnen, sondern die des gesamten Teams, denn nur gemeinsam waren die Aufgaben zu meistern.

Auf dem Spielplatz hatten sich zwei Kinder am Klettergerüst verletzt. Hier standen Versorgung und Betreuung im Vordergrund. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

Christiane Heinrichs, Lehrerin und Schulsanitätsdienstbeauftragte am Gymnasium Am Turmhof ging in diesem Jahr leider nur mit einer Gruppe für das GAT an den Start, war aber begeistert, dass sich insgesamt fünf Schulsanitätsdienst-Gruppen dem Wettkampf gestellt hatten.

Die schriftliche Prüfung war ebenfalls ein Teil des Wettbewerbs und gehört auch zur Ausbildung beim Jugendrotkreuz. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress.

Zur Siegerehrung und Preisverleihung waren neben Karl Werner Zimmermann, Vorsitzender des DRK-Kreisverbands Euskirchen, und Stephan Schmitz, DRK-Kreisbereitschaftsleiter, auch Mechernichs stellvertretender Bürgermeister Günter Kornell erschienen.

Hinter verschlossenen Türen werteten Sie alle Teilnehmerbögen aus: Angelika Schmitz, Jürgen Houbé, Herbert Schmitz, Annika Winter, Dirk Kristahl (von links). Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

Dankeschön und positives Fazit

Ein großes Dankeschön von Organisator und Kreisverbandsarzt Frank Gummelt ging am Ende des Tages an die Stadt Mechernich, die Anwohner, die Geschäftsleute, den Abschlepp- und Bergedienst Pokraka, das Gymnasium Am Turmhof für die unkomplizierte Unterstützung des Wettbewerbs und auch an DRK-Küchenchefin Gaby Weinand und ihr Team, die wieder mit viel Einsatz für das leibliche Wohl aller Teilnehmer sorgten. In diesem Jahr versorgten sie die rund 146 kleinen und großen Teilnehmer neben dem gemeinsamen Mittagessen auch morgens bereits mit reichlich gefüllten Lunchpaketen zur Wegzehrung. Ebenfalls dürfe man das enorme Engagement von Sascha Suijkerland und der Bereitschaft Mechernich nicht vergessen, die bei jedem Wettkampf dafür sorgten, dass alles auf- und wieder abgebaut wird.

Gaby Weinand und ihr eingespieltes Küchenteam sorgten wieder einmal für das leibliche Wohl aller Teilnehmer. Foto: Annika Winter/pp/Agentur ProfiPress

Teilnehmer und Verantwortliche ziehen ein absolut positives Fazit aus dieser Premiere und sind sich einig: „Das war absolut toll und muss wiederholt werden!“

Die Ergebnisse:

DRK-Bereitschaften: 1. Ortsverein Dahlem II, 2. Ortsverein Dahlem I, 3. Ortsverein Weilerswist, 4. Ortsverein Mechernich, 5. Ortsverein Zülpich

Der Ortsverein Dahlem II holte in diesem Jahr die meisten Punkte. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Jugendrotkreuz: 1. JRK Mechernich II, 2. JRK Mechernich I, 3. Die Steinchen, Euskirchen, 4. JRK Mechernich III

Schulsanitätsdienste: 1. Emil-Fischer-Gymnasium, Euskirchen, 2. Gymnasium Am Turmhof, Mechernich, 3. St. Michael-Gymnasium, Bad Münstereifel, 4. Johannes-Sturmius-Gymnasium, Schleiden, 5. Realschule Schleiden

In diesem Jahr ging der Pokal für den Schulsanitätsdienst an die Mannschaft vom Emil-Fischer-Gymnasium, Euskirchen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

pp/Agentur ProfiPress

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