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Erste Frau vertritt Bürgermeister

Konstituierende Ratssitzung – Urgesteine wie Erhard Sohn, Peter Schmitz und Ekkehard Fiebrich verabschiedet – Ortsvorsteher und Ausschussvorsitzende gewählt

Kall – Eine konstituierende Sitzung eines Gemeinderates bedeutet immer: Abschiede von teils langjährigen Mitgliedern und Ortsvorstehern, dazu viele neue Gesichter. In Kall gab es diesmal sogar einige Premieren: Die SPD hat die meisten Sitze und stellt damit die größte Ratsfraktion, die AfD zieht in das Gemeindeparlament ein und mit Steffi Hübner wird erstmals eine Frau zur Ersten stellvertretenden Bürgermeisterin gewählt.

Bürgermeister Hermann-Josef Esser (M.) mit seiner Ersten Stellvertreterin Steffi Hübner und dem Zweiten Stellvertreter Stefan Kupp. Die Wahl der beiden war die erste Handlung des neu verpflichteten Gemeinderats. Das Ergebnis wurde einstimmig gefällt. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Abschied nehmen hieß es für insgesamt zwölf Ratsmitglieder. Darunter auch echte Urgesteine, allen voran Erhard Sohn. Von 1975 an saß er ununterbrochen für die SPD im Gemeinderat, sodass Bürgermeister Hermann-Josef Esser anerkennend meinte, dass einige Ratsmitglieder zu diesem Zeitpunkt noch nicht geboren waren und er selbst mit zehn Jahren auch noch nicht an Politik gedacht habe. Von 1994 bis 1999 war Erhard Sohn zudem Erster stellvertretender Bürgermeister.

31 Jahre lang führte Sohn die SPD-Fraktion an. Sein Nachfolger Emmanuel Kunz vermutete, dass niemand zuvor eine so lange Zeit dem Kaller Rat angehörte. Kunz lobte vor allen Dingen die Tatsache, dass Erhard Sohn sich auch an lange zurück liegende Beschlüsse erinnern konnte. „Ich erinnere mich besonders an einen Satz im Rat: »Seinerzeit haben wir das so oder so beschlossen.«“ Was auch daran liegen mag, dass Erhard Sohn die Kaller Politik als Vorsitzender diverser Fachausschüsse mitgestaltet hat.

Die zehn neuen Ortsvorsteher: Dustin Möhrer (v.l.), Fabian Nowald, Emmanuel Kunz, Hans-Dieter Schäfer, Karl Vermöhlen, Hans Reiff, Stefan Kupp, Roman Hövel und Lothar Maevis. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Auch Grünen-Urgestein Ekkehard Fiebrich wurde 1975 in den Rat gewählt – damals allerdings noch für die SPD und zunächst nur für vier Jahre. Ab 2002 saß er dann ununterbrochen für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat, insgesamt 13 Jahre davon als Fraktionschef und fünf Jahre als Vorsitzender des Sozialausschusses.

Ebenfalls bemerkenswerte 36 Jahre lang war Peter Schmitz (CDU) Mitglied des Kaller Rates, wobei er über die Jahre diversen Fachausschüssen vorsaß. In der Legislaturperiode 2009 bis 2014 bekleidete er sogar das Amt des Ersten stellvertretenden Bürgermeisters. Darüber hinaus war Peter Schmitz zehn Jahre Mitglied des Kreistages.

Weitere ausgeschiedene Ratsmitglieder mit Eintrittsdatum: Ute Stolz (CDU, 1999), Franz-Albert Groß (FDP, 1999), Norbert Schiffer (SPD, 1994-2004, 2014), Guido Keutgen (CDU, 2004), Guido Wiesen (CDU, 2014), Karl-Heinz Fiedlers (Linke, 2014), Adolf Binger (CDU, 2014), Herbert Lorenz (Grüne, 2015) und Andreas Züll (SPD, 2020).

11 neue Ratsmitglieder verpflichtet

Die neuen Ratsmitglieder Guido Schmidt, Dustin Möhrer, Sandra Lüttgen, Steffi Hübner und Fabian Nowald (SPD), Thomas Müller und Hans-Dieter Schäfer (FDP), Jörg Jenke (Grüne), Frank Poll und Manfred Knie (AfD) sowie Frauke Neum (Linke) wurden von Bürgermeister Esser verpflichtet.

Die scheidenden Ratsmitglieder (v.l.): Guido Keutgen, Norbert Schiffer, Peter Schmitz, Erhard Sohn, Franz-Albert Groß, Adolf Binger und Ute Stolz. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Einstimmig gewählt wurden Steffi Hübner (SPD) zur Ersten stellvertretenden Bürgermeisterin und Stefan Kupp (CDU) zum Zweiten Stellvertreter. Sie lösen Uwe Schubinski (CDU) und Karl Vermöhlen (SPD) ab, denen Bürgermeister seinen Dank aussprach für die Zusammenarbeit in den letzten Jahren. Die beiden Fraktionen mit den meisten Wählerstimmen durften jeweils einen Kandidaten vorschlagen. Stellvertretende Bürgermeister übernehmen repräsentative Aufgaben und leiten in Abwesenheit des Bürgermeisters die Ratssitzungen.

Auch die Ortsvorsteher wurden neu gewählt. Allerdings wurde in der Ratssitzung der Zuschnitt der Bezirke noch einmal angepasst. Steinfeld gehört nicht mehr zu Urft, sondern zu Wahlen. Die Ortsvorsteher sind: Emmanuel Kunz (SPD, Golbach), Stefan Kupp (CDU, Kall), Dustin Möhrer (SPD, Keldenich), Hans-Dieter Schäfer (FDP, Krekel), Lothar Maevis (FDP, Rinnen), Hans Reiff (FDP, Scheven), Karl Vermöhlen (SPD, Sistig), Thomas Müller (FDP, Sötenich), Fabian Nowald (SPD, Urft) und – als einziges Nicht-Ratsmitglied – Roman Hövel (CDU, Wahlen/Steinfeld).

Zwei Ortsvorsteher wurden von Bürgermeister Esser (M.) verabschiedet. Dr. Arno Lehmkühler (l.) bekleidete das Amt seit Mai 2020, Toni Mießeler seit 1989. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

In der kommenden Legislaturperiode wird es neben dem Gemeinderat folgende sechs Gremien mit folgenden Vorsitzenden und Stellvertretern geben. Haupt- und Finanzausschuss: 18 Mitglieder plus Bürgermeister, Vorsitz: Bürgermeister Esser; Ausschuss für Soziales, Schule und Generationen:  19 Mitglieder, Vorsitz: Fabian Nowald , Stellvertreter: Karl Vermöhlen (beide SPD); Bauausschuss: 19 Mitglieder, Dr. Manfred Wolter, Hans-Dieter Schäfer (beide FDP); Ausschuss für Entwicklung, Umwelt, Digitalisierung und öffentliche Sicherheit; 19 Mitglieder, Bert Spilles, Frank Vellen (beide CDU); Rechnungsprüfungsausschuss: 9 Mitglieder, Jörg Döhler (FDP), Sandra Lüttgen (SPD); Wahlprüfungsausschuss: 9 Mitglieder, Dr. Guido Huppertz (Grüne), Uwe Schubinski (CDU). Bisher bestanden die „großen“ Ausschüsse aus 17 Mitgliedern. Sie wurden vergrößert, damit alle im Rat vertretenen Parteien in den Ausschüssen mit einer Stimme vertreten sind.

Folgende Damen und Herrn setzen ihre Arbeit im Gemeinderat fort, der bis 2025 gewählt ist: Emmanuel Kunz, Karl Vermöhlen, Ludwig Werle und Daniela Züll (SPD), Petra Mey-Wirtz, Stefan Kupp, Bert Spilles, Willi Frauenrath, Frank Vellen, Uwe Schubinski und Stephanie Sistig (CDU), Dr. Manfred Wolter, Lothar Maevis, Hans Reiff und Jörg Döhler (FDP) sowie Dr. Guido Huppertz (Grüne).

Bürgermeister Esser danke allen bisherigen und neuen Ortsvorstehern und Ratsleuten für ihr ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Menschen in der Gemeinde Kall.

pp/Agentur ProfiPress

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