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Erdgeschichtliches Erbe der Vulkaneifel

Wollmerather Kopf und Kirchweiler Rohr wurden Geotop und Biotop des Jahres 2013 in der Vulkaneifel – Wertschätzung der Bevölkerung für die heimische Region soll gefördert werden

Das erdgeschichtliche Erbe der Vulkaneifel hat einen großen Anteil am besonderen Reiz der Region. Foto: Tino Bahr/pixelio.de/pp/Agentur ProfiPress

Vulkaneifel – Die Eifel hat in vielerlei Hinsicht Besonderes zu bieten. Im Bereich der Vulkaneifel gehört dazu unbedingt auch das erdgeschichtliche Erbe, unter anderem  in Form von Vulkanen und Maaren. Diese sind auch ein Alleinstellungsmerkmal und wichtiger Faktor nicht zuletzt für den Tourismus in der Region, den sich auch die Zukunftsinitiative Eifel auf die Fahnen geschrieben hat.

Dauner Maare, Gerolsteiner Dolomiten oder auch der Arensberg sind viel besuchte Orte, die für das besondere erdgeschichtliche Erbe der Vulkaneifel stehen. Strohner Maarchen und Dürres Maar sind als ökologisch bedeutsame Standorte ebenfalls seit langem bekannt. Eine Fachkommission hat erstmals unter den vielen weniger bekannten Lokalitäten den Wollmerather Kopf als „Geotop des Jahres“ und das Kirchweiler Rohr als „Biotop des Jahres“ im Natur- und Geopark Vulkaneifel ausgewählt.

Hintergrund: In den zurückliegenden Monaten hat sich die Region des Natur- und Geoparks Vulkaneifel, diese umfasst die Verbandsgemeinden Ulmen, Manderscheid, Daun, Gerolstein, Kelberg, Hillesheim und Obere Kyll, ein Planwerk für das kommende Jahrzehnt gegeben. In einem umfangreichen Prozess unter der Beteiligung von Akteuren aus den Bereichen Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, Kommunen, Wirtschaftsförderung, Tourismus und regionaler Wirtschaft ist ein umfangreicher Masterplan entwickelt worden, der zehn wichtige Handlungsbereiche aufzeigt. 

Die Region Vulkaneifel will sich nachhaltig weiterentwickeln und dabei das besondere erd- und naturgeschichtliche Erbe als Identitätsanker weiter ausbauen. Mit dem bereits schon für die Umsetzung des LEADER-Programms in der Vulkaneifel entwickelten Kernsatz „Vulkaneifel – im Land der Maare und Vulkane. Leben, arbeiten, erholen, wo die Natur Ereignis ist“ soll zukünftig in der einheimischen Bevölkerung die Wertschätzung für die eigene Region noch stärker gefördert werden. Voraussetzung hierfür ist, dass die Bevölkerung auch eine möglichst große Kenntnis über die Besonderheiten der eigenen Region besitzt. Hier gilt der Spruch: Nur das was man kennt, kann man auch wertschätzen… 

Mit der Auslobung eines „Geotop des Jahres“ und eines „Biotop des Jahres“ werden besondere Orte in der Vulkaneifel der Allgemeinheit vorgestellt. Hierfür sind im Jahresverlauf Aktionen geplant und Infostellen werden eingerichtet. Dr. Andreas Schüller von der Natur- und Geopark Gesellschaft wünscht sich darüber hinaus ganz besonders, dass es gelingt, den beiliegenden Ort, einen Verein oder auch Privatpersonen als Kümmerer gewinnen zu können, die ganzjährig den Bio- oder Geotop im Auge behalten.

Kürzlich hat eine von der Geschäftsstelle des Natur- und Geoparks einberufene Kommission, bestehend aus Fachvertretern der Naturschutzbehörden, Biotopbetreuer, Geologen, Geomuseen, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum und Forstbehörden über die Auslobung des Geotops und des Biotops des Jahres 2013 beraten und entschieden. Als Geotop des Jahres 2013 wurde der Vulkan Wollmerather Kopf südlich des gleichnamigen Ortes Wollmerath ausgewählt. Biotop des Jahres 2013 ist das Kirchweiler Rohr nordwestlich von Kirchweiler.

Der Wollmerather Kopf zählt zu den jungen, quartären, Vulkanen und besteht aus Schweißschlacken, vulkanischen Lapilli- und Ascheablagerungen. Bis in die sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde hier Abbau betrieben, seitdem ist der Wollmerather Kopf aus dem Blick gerückt. Der Wollmerather Kopf liegt genauso wie das Wollmerather Maar direkt auf der Siegener Haupt-
überschiebung, einer von Siegen bis in den Raum Gillenfeld reichenden bedeutenden geologischen Störungszone.

Das Kirchweiler Rohr hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten zu einem wertvollen Biotop entwickelt. Artenreiche Pflanzengesellschaften sind entstanden und eine an Feuchtgebiete angepasste Vogelwelt bevölkert heute diesen Biotop. Naturschutzmaßnahmen des Landes und die Aktivitäten des Nabu waren hier sehr erfolgreich und sollen gewürdigt werden.

pp/Agentur ProfiPress
 
 
 

 

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