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Ensemble mit Vergangenheit

Der Männergesangverein (MGV) 1863 Mechernich wurde vor 155 Jahren aus der Taufe gehoben und blickt auf ein ereignisreiches und sehr musikalisches Jahr zurück

Mechernich – Der Männergesangverein 1863 Mechernich ist ein ungewöhnlich gut besetzter Männerchor mit einem für heutige Verhältnisse akzeptablen Altersdurchschnitt. Das Ensemble feierte am 13. November sein 155jähriges Bestehen. Sein Repertoire gilt als traditionell, seine stimmlichen Leistungen als beachtlich.

„Der Männergesangverein ist aus dieser Stadt nicht mehr wegzudenken“, lobte Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick 2013 beim 150jährigen die Verdienste. „Die Menschen damals waren froh, wenn sie in ihrer Freizeit andere Menschen mit ihrem Gesang begeistern konnten“, so Schick. Dies sei heute sicherlich nicht anders.

Im Mechernicher Johanneshaus verschönerten Gerhard Halfen (l.) und der Männergesangverein Mechernich den Besuchern den Missionsbasar. Foto: Archiv/pp/ProfiPress

Daher blickte der Bürgermeister auch optimistisch in die Zukunft: „Ich bin positiv gestimmt, dass der MGV die Zukunft meistern wird.“ Schließlich habe man auch die vergangenen 150 Jahre allen Widrigkeiten zum Trotz gemeistert.

Unter der Leitung von Gerhard Halfen gab das Ensemble auch 2018 regelmäßig Konzerte, zum Beispiel am Sonntag, 16. Dezember, ein gemeinschaftliches Advents- und Weihnachtskonzert mit dem Kirchenchor St. Cäcilia und dem Mechernicher Traditionsorchester, der Bergkapelle, in der großen Pfarrkirche St. Johannes Baptist.

Konzerte, Ständchen und Messen

Wenige Tage nach Weihnachten singt der MGV v. 1863 zur Eröffnung der jährlichen Ausstellung einheimischer Künstler im Foyer des städtischen Gymnasiums am Turmhof (GAT). Im April bestritten die Sänger ein Frühlingskonzert im Seniorenstift „Falkenhorst“ in Kommern-Süd, am 9. Dezember an gleicher Stelle ein Advents- und Weihnachtsgastspiel.

Am 30. April 2018 bestritt der MGV die Maifeier am Mechernicher Rathaus musikalisch, am 1. Juli ein Freundschaftssingen in Kommern, am 8. Juli das Sommerkonzert im Falkenhorst und am 14. Juli das Sommerfest im Mechernicher Barbarahof.

Am 28. Juli feierten die MGV-Mitglieder mit ihren Frauen Grillfest am Bergbaumuseum, einen Tag später verschönerten sie die Heilige Messe in St. Johannes Baptist in Roggendorf musikalisch, ebenso am 30. September. Chronist Werner Zeyen: „Wir waren am 1. September beim Ausgraben der Kirmes ebenso musikalisch präsent wie am 13. Oktober beim Altentag im Restaurant »Magu«.“

2013 anlässlich des 150jährigen Bestehens, wurden zahlreiche Ehrungen ausgesprochen. Foto: Archiv/pp/ProfiPress

Am 18. November sang das Ensemble sowohl während der Feierstunde am Mechernicher Ehrendenkmal zum Volkstrauertag, als auch auf dem sich anschließenden Missionsbasar für die Projekte der aus Mechernich stammenden verstorbenen Ordensschwestern Roggendorf im Johanneshaus.

Werner Zeyen: „Am 1. Dezember haben wir unser Stiftungsfest begangen, am 6. Dezember die Barbaramesse im Bergbaumuseum mitgefeiert und verschönt und am 14. Dezember das Weihnachtskonzert bei der Communio in Christo gesungen.“

32 Mechernicher Männer gründeten den Verein 1863, damals gab es weder einen Bahnanschluss, noch eine geweihte Pfarrkirche, die Magdalenenhütte war auch noch nicht errichtet. In diese Zeit des Aufbruchs fiel die Gründung des Vereins, wie Zeyen ausführte. Erst im Jahr 1865 gingen Bahnhof und Hüttenwerk in Betrieb, im gleichen Jahr wurde die Pfarrkirche geweiht.

Führender Verein in Mechernich

„Man darf annehmen, dass die Gründung des MGV mit dem Neubau der Kirche zusammenhing, für deren Weihe und Betrieb man gerüstet sein wollte“, erklärte Zeyen. Mit der Gründung des Kirchenchores 1879 entfiel für den Männerchor dieses Betätigungsfeld, er orientierte sich fortan weltlich.

„Bis zum Jahr 1900 entwickelte sich der Verein zum führenden Verein in Mechernich, mehr als 70 Sänger waren im Chor aktiv“, so Zeyen. Währen des Ersten Weltkrieges ruhten die Vereinsaktivitäten, 1927 wurde der Verein auch karnevalistisch aktiv. Für die Aufführung von Friedrich Schillers „Die Glocke“ im Jahr 1932 benötigten die Mitglieder einen gemischten Chor, weshalb sie kurzerhand ihre Ehefrauen und Freundinnen aktivierten.

Ein weiterer Höhepunkt war das Sängerbundfest im Jahr 1934, wie Zeyen ausführte: „Ein Chor von rund 500 Sängern, dirigiert vom MGV-Chorleiter Heinrich Weiler, brachte ein Konzert auf dem Rathausplatz dar.“ Es war der letzte Höhepunkt vor dem Zweiten Weltkrieg, in dem viele der Chormitglieder ihr Leben verloren.

pp/Agentur ProfiPress

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