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Eiserfey feiert 1150. Geburtstag

Festkommers in der Gaststätte „Zur Römerstube“ – Grußworte von Landrat Günter Rosenke – Schirmherr Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick: „Sie können stolz sein auf das Erreichte“

Mechernich-Eiserfey – Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick nutzte den Rechenschieber und kam auf eine beeindruckende Zahl: „1150 Jahre Eiserfey: Das sind fast 60 Generationen von Menschen, Adligen, Klerikern, Bauern, Handwerkern, Händler und Unfreien.“

Präsentierten die neue Eiserfeyer Chronik (v.l.): Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Bürgervereins-Chef Stephan Wiegmann, Landrat Günter Rosenke und Moderator Oliver Menke. Foto: Franz Küpper/pp/Agentur ProfiPress

Präsentierten die neue Eiserfeyer Chronik (v.l.): Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Bürgervereins-Chef Stephan Wiegmann, Landrat Günter Rosenke und Moderator Oliver Menke. Foto: Franz Küpper/pp/Agentur ProfiPress

So alt, nämlich 1150 Jahre, wird das Örtchen Eiserfey in diesem Jahr. Zumindest wurde das gut 400-Seelen-Dorf im Jahre 867 nach Christus erstmals erwähnt, und zwar in einem Urkundenbuch der Abtei Prüm. Der damalige fränkische Herrscher Lothar II. aus dem karolingischen Geschlecht hatte eine Urkunde unterschrieben, in der der König mit einem Edlen Otfried im Dorf Feya im Eifelgau Hofgüter austauschte, die sich seit 893 in „Veeye bei Nöthen“ im Besitz der Abtei Prüm befanden.

Der Geburtstag des Dorfes wird das ganze Jahr über gefeiert. Den Auftakt machte jetzt ein vom Bürgerverein Eiserfey/Dreimühlen/Vollem veranstalteter Festkommers, der im Festsaal „Zur Römerstube“ über die Bühne ging. Bis Jahresende sollen noch einige weitere Veranstaltungen stattfinden. 1150 Jahre alt wird man schließlich nur einmal.

Der Festsaal in der Gaststätte „Zur Römerstube“ war prall gefüllt. Foto: Franz Küpper/pp/Agentur ProfiPress

Der Festsaal in der Gaststätte „Zur Römerstube“ war prall gefüllt. Foto: Franz Küpper/pp/Agentur ProfiPress

Auch Landrat Günter Rosenke sprach ein paar Grußworte und erinnerte an die Anfänge Eiserfeys. Die Römer waren schon ein paar Jahrhunderte weg, mittlerweile herrschten und regierten die Franken in der Region. „Kanäle, Könige und Kaiser kommen und gehen, Eiserfey bleibt. Bis heute“, sagte Rosenke. Grund dafür sei kein Zaubertrank, wie in den Asterix-und-Obelix-Büchern, sondern „ausschließlich die pfiffigen und kreativen Bewohner Eiserfeys“. Rosenke weiter: „Die Bürger haben es sich hier wohnlich und gemütlich gemacht. Man ist sich der langen Tradition bewusst und hält diese auch hoch.“

Viele Veränderungen in den letzten Jahrzehnten

Bürgermeister Schick konnte sich dem nur anschließen. „Die Eiserfeyer haben ihren Teil dazu beigetragen, dass der Alltag funktionierte, dass der Ort sich entwickelte, dass auf schwere Zeiten immer wieder ein neuer Anfang, ein Aufschwung folgte.“ Nicht nur innerhalb des Stadtgebiets, sondern auch über die Grenzen Mechernichs hinaus, gilt Eiserfey als modernes und dynamisches Dorf mit unverwechselbarem Gesicht. Gerade in den vergangenen Jahrzehnten hätten die meisten Veränderungen stattgefunden, vom Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg, dem Zusammenwachsen der Orte nach der Gebietsreform, der Sanierung des Altortes mit seiner reichhaltigen Fachwerksubstanz sowie die Freilegung der römischen Wasserleitung mit ihrer überregionalen touristischen Bedeutung. „Sie können stolz sein auf das Erreichte“, sagte Schick. Doch der Rückblick auf 1150 Jahre Eiserfey erfüllt uns auch mit Demut und Ehrfurcht vor den Menschen, die den Grundstein für unser heutiges Eiserfey legten.“

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick blättert in der Chronik „1150 Jahre Eiserfey“, neben ihm CDU-Fraktionschef Peter Kronenberg. Foto: Franz Küpper/pp/Agentur ProfiPress

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick blättert in der Chronik „1150 Jahre Eiserfey“, neben ihm CDU-Fraktionschef Peter Kronenberg. Foto: Franz Küpper/pp/Agentur ProfiPress

Der Festkommers hatte in der Kirche St. Wendelin begonnen. Anschließend ging es zu einer Denkmalenthüllung auf dem „Hötteplatz“, wo einst Teile der eisenverarbeitenden Industrie Eiserfeys, die Hütte „Altwerk“ mit einem Hochofen mit Schmelze, bis etwa 1860 beheimatet war. Dort steht nun eine rund vier Meter hohe Metallskulptur des ortsansässigen Metallkünstlers Peter Ratz. Sie zeigt den Riesen Kakus, der vor dem Kampf mit Hermelus noch schnell mit einem Handy ein Selfie macht. Nach der Enthüllung gingen die Besucher und Fahnenabordnungen der Vereine zum Denkmal der Gefallenen und Toten beider Weltkriege mit Kranzniederlegung.

Umrahmt wurde der Festkommers von musikalischen Darbietungen der Tanzgarde der KG Eiserfey, des Chors „Kakusvokale“ und „De Vänte“, die Lieder aus Eiserfey sangen. Beim von Oliver Menke moderierten Festkommers wurde auch die frisch gedruckte Chronik Eiserfeys vorgestellt. Auszüge daraus wurden den Besuchern im prall gefüllten Festsaal vorgetragen. „Ich bin sehr beeindruckt, was das Organisationsteam auf die Beine gestellt hat“, lobte Hans-Peter Schick den Vorsitzenden des Bürgervereins, Stephan Wiegmann, und dessen Team.

Der Eiserfeyer Künstler Peter Ratz fertigte diese Skulptur des Riesen Kakus an, der noch schnell ein Selfie macht, bevor er in den Kampf zieht. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Der Eiserfeyer Künstler Peter Ratz fertigte diese Skulptur des Riesen Kakus an, der noch schnell ein Selfie macht, bevor er in den Kampf zieht. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

pp/Agentur ProfiPress

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