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Eine Spende für die Dorfchronik

Seit 20 Jahren arbeitet Mathias Moorkamp an einem Buch über Bergheim – Das 480-Seiten-Werk soll in der Vorweihnachtszeit erscheinen – Unterstützung von der NRW-Stiftung

Mechernich-Bergheim – Holl mött! Das ist der Befehl, den Mathias Moorkamp von den Bergheimer Bewohnern immer wieder hört. Seit 20 Jahren sammelt der Ortshistoriker Dokumente, Bilder und Geschichten rund um das 400-Seelen-Dorf. Sein Projekt, eine umfassende Chronik zu erstellen, nähert sich nun dem Ende. „Derzeit sind wir bei drei Verlagen im Gespräch. Wenn alles klappt, dann können wir das Buch noch vor dem Bergheimer Weihnachtsmarkt am 9. Dezember veröffentlichen“, sagte Moorkamp kürzlich anlässlich einer Spendenübergabe durch die NRW-Stiftung.

Deren Regionalbotschafter Ralf Sawatzki überreichte Moorkamp 2500 Euro als Unterstützung. Dem Projekt steht er äußert positiv gegenüber, denn: „Wenn wir unsere Vergangenheit nicht beleuchten, dürfen wir uns nicht wundern, wenn in der Zukunft das Licht ausgeht.“ Ähnlich drückte sich Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick aus: „Ein Dorf, das seine Geschichte nicht kennt, hat keine Zukunft.“

Die Vertreter der vier Ortsvereine und Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (5.v.l.) freuten sich mit Mathias Moorkamp (7.v.l.), der von Ralf Sawatzki (3.v.l.) die Spende der NRW-Stiftung entgegennahm. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Demnach herrschen in Bergheim glorreiche Aussichten. Denn wenn die Chronik einmal veröffentlicht wird, steht den Bewohnern eine umfassende historische Abbildung ihres Ortes zur Verfügung. Auf 480 Seiten Text kommt Mathias Moorkamp, angereichert mit 350 Bildern und Illustrationen.

Moorkamp springt zu den Anfängen des Dorfes Bergheim vor 1000 Jahren und mehr über die Zeit von Karl, dem Großen bis in die Gegenwart. Es gibt Abhandlungen über die Bewohner der Eifel und ihre Lebensverhältnisse, den Bergbau, Ortsvorsteher, Schultheißen und Pastöre, die Flure und ihre Namen, Schulwesen und Soldaten, Sitte, Brauch und Tradition und natürlich auch über die Dorfbewohner an sich. „In dem Bereich wird sogar ein bisschen geschimpft“, macht Moorkamp neugierig.

Redselig nach einem Gläschen Wein

Dabei ist die Recherche aufwendig – und erfordert auch den ein oder anderen edlen Tropfen im Schrank. „Wenn die Älteren erzählen, dann muss man still sein und zuhören. Später muss man bei einem Besuch nachfragen. Man nimmt eine Flasche Wein mit, dann erzählen die Leute auch“, gibt Moorkamp seine Überzeugungsarbeit preis. Dabei kommen oft andere Wahrheiten zutage, als in Büchern stehen. „Vieles, was man in historischen Büchern findet, ist falsch. Da hat doch ein Autor vom anderen abgeschrieben.“

Vorwitzig, das gibt Moorkamp zu, war er schon immer. Man müsse aber auch die Augen offenhalten und einzuschätzen wissen, ob ein Schriftstück oder ein Foto zu gebrauchen sind. Und natürlich hilft der Zufall. „Mein Schwiegervater hatte in seiner Scheune eine Kiste. Darin befanden sich unter anderem eine Steuerliste aus dem Jahre 1765 sowie einige wunderschöne Stücke“, erzählt Moorkamp.

Ralf Sawatzki (l.), Regionalbotschafter der NRW-Stiftung, überreichte dem Bergheimer Dorfchronisten Mathias Moorkamp eine 2500-Euro-Spende. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Für die NRW-Stiftung ist die Erstellung einer Dorfchronik das perfekte Spendenobjekt, denn schließlich hat sie sich die Förderung von Heimat, Natur und Kultur auf die Fahnen geschrieben. „Die Stadt hat von der NRW-Stiftung auf beachtliche Art und Weise profitiert“, erzählte Bürgermeister Schick und zählte als Beispiele die Freilegung der Brücke in Vollem, Arbeiten in Eiserfey und den Info-Punkt in Bergheim an, in dem die Spendenübergabe stattfand. Die Identifikation der Bürger mit ihren Wohnorten führe dazu, dass die Orte liebens- und lebenswert bleiben.

Die vom Moorkamp erstellte Dorfchronik sei besonders für Zugezogene wichtig. „Darin können sie nachlesen, wo sie gelandet sind.“ Denn Bergheim ist aufgrund seiner Nähe zu Mechernich nach wie vor ein Zuzugsort – und zwar ein lebendiger dazu, wie Schick betont. Vier Vereine gibt es: Karnevalsverein, Junggesellenverein, Ortskartell und Förderverein Alte Dorfschule. Diesen Eindruck hat auch Ralf Sawatzki. „Ich habe das Gefühl, hier ist alles intakt.“

pp/Agentur ProfiPress

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