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Einblicke ins literarische Schaffen

Unterhaltsamer Lese- und Frageabend der Lit.Eifel mit dem Autor Ewald Arenz im Franziskus-Gymnasium Vossenack – Moderatorin Janine Köster vom Programmbeirat der Lit.Eifel entlockt dem Autor auch Geheimnisse aus der Branche der Schriftsteller

Hürtgenwald-Vossenack – Es war ein langer, aber kurzweiliger Leseabend, den der Autor Ewald Arenz einer über 70köpfigen Hörergemeinde in der Aula des Vossenacker Franziskus-Gymnasiums bereitete. Janine Köster von der Lit.Eifel begrüßte Publikum und den aus Nürnberg stammenden Erfolgsautor, den sie selbst dem Programmbeirat vorgeschlagen hatte.

Der 56-jährige Lehrer, frühere Radiomoderator, Schriftsteller, Theaterautor und Verfasser bestseller-verdächtiger Romane wie zuletzt 2019 „Alte Sorten“ las aus seinem neuesten Werk „Der große Sommer“, einer Hommage an die Jugend, das Verliebtsein ins Leben und die erste Liebe. Es handelt sich um eine ebenso zauberhafte wie vor Sprachwitz und Fabulierkunst sprühende Schilderung ersten Erlebens.

Der erste Sprung, die erste Liebe, das erste Unglück: Die Zeichen auf einen entspannten Sommer stehen schlecht für Hauptdarsteller Frieder, der einige verblüffende Übereinstimmungen mit der Biografie des Verfassers aufweist, der ebenfalls ein schlechter Schüler war, sitzenblieb und mehr oder weniger leidvolle Sommerferien unter Aufsicht des strengen Großvater verbrachte, der ihn für die Nachversetzungsprüfung drillte.

Ewald Arenz ist nicht nur ein bemerkenswerter Autor, sondern auch ein geübter Vorleser. Der Tausendsassa bewährte sich neben der Schriftstellerei auch als Lehrer, Rundfunkmoderator, Familienvater und Altbausanierer. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Ewald Arenz las in Vossenack eine ganze Reihe von Abschnitten seines Romans, die Wesentliches zur Sprache brachten, aber Raum für die eigene gespannte Lektüre ließen. Man lernte den Hauptdarsteller und den Bezug zu den bemerkenswerten Nebenfiguren kennen, vor allem Alma, Johann – und Beate, das Mädchen im flaschengrünen Badeanzug.

Nach einer Pause, in der Ewald Arenz nicht nur Bücher signierte, sondern seinen Fans auch ausgiebig Rede und Antwort stand, gelang es Moderatorin Janine Köster, selbst Lehrerin am Vossenacker Franziskaner-Gymnasium, die Lesegemeinde noch einmal zu einer Frage-Antwort-Runde zu versammeln.

Da war der Autor im Element und gewährte Einblick nicht nur in seinen nach und nach erweiterten Altbau und den Alltag als Englischlehrer, sondern auch in das Aufwachsen in kinderreicher Familie, seine Jugend, die erste Liebe und seine gescheiterte Ehe.

Immerhin gab der Autor dem ausgesprochen wissbegierigen und vorwiegend weiblichen Publikum auch einiges über den Beruf des Schriftstellers preis, etwa wie seine „Plots“ (Handlungspläne, inneres „Drehbuch“) mühsam entstehen, sich entwickeln und mitunter auch verselbständigen. „Ein anderes Mal ist die Geschichte von Anfang bis Ende in meinem Kopf“, so Arenz, da gibt es offenbar aber kein Patentrezept.

Weit weg von Millionengagen

Kann man mit Büchern reich werden? Einige wenige Autoren schaffen das – andere, wie Ewald Arenz, haben nebenher einen „Ernährungsberuf“, können sich sogar leisten, in Teilzeit zu arbeiten, und leben trotzdem ganz gut dabei, wegen der zweiten oft lebenslang sprudelnden Quelle seiner Urheberrechte.

An einem Zehn-Euro-Taschenbuch verdient der Autor gleichwohl vielleicht nur 80 Cent, ein Hardcover-Roman bringe 1,20 Euro ein, so Ewald Arenz: Für eine Verfilmung gebe es in Deutschland vielleicht 15.000 Euro – alles weit weg von den Millionen-Dollar-Gagen Hollywoods…

Schreiben tut Ewald Arenz vorwiegend an den Wochenenden und in den Ferien, manchmal auch auf langen Zugfahrten. An denen mangelt es ihm nicht auf seinen Leseeinsätzen in der ganzen Bundesrepublik. Mitunter ist es schwierig, wochentags Morgens vor die Klasse zu treten, wenn man in einer entfernten Stadt nachts um 2 Uhr in den Zug gestiegen ist…

Alles war an diesem langen Abend offen und schonungslos ehrlich, wie es den Anschein hatte – nur eins mochte mancher dem Autor nicht abnehmen: Dass er nie eines seiner Bücher ein zweites Mal gelesen habe. Dass ihm Inhalt und literarische Verarbeitung manchmal sogar „peinlich“ seien, wenn er die Lichtfahnen vor Drucklegung vom Verlag noch einmal zur Kontrolle vorgelegt bekomme.

„Der große Sommer“, so die übereinstimmende Meinung vieler Kritiker und seiner Fans sowieso, ist ein ganz großes Stück neuer deutscher Erzählkunst. Es liest sich so leicht, als wäre man selbst noch in dem Alter seiner Protagonisten. In diesen Sommerwochen erlebt Frieder Freundschaft und Angst, Respekt und Vertrauen, Liebe und Tod. Ein großer Sommer, der sein ganzes Leben prägen wird. „Hellsichtig, klug und stets beglückend erzählt“, so der DuMont-Buchverlag.

pp/Agentur ProfiPress

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