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„Ein wirklich guter Betrieb“

Dietmar Altenburg stellte im Stadtrat Gutachten zur Eifel-Therme Zikkurat vor und hat reichlich lobende Worte für den Mechernicher Schwimmbadbetrieb – Geschäftsführer Thomas Hambach und Betriebsleiter Christian Klein bleiben weiterhin an der Spitze des Betriebes

Mechernich/Firmenich – Dietmar Altenburg ist ein Mann klarer Worte. „Ich bin hier nicht der Zuckerstreuer“, stellte er eingangs fest. Er präsentierte im Stadtrat die Ergebnisse aus dem Gutachten der Altenburg-Unternehmensberatung zur Eifel-Therme Zikkurat in Firmenich. Sie hatten den Betrieb unter die Lupe genommen.

Die Eifel-Therme, deren Betriebsleiter Christian Klein und Geschäftsführer Thomas Hambach waren in den zurückliegenden Monaten öffentlich in die Kritik geraten. Das kann der Gutachter nicht nachvollziehen: „Seien Sie stolz, dass sie hier in Mechernich mit der Eifel-Therme so gut dastehen“, sagte er an das Plenum gewandt. Und: „Es ist in der Summe ein wirklich guter Betrieb.“

Dietmar Altenburg präsentierte im Stadtrat das Gutachten zur Eifel-Therme Zikkurat. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Der geschäftsführende Gesellschafter kennt sich in der Branche aus. Seine Unternehmensgruppe, die nach eigenen Angaben die Nummer eins in der Branche ist, betreue seit 25 Jahren kommunale Bäderbetriebe in Deutschland und im europäischen Ausland. Sie berate zurzeit rund 50 Städte, darunter auch Berlin, Düsseldorf und Köln. Dabei gehe es um die Etablierung neuer Betriebe oder Optimierung von Bestandsbetrieben. Zur Eifel-Therme hatte die Unternehmensgruppe 2012 schon mal ein Wettbewerbs-Gutachten erstellt, um die damalige Wettbewerbssituation zu beleuchten.

Für den Mechernicher Betrieb hatte der Experte am Dienstagabend reichlich lobende Wort. Zusammengefasst hob er vor allem die „hervorragenden betriebswirtschaftlichen Werte“ und „gute Marktposition“ sowie „ausgezeichnete Besucherzahlen“ hervor.

„Super aufgestellt“

Die 16 Jahre alte Therme sei „super aufgestellt“, das Betriebsergebnis spreche für sich. Als außergewöhnlich für die Branche bezeichnet Altenburg die steigenden Besucherzahlen. Die waren nämlich stetig gestiegen: von 218.000 (2012) auf 234.000 (2019). Altenburg zog davor den Hut: „Da kann ich nur sagen: Chapeau!“

Für eine Kommune dieser Größenordnung mit einer ländlichen Positionierung sei das ein „sehr guter Wert“. Denn normalerweise verlören die Bäderbetriebe nach dem Start im Laufe der Zeit rund vier bis fünf, bei großem Wettbewerb im Umfeld sogar bis zu sieben Prozent Besucher pro Jahr – in Mechernich nicht.

Sowieso, die Akzeptanz in der Bevölkerung sei „hervorragend“. Das liest er aus den Zahlen heraus, die konstant über der Marke der 200.000 Besucher liege. In der Preispolitik sei man sicherlich „konservativ“ geblieben und somit „günstig“ und „sozial“. Die „Flatrate“ als Preisangebot des Wettbewerbers in Rheinbach zeige, dass der Markt hart umkämpft ist. Erfreulich sei auch, dass Megatrends der Branche, zum Beispiel etwas für die Gesundheit zu tun, sich im Kursangebot widerspiegelten.

Der Mechernicher Betrieb sei für die Zukunft gut aufgestellt, konstatiert das Gutachten. Mitarbeiter sollten mehr mit ins Boot genommen werden. Foto: Archiv/pp/Agentur ProfiPress

Das Schwimmbad habe trotz seines fortgeschrittenen Alters immer noch eine attraktive und moderne Außenansicht behalten, konstatierte Altenburg. Mit dem Angebot und den Schwimmbereichen locke man zwar nicht aus „allen Ecken der Republik“ aber man erreiche eine „gute breite Zielgruppenansprache“ in der Region.

Strukturelle Schwachstellen

Dietmar Altenburg wies in seinem Fazit gleichzeitig aber auch auf organisatorische und strukturelle Schwachstellen hin, denen man sich seitens der Leitung annehmen müsse, auch, um Unruhen, wie sie in der Vergangenheit im Mitarbeiterstamm aufgetreten waren, zu vermeiden. Die interne Kommunikation sei definitiv ein Schwachpunkt in der Vergangenheit gewesen, merkte er an. Die Mitarbeiter sollten mehr mit ins Boot genommen werden.

Einen Seiteneinsteiger an der Spitze, wie Klein es ist, sei durchaus üblich. In Bädern seien heutzutage häufiger Quereinsteiger in leitenden Positionen zu finden und machten dort einen guten Job, so Altenburg.

Der Unternehmensberater riet Hambach und Klein zu regelmäßigen Mitarbeitergesprächen, interne News-Mails und Teambuilding-Maßnahmen, damit das Team entsprechend zusammenwachse. „Da müssen Sie sich richtig bemühen“, stellte er fest. Auch geschlechtergetrennte Sozialräume sei ein „Muss“. Die Trennung der Gastronomie auf zwei Standorte im Haus sei ein „Pferdefuß“, denn dafür müsste doppeltes Personal vorgehalten werden.

Das alles seien aber keine Aspekte, die dazu geführt hätten, dass der Betrieb in irgendeiner Form in Schieflage wäre, sondern eher als „Optimierungsvorschläge“ zu verstehen, um sich mittelfristig noch besser zu positionieren, betonte Altenburg. Weiterentwickeln, mit Blick auf die Zukunft, laute die Devise. „Das werden wir konkret angehen“, sagte Hambach auf Nachfrage.

Er und Klein werden auch in Zukunft an der Spitze des Schwimmbads stehen. Der Antrag von FDP und Grüne, statt dem Duo zukünftig einen externen Leiter für die Funktion des Geschäftsführers und des Betriebsleiters zu bestellen, war im nicht-öffentlichen Teil mehrheitlich abgelehnt worden.  

Die Anzeige einer Mitarbeiterin, die im März bei der Staatsanwaltschaft gegen Christian Klein wegen sexueller Nötigung eingereicht worden war, sei bereits zurückgezogen, teilte Hambach außerdem mit.

„Richten Sie Ihren Blick nach vorn“, riet auch Altenburg an den Rat gewandt. Man habe dafür beste Voraussetzungen mit einem auch personell gut aufgestellten Betrieb.

pp/Agentur ProfiPress

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