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„Ein Teil mit Traditionscharakter“

Erinnerungstafel nach fast 40 Jahren zurück bei der St. Barbara-Bruderschaft – Rückgabe wegen Auflösung der Offizier- und Unteroffizierheimgesellschaft Mechernich – Schaufenster in der Bahnstraße erinnert an Bergbau

Mechernich – In der Bahnstraße erinnert ein Schaufenster der St. Barbara-Bruderschaft an die Zeit, in der der Bergbau das Leben und Arbeiten in der Region prägte. Ein besonderer Hingucker ist die 40 Kilogramm schwere, gusseiserne Erinnerungstafel, die ursprünglich im Sommer 1981 von der Bruderschaft an das damalige Luftwaffenversorgungsregiment 8 der Bundeswehr übergeben wurde.

Mit der Rückgabe der Erinnerungsplatte bekam nun das Erinnerungs-Schaufenster der St. Barbara-Bruderschaft in der Mechernicher Bahnstraße einen besonderen Hingucker. Darüber freuen sich Klaus Nelles (l.), Vorsitzender der St. Barbara-Bruderschaft, und deren zweiter Vorsitzende, Helmut Gräfe. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Jetzt ging die Erinnerungsplatte wieder in den Besitz der St. Barbara-Bruderschaft über, da die Offizier- und Unteroffizierheimgesellschaft (OHG/UHG) Mechernich, in deren Räumlichkeiten die Tafel sich zuletzt befand, nun aufgelöst wird. Mit der Vereinsauflösung müssen eben auch Einrichtung und Inventar veräußert oder gar entsorgt werden. „Die Erinnerungstafel ist ein Teil mit Traditionscharakter, das möchten wir dorthin geben, wo es erhalten bleibt“, sagt Hauptfeldwebel Thoralf Eckert, Vorsitzender der OHG/UHG Mechernich.

Die Idee für die Rückgabe hatten der mit der Abwicklung beauftragte Oberstabsfeldwebel Gregor Netuschil und der ehemalige Vorsitzende der OHG/UHG, Oberstleutnant Dirk Reinartz. In der Bleibergkaserne nahm Klaus Nelles, Vorsitzender der St. Barbara-Bruderschaft, die Gedenktafeln in Empfang.

Oberstabsfeldwebel Gregor Netuschil (links) und Klaus Nelles, erster Vorsitzender der St. Barbara-Bruderschaft, bei der Rückgabe der Erinnerungstafel. Foto: Helmut Gräfe/pp/Agentur ProfiPress

Am 10. Juni 1981 wurde die Bergmanns-Erinnerungsplatte zur Erinnerung an den früheren Bleierzbergbau in einer Feierstunde von der St. Barbara-Bruderschaft an das Luftwaffenversorgungsregiment 8 überreicht. Dabei stand die Verbundenheit der Bruderschaft, die sich um die Fortsetzung des Bergmanns-Brauchtums bemühte, und ihrer Nachfolger untertage, der Bundeswehr, im Fokus der Festredner. So wenden sich beide an die gleiche himmlische Fürsprecherin – ihre Schutzpatronin, die heilige Barbara.

Ein Bildnis der Schutzheiligen ziert die Erinnerungsplatte, ebenso wie die Inschrift „Heilige Barbara, schütze alle, die hier tätig sind.“ Des Weiteren lautet die Inschrift: „Kelten und Römer betrieben hier schon Bleierzbau. Nachfolger in späteren Jahrhunderten: Bleibergwerk Mechernich (GMW). Geschlossen am 31.12.1957. Dann von der Bundeswehr übernommen.“

Die gusseiserne, 40 Kilogramm schwere Erinnerungstafel zeigt ein Relief der heiligen Barbara und trägt die Inschrift: „Kelten und Römer betrieben hier schon Bleierzbau. Nachfolger in späteren Jahrhunderten: Bleibergwerk Mechernich (GMW). Geschlossen am 31.12.1957. Dann von der Bundeswehr übernommen.“ Foto: Helmut Gräfe/pp/Agentur ProfiPress

Die Übergabe fand damals im Unteroffizierheim statt. Das sogenannte „Uffz-Heim“ oder Casino dient seit 2016 als Unterkunft für Flüchtlinge, drei Viertel des Gebäudes waren aber schon vor dem entsprechenden Umbau des Gebäudes von der Bundeswehr stillgelegt worden, weil die Vorgaben für den Brandschutz nicht mehr erfüllt waren. In der Folge bestand der Verein größtenteils nur noch auf dem Papier. Mit einstimmigem Beschluss auf der Mitgliederversammlung im Januar 2019 wurde schließlich die Auflösung beschlossen.

Mit der Rückgabe der Erinnerungsplatte bekam nun das Erinnerungs-Schaufenster der St. Barbara-Bruderschaft in der Mechernicher Bahnstraße einen besonderen Hingucker. Im Andenken an den Bergbau in der Region zeigt das Schaufenster unter anderem Fotografien aus dem alten Bergwerk oder ein Modell des Malakow-Turms.

pp/Agentur ProfiPress

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