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Ein Pavillon fürs ganze Jahr

Statt ausgefallener Lückerather Kinderkirmes: Dorfgemeinschaft errichtet neben dem generalüberholten neuen Kinderspielplatz einen „Mehrgenerationenplatz“

Mechernich-Lückerath – An drei Augustsamstagen errichtete die Dorfgemeinschaft Lückerather um Manni Kesternich einen ansehnlichen Holzpavillon an der Schoßbachbrücke mitten im Dorf. Und zwar unmittelbar neben dem vom städtischen Bauhof für 50.000 Euro generalüberholten Kinderspielplatz.

Das Rohbaugerüst steht. Die Dorfgemeinschaft Lückerath errichtete an drei Augustsamstagen einen Mehrzweckpavillon an der Schoßbachbrücke mitten im Dorf, der allen Generationen und bei vielen Veranstaltungen im Dorf als Theke, Pizzabude, Infopunkt und Grillhütte dienen kann. Vorne rechts Manfred Kesternich, der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft e.V. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Der hölzerne Pavillon soll der Dorfgemeinschaft das ganze Jahr über und zu den unterschiedlichsten Zwecken dienen. „Zum Beispiel als Bierstand für die Mainacht, Infozentrale des Traktorentreffens oder  Pizzastand während der legendären Lückerather Kinderkirmes, die 2020 allerdings Covid-19-bedingt ausfällt“, so Kesternich zum Mechernicher „Bürgerbrief“.

Normalerweise bauen die Junggesellen und Männer der Dorfgemeinschaft etwa zwei Wochen vor dem großen Fest alle Buden und Attraktionen auf. „Diese Zeit wollen wir in diesem Jahr nutzen, um den Platz um den neuen Pavillon zu pflastern und herzurichten“, sagte Manfred Kesternich, der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Lückerath, während der Arbeiten am Samstag.

„Mutterboden-Spende“

Platz und Pavillon neben dem Spielplatz sollen ein „Mehrgenerationenplatz“ werden, so Markus Leinen, Carsten Rang, Alexander Bloch, Matthias, Andreas und Michael Pünder, Niklas Hoss, Maximilian Münster, Manfred, Michael und Matthias Kesternich, die am Samstag beim Reporterbesuch an der Baustelle zu Werk gingen.

Die Kinderspielplatzsanierung war erforderlich geworden, weil im Zuge der Bleidiskussion am Mechernicher Bleiberg neue Messungen durchgeführt worden waren. Dabei stieß die Stadtverwaltung zur allgemeinen Überraschung neben geogenem Blei auf eine partiell erhöhte Arsen-Konzentration, vermutlich Folge einer „Mutterboden“-Spende aus Fabrikumgebung, als der Spielplatz vor über 20 Jahren angelegt worden war.

Die Stadt nutzte den Bodenaustausch am Schoßbach und überholte den Spielplatz komplett. Es wurden neue Spielgeräte aufgestellt, das Areal wurde mit einem nahtlosen Fallschutzbelag überzogen und komplett eingezäunt.

Passt, wackelt und hat Luft: Freiwillige Mitarbeiter der Dorfgemeinschaft Lückerath bei der Arbeit, v.r. Michael Pünder, Niklas Hoss, Carsten Rang, Maximilian Münster, Matthias Kesternich, Alexander Bloch, Michael Kesternich, Markus Leinen und Manfred Kesternich. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Der Spielplatz in Lückerath gehört zu den über 40 Spielplätzen im Stadtgebiet, die im Kielwasser der 2018 neu entfachten Bleidebatte saniert werden müssen. Der Bleigehalt lag in Lückerath mit bis zu 4910 Milligramm pro Kilogramm deutlich über dem Richtwert der Bodenschutzverordnung von 200 Milligramm und an zweiter Stelle im Ranking der bleibelasteten Spielplätze im Stadtgebiet.

Den Großteil der Arbeiten hat der städtische Bauhof übernommen. Der städtische Grünflächeningenieur Christof Marx berichtet: „Wir sind froh, dass wir, wenn wir schnell agieren wollen, immer auf unseren städtischen Bauhof und dessen Mitarbeiter zählen können.“ 

Stadt tut mehr

Zügig soll es nun weitergehen mit der Sanierung weiterer Spielplätze. Insgesamt waren 63 Kinderspielplätze auf Blei untersucht worden. Gutachterin Monika Machtolf hatte bei der Präsentation des Blei-Gutachtens deutlich darauf hingewiesen: „Eine akute Gefährdung durch Blei ist nicht gegeben.“  Die Stadt hat dennoch bereits angekündigt, dass alle belasteten Kindergarten-Spielplätze saniert werden.

Dorfgemeinschaftsvorsitzender Manfred Kesternich sagte dem „Bürgerbrief“, der Bau des Pavillons und des Mehrgenerationenplatzes seien auch ohne die Spielplatzsanierung geplant gewesen. Wegen der städtischen Investition und der ausgefallenen Kinderkirmes 2020 habe man die Maßnahmen jetzt lediglich vorgezogen. Die Kosten trägt die Dorfgemeinschaft zu hundert Prozent selbst.   

pp/Agentur ProfiPress

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