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Ein großer Tag für die Kinder

Bei strahlendem Sonnenschein wurde der neue Spielplatz seiner Bestimmung übergeben – Eltern hatten mit angepackt – Stiftung als Sponsor – Ortsvorsteher Hans Reiff: „Ein gelungenes Werk“

Kall-Dottel – Die Sonne lachte am Samstagmorgen mit den Kindern und deren Eltern um die Wette, als der neue Kinderspielplatz in Dottel von Ortsvorsteher Hans Reiff und Bürgermeister Hermann-Josef Esser offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde. Für die Dorfgemeinschaft war das ein besonderer Tag, denn sie hatte den Spielplatz mit großer finanzieller Hilfe der Marga-und-Walter-Boll-Stiftung in Eigenleistung errichtet.

Mit der Durchtrennung des Absperrbandes übergaben Stiftungsvorsitzender Hartmut Anders, Ortsvorsteher Hans Reiff Bürgermeister Hermann-Josef Esser und Bürgervereinsvorsitzende Friede Röcher (von links) den neuen Spielplatz seiner Bestimmung. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

„Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, waren sich alle Einweihungsgäste einig. Bürgermeister Hermann-Josef Esser hatte eigens seine Arbeit im heimischen Garten unterbrochen, um der Einweihung beiwohnen zu können. So erschien er dann auch im Arbeitsanzug, um das Eröffnungs-Band mit zu durchtrennen und den Dotteler Bauleuten zu danken.

Bürgermeister Hermann-Josef Esser hatte zu Hause seine Gartenarbeit unterbrochen und kam im Arbeitsanzug nach Dottel, um mit den Kindern den neuen Spielplatz einzuweihen. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Esser war begeistert von dem schattigen Standort des Spielplatzes in Waldnähe am Ortsrand. Ohne die Mitarbeit der Eltern wäre die Anlegung eines solchen Platzes nicht möglich gewesen. In der Eigenleistung der Dotteler sah der Bürgermeister auch den Vorteil, dass die Eltern auf ihren selbst geschaffenen Spielplatz aufpassen.

Kinder, Eltern und Sponsoren freuten sich über die tolle Ausstattung des Dotteler Kinderspielplatzes. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Ortsvorsteher Hans Reiff, Initiator des Spielplatzbaus, dankte allen Helfern und Unterstützern. Erst sie hätten das Projekt Kinderspielplatz mit ihren Eigenleistungen ermöglicht; auch wenn die Fertigstellung etwas länger gedauert habe. Reiff bedankte sich besonders bei der Marga-und-Walter-Boll-Stiftung, deren Vorstandsvorsitzender Hartmut Anders aus Zülpich bei der Übergabe anwesend war. Reiff und Anders kennen sich seit längerer Zeit, sodass der Ortsvorsteher seinen Bekannten um Unterstützung bat.

Offene Ohren

Bei der Stiftung, so Reiff, sei er mit seiner Bitte um Unterstützung sofort auf offene Ohren gestoßen. Die Stiftung habe das große Spielgerät sowie zwei Fußballtore finanziert, die Gemeinde habe den Platz mit einem mobilen Netz-Zaun gesichert und die Vorarbeiten für die Installation der Spielgeräte ausgeführt. Auch die örtliche Tiefbaufirma Hilger habe die Spielplatzbauer bei der Herrichtung des Platzes unterstützt.

Bei der Übergabe des Spielplatzes von links: Bürgervereinsvorsitzende Friede Röcher, Ortsvorsteher Hans Reiff und Stiftungsvorstand Hartmut Anders. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Vorstandsvorsitzender Hartmut Anders gab einige kurze Erklärungen zu der Kerpener Stiftung, die 1995 von der Witwe Marga Boll, der Frau des bereits früh verstorbenen Walter Boll gegründet wurde. Boll war 1950 Mitbegründer der heute weltweit vertretenen Boll & Kirch Filterbau GmbH mit 700 Mitarbeitern in Deutschland. Die Unternehmensstiftung fördere zahlreiche soziale Projekte wobei man besonderen Wert auf Nachhaltigkeit  lege, so Anders. In Dottel sei das Geld gut angelegt. Reiff bedankte sich bei Anders mit einem edlen Tropfen Wein.

Väter spielten direkt nach der Übergabe auf dem Bolzplatz mit ihren Kindern Fußball. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Um die weitere Zukunft des Spielplatzes wird sich der Bürgerverein kümmern, wie dessen Vorsitzende Friede Röcher versicherte. Der Verein werde sich einsetzen, damit die Initiative der Eltern weiterlebe. Die hätten schon viele Ideen für eine weitere Gestaltung. In Dottel lebten vier Generationen. Zehn Prozent der Kinder seien unter 14 Jahren, ein Drittel aller Einwohner aber schon älter als 60 Jahre. Die älteren Dotteler freuten sich schon, mit ihren Enkelkindern zum Spielplatz gehen zu können. Es sei auch schon die Frage aufgekommen, ob man nicht für die Senioren ein Trimm-Dich-Gerät installieren könne.

Hans Reiff sieht den neuen Platz und dessen weitere Entwicklung beim Bürgerverein und den Eltern gut aufgehoben: „Dem Engagement der Dorfgemeinschaft stehen jetzt Tür und Tor offen.“

pp/Agentur ProfiPress

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