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Ein Festival nicht nur für Musikkenner

In Kommern und Strempt findet von Donnerstag bis Samstag, 22. bis 24. August, die zweite Auflage des „Eifel Musik & Kunst Fest“ statt – Stephan Brings und Markus Stockhausen sind Mitwirkende an den drei Tagen

Mechernich – Hier Stephan Brings, Bassist der Kölsch-Rockband, die auch und besonders im Karneval Erfolge feiert. Auf der anderen Seite Markus Stockhausen, Sohn des Komponistengenies Karlheinz Stockhausen und selbst ein preisgekrönter Jazzmusiker. Dazwischen: Klassische Musik von Vivaldi und Haydn, moderne Musik von Nono. Und über allem schweben die Stille, die Zahl Sieben in ihrer Vielzahl von Bedeutungen – und die Eifel.

Denn dort leben der Cellist Matthias Diener und die Geigerin Ava Rebekah Rahman, genauer gesagt in Strempt. Die beiden bilden das Aditya Duo – und haben Eifel Musik & Kunst Fest 2015 aus der Taufe gehoben. Zwei Jahre später fand die Erstauflage statt.

Die Musiker Matthias Diener und Ava Rebekah Rahman (5. und 6.v.l.) stellten mit Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (3.v.l.) und Dezernent Ralf Claßen (3.v.r.) sowie den Sponsoren und Unterstützern das „Eifel Musik & Kunst Fest“ vor. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Von Donnerstag, 22., bis Samstag, 24. August, steht nun in Kommern und Strempt die zweite Auflage an. Und die ist, man betrachte den Eingangsabsatz, durchaus ambitioniert. „Die sieben Schleier der Musik: Von der Stille zum Klang“ ist das Festival überschrieben. Weitere sechs Ausgaben sind denkbar, sofern sich Unterstützer finden. „Wir wollen eine lange Serie starten“, sagt Matthias Diener.

Mehr als nur Abendkonzerte

An den drei Tagen im August wird den Besuchern des Musikfestivals eine gewaltige musikalische Spannbreite geboten – und das nicht nur bei den drei Abendkonzerten, bei denen im Nachgang auch Gespräche mit den Musikern möglich sein sollen. Zwei Matinees mit Konzerten und Vorträgen am Freitag und Samstag bieten die Vertiefung mit dem Thema. Vor den Abendkonzerten gibt es einen „Pre Concert Talk“, also Gespräche über den Hintergrund der Musik, die später zu hören sein wird, und in die die Veranstalter trotz der Ferien gerne auch Schüler einbinden würden.

„Wir bringen viele Genres zusammen, wollen die musikalischen Grenzen durchbrechen und zeigen, wie Musik als Verbindung aus der Stille heraus entsteht“, berichtet Ava Rebekah Rahman, die das Programm zusammengestellt hat, während der Programmvorstellung im Sitzungssaal des Mechernicher Rathauses auf Englisch und ist damit ein Bindeglied zwischen ihrer neuen Heimat in der Eifel und der Internationalität ihrer englisch-indischen Herkunft. „Das Ziel ist es, Musik neu zu erleben“, so Matthias Diener.

Dass das kein bloßes Versprechen ist, zeigten das Aditya Duo, Stephan Brings und der Tabla-Spieler Debasish Bhattacharjee beim Mechernicher Brunnenfest im vergangenen Jahr. Es war so etwas wie die öffentliche Generalprobe, ein Wegweiser für das Festival in diesem Jahr. Brings-Songs treffen auf Weltmusik und Klassik. Im Gegenzug wird Stephan Brings losgelassen auf Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Und westliche Klänge zeigen, dass sie eine wunderbare Symbiose mit indischer Musik eingehen können.

Probelauf beim Brunnenfest im Herbst 2018: Ava Rebekah Rahman (v.l.), Debasish Bhattacharjee, Stephan Brings und Matthias Diener demonstrierten, dass man Brings-Hits, Vivaldi und indischer Rhythmen gut miteinander kombinieren kann. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Eine Mischung, die funktioniert hat und die am Auftakttag, der unter dem Motto „Die Wirkung von Musik“ steht, ab 20 Uhr in der Bürgerhalle Kommern zu hören ist. Neben den Genannten sind auch die restlichen Musiker des Festivals mit von der Partie: Markus Stockhausen, Kaustav Majumber (Sitar), der Komponist und Pianist Melo Mafali und Isabella Leifsdóttir. Zuvor, ab 18 Uhr, wird das Festival mit einer Gesprächsrunde zum Festivalprogramm eröffnet.

„Von der Stille zum Klang“ heißt es am zweiten Tag, der in St. Rochus Strempt stattfindet. Um 11 Uhr beginnt die Matinee mit Musik von Markus Stockhausen und Meditation und Spiritualität von Aisha Salem. Ab 20 Uhr wird Luigi Nonos „Stille – an Diotima“ vom Minguet Quartett, Markus Stockhausen und Tara Bouman interpretiert.

Interpretationen der sieben letzten Worte

„Von null zu eins“ heißt es am Abschlusstag, wieder in der Bürgerhalle Kommern. In der Matinee um 11 Uhr stehen die „Sieben letzten Worte des Erlösers am Kreuz“ im Mittelpunkt. Diakon Manfred Lang wird sie, musikalisch umrahmt, interpretieren. Das gleichnamige musikalische Werk Joseph Haydns wird ab 18.30 Uhr vom Minguet Quartett gespielt, die musikalische Interpretation der sieben Worte erfolgt durch alle Festivalmusiker.

Im Anschluss, etwa ab 21 Uhr, findet ein Abschlussessen mit den Künstlern statt, zu dem man sich separat bis Ende Juli anmelden muss. Karten gibt es unter anderem auf der Internetseite www.eifelmusik.org. Buchbar sind Karten für einzelne Veranstaltungen, für den Tag oder für das gesamte Festival.

„Weitere Auflagen des Festivals sind wünschenswert“, meinte Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick. Mit der dreitägigen Veranstaltung werde Überzeugungsarbeit in Sachen Klassik geleistet. Besonders stolz ist er, dass mit Matthias Diener, Ava Rebekah Rahman, Stephan Brings und Manfred Lang Mitwirkende direkt im Stadtgebiet wohnen. „Künstler aus der Region machen etwas für die Region mit Sponsoren aus der Region“, formulierte es der städtische Dezernent Ralf Claßen.

Dass das kleine Festival in Mechernich und das spannende Repertoire Aufsehen erregen, hat Matthias Diener bei einem Fernsehinterview im Rahmen einer US-Tournee festgestellt. „Da fragt mich die Reporterin doch tatsächlich über das Festival aus“, berichtete der in Strempt lebende Musiker. Das Festival veranstaltet er mit dem Verein Eifel Musik und Kunst auch aus Liebe zur Region. „Die Eifel macht sich auf. Junge Familien ziehen hier her, Touristen wollen die Natur erleben, Kultur gehört einfach dazu“, sagte Diener.

pp/Agentur ProfiPress

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