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Ein Dorfgemeinschaftshaus für Glehn

Auch andere Dörfer und deren Vereine sollen das Gebäude nutzen –  Bau wird zu 90 Prozent über Städtebaufördermittel finanziert werden – Standort im Bereich des Sportplatzes – Möglicherweise guter „Prototyp“ für weitere Teile des Stadtgebiets

Mechernich-Glehn – Glehn bekommt ein Dorfgemeinschaftshaus, um dem dortigen regen Vereinsleben eine Zukunftsperspektive zu geben.

Glehn hat ein reges Vereinsleben, aber kein Dorfgemeinschaftshaus. Das soll nun anders werden. Der Bau, der im Bereich des Sportplatzes errichtet werden soll, soll auch von benachbarten Dörfern und deren Vereine genutzt werden können. Luftbild: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die Stadt hat die Idee von Beginn an unterstützt und bei der Finanzierung über Landesmittel nicht lockergelassen. Denn zunächst war der Förderantrag, den die Stadt im Städtebauförderprogramm 2020 gestellt hatte, abgelehnt worden. Das Vorhaben wird nun aber doch mit 90 Prozent aus dem Topf der Städtebauförderung des Landes finanziert. Der Stadtentwicklungsausschuss stimmte den Plänen einstimmig zu.

Das Architekturbüro Murk aus Kommern entwickelte ein erstes architektonisches Konzept auf Grundlage der örtlichen Ideen und Nutzungsansprüche. Daran haben auch Vertreter des Ortes mitgewirkt. Vorgesehen ist ein Dorfgemeinschaftshaus mit 375 Quadratmetern Nutzfläche zuzüglich eines überdachten Außenbereichs.

Als Standort kommt der Bereich des Sportplatzes in Frage. Wo genau der Bau platziert wird, muss noch festgelegt werden. Das Gebäude soll mit seinen „offenen“ Seiten ortsabgewandt zur freien Landschaft hin orientiert werden, um Immissionskonflikte mit Nachbarn erst gar nicht aufkommen zu lassen.  

Keine Alternativen mehr

Glehn verfügt über keine Alternativen in Sachen Dorfgemeinschaftshaus – zumindest jetzt nicht mehr. Früher hat die einstige Gaststätte „Gasthof zur Alten Post“ und dem dazugehörigen Dorfsaal eine Heimat für die Vereine geboten. Diese wurde aber dann vor zwei Jahren geschlossen und verkauft. Inzwischen sind daraus Wohnungen entstanden. Die Glehner standen vor dem Nichts und die Vereine vor der Tür.

Die Entwurfsskizze zeigt, wie das Dorfgemeinschaftshaus aussehen könnte. Skizze: Architekturbüro Murk/Stadt Mechernich/pp/Agentur ProfiPress

Von dem Dorfgemeinschaftshaus könnten auch andere Dörfer und Vereine profitieren. Denn maßgeblich für den Erfolg des Zuschusses war die Idee, dass nicht nur Glehner das Haus nutzen können und sollen. „Das Dorfgemeinschaftshaus in Glehn, aber nicht nur für Glehn“, lautet das Credo. Dazu werden nun konkrete Gespräche mit umliegenden Vereinen und Orten geführt werden, kündigte Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick im Stadtentwicklungsausschuss an.

Glehn gehört zu den Dörfern mit einem besonders intakten und üppigen Vereinsleben. Angefangen beim Musikverein „Waldlust“, Theaterverein „Eintracht“ und Karnevalsverein „Äzebälleg“, Junggesellenverein, SG Rotbachtal, Renette Verein zur Erhaltung von Streuobstwiesen, die freiwillige Feuerwehr und weiter Gruppen wie Seniorenkreis, Kegelclub. Kurse für Freizeit- und Sportangebote wie Kinderturnen, Yoga, Entspannungskurse. Aber auch für gemeinschaftliche Feste und Veranstaltungen werden dringend Räumlichkeiten benötigt.

Rund 900.000 Euro

Die kalkulierten Kosten für den Glehner Neubau liegen bei rund 900.000 Euro. Das wäre jedoch weder mit der Eigenleistung der Vereine noch haushalterisch von der Stadt zu stemmen gewesen. Deshalb stellte die Stadt Mechernich einen Antrag auf Zuschüsse der Städtebauförderung NRW „Soziale Integration im Quartier“. Die erste Anfrage blieb jedoch ohne Erfolg.

Erst in einem zweiten Versuch, in einer Art „Nachrückverfahren“ wurde das Vorhaben in die Städtebauförderung 2020 aufgenommen. Damit werden 90 Prozent der förderfähigen Kosten, das entspricht 786.000 Euro, übernommen. Der Eigenanteil der Stadt beträgt rund 90.000 Euro, die im Haushalt 2021 eingeplant werden sollen.  

Glehn gehört zu den Dörfern mit einem besonders intakten und aktiven Vereinsleben, hier der Musikverein „Waldlust“. Foto: Archiv/pp/Agentur ProfiPress

Letztlich könnte das Dorfgemeinschaftshaus in Glehn damit nicht nur baulich und funktional, sondern auch mit seiner überdörflichen Bedeutung sogar ein „Prototyp“ für andere Teile des Stadtgebiets werden. Vor allem dort, wo bestehende Gebäude von der Gemeinschaft nicht mehr unterhalten oder nur noch mit viel Aufwand saniert werden können.

Auch mit der geplanten Erweiterung der Dorfgemeinschaftshäuser in Firmenich-Obergartzem und Bergheim geht es außerdem weiter voran. Die ersten Entwürfe sind bereits mit den Ortskartellen abgestimmt. Dr. Hans-Peter Schick: „Da sind wir auch auf einem guten Weg.“ Die Maßnahmen sollen im nächsten Jahr umgesetzt werden.

pp/Agentur ProfiPress

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