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Eifeltroubadour veröffentlicht sein erstes Buch

Unterhaltsame Vorstellung des Romans „Landlust“ – Wahre Geschichte des Widerstandes gegen ein Bordell in Katzvey von 1979 in die heutige Zeit übertragen – Buch ist ab sofort kreisweit im Buchhandel erhältlich

Nettersheim/Mechernich – Mit einem gelungenen Abend präsentierte der Eifeltroubadour Günter Hochgürtel im Literaturhaus in Nettersheim seinen Roman „Landlust“. Rund fünfzig Zuschauer verfolgte die Lesung, in deren Verlauf Hochgürtel auch zur Gitarre griff und einige neue Songs zum Besten gab.

Er habe immer schon Bücher schreiben wollen, gestand Hochgürtel. Doch zugunsten der Musik und des Journalismus habe das immer zurückstehen müssen.

Im Nettersheimer Literaturhaus las Eifeltroubadour Günter Hochgürtel aus seinem jetzt veröffentlichten Debütroman „Landlust“. Foto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

Im Nettersheimer Literaturhaus las Eifeltroubadour Günter Hochgürtel aus seinem jetzt veröffentlichten Debütroman „Landlust“. Foto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

Mit dem Lied über die Liebes-Wohnmobile, die bei Blankenheim an der L 206 auf Kundschaft warten, eröffnete er, thematisch angemessen, den Abend. Etwas nervös sei er, gab er zu, denn er sei es nicht gewohnt, ohne Gitarre auf der Bühne zu stehen.

Anschließend präsentierte er dem Publikum einige Kostproben aus seinem Buch. Darin verarbeitet er eine Episode aus seinem Reporterleben, im Laufe dessen er 37 Jahre als Tageszeitungsredakteur durch die Eifel unterwegs war. Im Jahr 1979 siedelte sich im zum Stadtgebiet Mechernich gehörenden Ort Katzvey ein Bordell an, nicht wirklich zur Freude der Anwohner. Wilhelm Mausbach, der damals einer der Wortführer der Widerständler war, kam als Zeitzeuge zu Wort. Zwei Aktenordner mit Zeitungsausschnitten hatte er zu der Lesung mitgebracht.

Auch Hochgürtels Chef, der Euskirchener Redaktionsleiter Christoph Heup (r.), war zur Lesung gekommen, um Redakteur Günter Hochgürtel viel Erfolg zu wünschen. Foto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

Auch Hochgürtels Chef, der Euskirchener Redaktionsleiter Christoph Heup (r.), war zur Lesung gekommen, um Redakteur Günter Hochgürtel viel Erfolg zu wünschen. Foto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

„Die Schlagzeile ‚St. Pauli in Mechernich‘ haben wir uns damals zusammen am Telefon ausgedacht“, erinnerte er sich. Schlimm sei gewesen, dass die Freier damals auf der Suche nach dem Puff in die Vorgärten eingedrungen seien.

Da die damalige Mechernicher Verwaltung keinerlei Anstalten machte, den Katzveyern zu helfen, griffen die Bürger zur Selbsthilfe. Über drei Monate trafen sie sich an der Zufahrt, machten es sich dort gemütlich, notierten Kennzeichen und machten Fotos. „Die waren schnell wieder zurück, nach zehn Minuten, keine Ahnung, was die da gemacht haben“, erinnerte sich Mausbach lachend an die verunsicherte Kundschaft. Ein wunderschöner Sommer sei das gewesen, drei Monate lang fiel kein Tropfen Regen.

Schließlich wurde das Etablissement doch geschlossen, da ein Freier einen der Anwohner mit der Waffe bedroht hatte. Wenig später brannte das Haus ab und wurde, da es im Außenbereich gestanden hatte, auch nie wieder aufgebaut. „Der Brand würde auch einen guten Krimi abgeben“, befand Mausbach.

Als Zeitzeuge war Wilhelm Mausbach aus Katzvey zur Lesung gekommen und erzählte, wie die Bürger seinerzeit gegen das von Günter Hochgürtel in seinem ersten Roman verarbeitete Bordell vorgegangen waren. Foto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

Als Zeitzeuge war Wilhelm Mausbach aus Katzvey zur Lesung gekommen und erzählte, wie die Bürger seinerzeit gegen das von Günter Hochgürtel in seinem ersten Roman verarbeitete Bordell vorgegangen waren. Foto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

Die ganze Geschichte hat Hochgürtel in die Gegenwart übertragen und in dichterischer Freiheit mit pikanten Details gewürzt. Keimzelle des Widerstandes ist bei ihm der Vorstand des Damenturnvereins.

Nettersheims Bürgermeister Wilfried Pracht und Christoph Heup, Hochgürtels Chef in der Zeitungsredaktion, ergriffen das Wort und wünschten dem Buch, das für 8,90 Euro in jeder Buchhandlung im Kreisgebiet zu haben ist, viel Glück.

Zum Abschluss griff Hochgürtel noch einmal zur Gitarre und ließ einige Lieder aus seinem Repertoire erklingen.

pp/Agentur ProfiPress

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