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Eifeler Schüler fotografieren für Maastricht

Mechernicher Gymnasium und Hauptschule Schleiden sind an der Bewerbung Maastrichts als Kulturhauptstadt beteiligt – Der Firmenicher Fotograf Marcus Hofmann realisiert mit den Schülern künstlerische Fotoprojekte 

Stolz waren die Schleidener Hauptschüler, als ihre Arbeiten in Aachen ausgestellt wurden. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Firmenich – Die niederländische Grenzstadt Maastricht will 2018 Kulturhauptstadt werden. Wenn sie es schafft, könnten auch Deutschland und der Kreis Euskirchen beteiligt sein. Denn Maastricht setzt auf eine grenzüberschreitende Bewerbung und hat sich zusammen mit den Städten Aachen, Lüttich, Heerlen, Hasselt und Sittard-Geleen, den drei Provinzen Niederländisch-Limburg, Belgisch-Limburg und Lüttich, der Regio Aachen sowie der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens ins Rennen begeben.

Dank der Initiative des Fotografen Marcus Hofmann sind auch zwei Schulen des Kreises Euskirchen an der grenzüberschreitenden kulturellen Zusammenarbeit beteiligt. Hofmann lebt und arbeitet in Köln und Firmenich und betreibt seit 1995 in der Firmenicher Kultur- und Freizeitfabrik Zikkurat sein Atelier. Er ist einer von fünf Dozenten des auf die Dauer von acht Jahren angelegten Projektes „Klick – wir fotografieren unsere Region, bis wir erwachsen sind“. Mit den Schülern und Lehrern des Mechernicher Gymnasiums und der Hauptschule Schleiden realisiert er künstlerische Fotoprojekte. Die Sechstklässler aus der Eifel zählen zu insgesamt fast 200 jungen Fotografen, die sich für die Kandidatur Maastrichts und der Regio Aachen an dem Projekt beteiligen.

Einen ersten Erfolg konnten sie schon verbuchen: Nach der ersten Ausstellung in Aachen nahmen Maastricht und seine Partner Ende vergangenen Jahres die erste Hürde und kamen in die zweite Runde des Bewerbungsverfahrens.

Der europäische Gedanke, der hinter diesen Arbeiten stand, hat möglicherweise mit den Ausschlag zugunsten Maastrichts und seinen Euregio-Partnern gegeben.  Wie erleben sich Kinder und Jugendliche im neuen vereinten Europa? Welche Bilder haben sie von ihrer Region im Kopf? Das Ergebnis sollte eine künstlerische Reflektion dieser Frage sein.

„In Gesprächsrunden haben wir die Kinder gebeten, sich selbst in ihrer Umgebung zu beschreiben, also auch innerhalb der Grenzen ihres Landes oder Europas“, beschreibt Hofmann die Arbeit mit den Mechernicher Gymnasiasten und den Schleidener Hauptschülern. Später wählten sie Dinge ihrer näheren Umgebung aus, bauten „Sets“ aus den Objekten und fotografierten sie. Dabei setzten sich die Schüler mit aufwendigen Techniken auseinander. Die Fotos wurden digital bearbeitet, auf Platten ausgedruckt und zu dreidimensionalen Würfeln und Quadern verbaut. Oder die Kinder fotografierten einzelne Körperteile, stellten sie digital „frei“ und montieren die Versatzstücke zu neuen surrealen Figuren. Die Fotografien sagen aus, wie sich Zehn- bis Elfjährige innerhalb ihrer Umgebung empfinden.

In Schleiden beschäftigten sich die Kinder vor allem mit Beispielen für Globalisierung und Internationalität in ihrer Umgebung – und wurden fündig.  „Ein Mädchen aus Sri Lanka wählte Spielzeug aus ihrer Heimat und brachte es vor leuchtenden Farben zur Geltung. Ein Schüler brachte ein Modell eines Motorrads und fotografierte es auf einem Tageslicht-Projektor“, so Ulla Milde, Lehrerin der Hauptschule in Schleiden, „natürlich will er selbst mal Motorrad fahren, natürlich auf dem Nürburgring, Motor-Kult ist ein wesentlicher Bestandteil der Kultur dieser Region.“ Eine große „Russische Holzvespe“ samt Behausung hatte eine andere Schülerin als Objekt ausgewählt, weil ihr Vater in einem Sägewerk arbeitet. „Dies steht für den globalen Handel von Gütern und Lebewesen und dem Verwischen des Erlebens von nationalen Grenzen. Für die Kinder ist Internationalität ein üblicher Aspekt ihres täglichen Lebens“, sagt Hofmann.

„Die Dauer des Projekts ist eine Herausforderung“, so der Fotograf weiter. Die Fotoprojekte begannen 2011 und enden 2018. Dies bestätigen auch Sabine Hayn und Eva Deinhard, die beiden Kunstlehrerinnen am Mechernicher Gymnasium. „Das Projekt über mehrere Jahre hinweg aufrecht zu erhalten, ist nicht ganz einfach“, so Deinhard. 

„Für die Schüler, die ihre ersten Ergebnisse im vergangenen Oktober in Aachen in der ehrwürdigen Aula des Karlsgymnasiums ausstellen konnten, ist das Fotoprojekt mit Herrn Hofmann eine große Bereicherung“, bewertet Ulla Milde die Aktion. Hofmann seinerseits lobt das große persönliche Engagement von Ulla Milde und der Schulsozialarbeiterin Monika Bernhart, die beispielsweise für  Foto-Workshops und die Ausstellung viel Zeit investieren würden.

Seine Arbeit mit den Eifeler Schülern für die Bewerbung Maastrichts  wird seitens der „Bleiberger Fabrik“ in  Aachen ausdrücklich gelobt. Der kulturellen Bildungseinrichtung obliegt die künstlerische Leitung des Fotowettbewerbs „Fokus2018“ im Rahmen des Bewerbungskonzeptes.

Hofmann wurde 1965 in Frankfurt am Main geboren und studierte von 1987 bis 1993 an der FHS Köln künstlerische Fotografie und Film bei Prof. Arno Jansen und Prof. Robert van Ackeren (Meisterschüler). Er arbeitet als Werbefotograf und Künstler seit vielen Jahren erfolgreich für verschiedenste Auftraggeber.

pp/Agentur ProfiPress
 
 
 

 

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