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„Eifel sollte gemeinsam auftreten“

Mechernichs Bürgermeister Hans-Peter Schick über die DLG Eifel

„Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele”, das ist der Kerngedanke der genossenschaftlichen Idee in der Dienstleistungsgenossenschaft Eifel eG (DLG Eifel). Warum ist für Sie – vielleicht gerade in dieser Zeit vor dem Hintergrund von Covid 19 – solidarisches Handeln mit Fokus auf die Regionalität, also hier bei uns in der Eifel/im Kreis Euskirchen konkret so wichtig?

Dr. Hans-Peter Schick: Es fehlt heute nicht an Versuchen, die Menschen auseinanderzudividieren. Egoismus, auch Gruppenegoismus, scheint sich seit Jahrzehnten zum allgemein akzeptierten Trend auszuwachsen. Jeder für sich und gegen andere, das geht nicht. Da ist es wichtig, Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt dagegen zu setzen und als Vorbild vorzuleben. Corona hat gezeigt, dass der Einzelne ohne die Gemeinschaft ziemlich allein dasteht. Die DLG Eifel ist eine gemeinsame Solidarisierungsebene für Unternehmen und Institutionen!

In der am 24.12.2016 unter Federführung der VR-Bank Nordeifel eG gegründeten DLG Eifel haben sich bislang mehr als 50 Betriebe und Institutionen mit fast 5000 Mitarbeitern aus unterschiedlichen Branchen – vom Kleinstunternehmen bis hin zum international agierenden Mittelständler – zusammengeschlossen. Haben Sie in Ihrem Bereich bereits Erfahrungen mit der DLG Eifel gesammelt? Was ist Ihr Eindruck? Inwiefern hat die Zusammenarbeit in der DLG Eifel schon geholfen?

Schick: Ja, wir haben nicht nur Erfahrungen mit der Dienstleistungsgenossenschaft Eifel gesammelt, sondern begleiten sie auch personell in der Person unserer Teamleiterin für Organisation und Personal Fotini Burg. Ich kann sagen, dass die DLG zeitnah und umfassend über interessante Trends und Entwicklungen sowie über ihr Angebot für Arbeitnehmer und Arbeitgeber informiert. Die Mitarbeiter fühlen sich durch diese Art der Dienstleistung ganzheitlich akzeptiert und in ihren Bedürfnissen ernstgenommen. Diese Art fördert den Austausch innerhalb der Mitarbeiter auf einer neuen, aber neutralen Ebene. Wir sind stolz darauf, als erste Kommune und Pilotunternehmen für das Projekt „Gesunde Region Eifel“ der DLG gefragt worden zu sein.

Der Bürgermeister der Stadt Mechernich, Dr. Hans-Peter Schick, ist stolz darauf, dass seine Kommune als Pilotunternehmen für das Projekt „Gesunde Eifel“ der DLG Eifel ausgewählt worden ist. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Der Schwerpunkt der DLG Eifel liegt in der Zusammenarbeit Eifeler Unternehmen, im Erfahrungsaustausch untereinander und in der gemeinsamen Erledigung von Aufgaben wie dem Gesundheitsmanagement. Für letztere Aufgabe hat die DLG hat ja auch eine sehr umfangreiche Förderung der Bundesregierung bekommen und bietet viele Formate wie das Beratercafé, die Gesundheitstage oder Webinare an. Haben Sie bereits diesbezügliche Angebote der DLG Eifel in Anspruch genommen?

Schick: Ja, das haben wir. Beschäftigte der Stadtverwaltung haben schon beim Beratercafé sowie bei Veranstaltungen zum Thema Gesundheit teilgenommen sowie Podcasts genutzt und Seminare besucht.

Haben Ihre Mitarbeiter bereits von den hochwertigen Dienstleistungen der DLG Eifel Gebrauch gemacht? Was war Ihr Eindruck?

Schick: Ja, unsere Mitarbeiter im Mechernicher Rathaus, im Bauhof und bei den Stadtwerken haben die Möglichkeit, an Seminaren und Workshops der DLG teilzunehmen. Das tun sie auch – und ich kann sagen, dass die Workshops bei ihnen Anklang finden.

Es geht der DLG Eifel um die Erhöhung der Attraktivität und der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in der Region Eifel. Was denken Sie von diesem Ziel?

Schick: Die Eifel ist heute bundesweit und international bekannt und im Ansehen stark gestiegen. „Preußisch Sibirien“ war einmal – das ist längst überholt. Was uns noch fehlt ist Magnetwirkung auf Arbeitnehmer. In Zeiten des demographischen Wandels müssen Arbeitsplätze in der Region attraktiver werden. Ich bin davon überzeugt, dass die Dienstleistungsgenossenschaft Eifel dazu ihren Beitrag leistet.

Haben Sie Ideen, Ratschläge, Tipps, wie wir gemeinsam die Eifel nach vorne bringen?

Schick: Die Eifel sollte gemeinsam auftreten und zum Beispiel Arbeitskräfte für die Region anwerben, die langsam Mangelware werden, zum Beispiel Ingenieure, Techniker, Handwerker.  Wir sollten in der Öffentlichkeit ein gemeinsames Image der Zusammengehörigkeit und des Zusammenhalts verbreiten.   

Die DLG Eifel handelt nach den fünf Säulen Personalführung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit, Wissen & Kompetenz und Digitalisierung. Welcher dieser Aspekte ist für Sie am relevantesten? Haben Sie in der Zusammenarbeit mit der DLG Eifel schon einen oder mehrere dieser Punkte angegangen?

Schick: Zurzeit liegt bei der DLG Eifel eindeutig das Hauptaugenmerk auf der Säule Gesundheit. Das ist zwar wichtig, aber zu wenig! Die anderen vier Säulen werden bei uns nur innerbetrieblich behandelt, wie z.B. Chancengleichheit & Diversity und Digitalisierung, nicht aber durch die DLG oder mit ihrer Hilfe. Da sollte sich die Genossenschaft mit Hilfe und Unterstützung ihrer Mitglieder zügig und gründlich in Position bringen… 

Wie ist Ihre Erwartungshaltung? Was wünschen Sie sich von der DLG?

Schick: Dass die Angebote flächendeckender werden und zu einem festen Bestandteil der Arbeitswelt werden. Ich wünsche mir eine aktive Dienstleistungsgenossenschaft als funktionierende Kommunikations- und Koordinationsplattform möglichst aller Unternehmen und Gebietskörperschaften und Institutionen der Eifel. Es ist wichtig, weiterhin Werbung dafür zu machen und Mitglieder zu gewinnen, denen aufgezeigt werden kann, dass man hier in der Region einen Ansprechpartner mit Experten hat, der Konflikte zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer moderieren kann.

Mit Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick
sprach der Journalist Mirco Meuser (Agentur ProfiPress)

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