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Eifel punktet bei der ITB

Erfolgreicher Auftritt der Eifel bei der ITB in Berlin – Zukunftsinitiative Eifel betont Bedeutung der Zusammenarbeit aller Eifel-Regionen – Das Karlsjahr 2014 wirft seine Schatten voraus – Bundespräsident eröffnet Ausstellung in Aachen

Tauschten sich aus: Der Eifel Tourismus GmbH (ET) mit ihrem Ge-schäftsführer Klaus Schäfer (v.r.), die Kölner Regierungspräsidentin Giesela Walsken, der Vorsitzende des Präsidiums der Zukunftsinitiative Eifel Helmut Etschenberg und die EWIV-Präsidentin Isabelle Weykmans. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Eifel/Berlin – Auch die Eifel war wieder bei der Internationalen Tourismusbörse (ITB) auf dem Berliner Messegelände vertreten – und konnte dabei einmal mehr punkten. Nicht umsonst hat die Zukunftsinitiative Eifel dem Tourismus, einem überaus wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Eifel, gemeinsam mit dem Bereich „Kultur“ ein eigenes Handlungsfeld gewidmet und war auch, unter anderem vertreten durch den Vorsitzenden des Präsidiums Helmut Etschenberg, bei der ITB präsent. Die Eifel Tourismus GmbH (ET) mit ihrem Geschäftsführer Klaus Schäfer ist aus Eifeler Sicht mit dem Verlauf der weltweit wichtigsten Messe der Branche rundum zufrieden. Fünf Tage lang hatten  die Touristiker in der Bundeshauptstadt die Werbetrommel für die Eifel und den benachbarten deutschsprachigen Raum Belgiens gerührt.

Bei einer Pressekonferenz im Maritim-Hotel hatten auch die Zülpicher Vize-Bürgermeisterin Silvia Wallraff und der Geschäftsführer der bevorstehenden Landesgartenschau Christoph Hartmann die Gunst der Stunde genutzt, um die Landesgartenschau (LaGa) 2014 in Zülpich vorzustellen. DieLaGa werde ein Leuchtturmprojekt für die gesamte Eifel, so Hartmann. ET-Aufsichtsratsvorsitzender Aloysius Söhngen bezeichnete die Gartenschau als neuen touristischen Höhepunkt, der nachhaltig wirken werde. Söhngen: „Die ganze Eifel wird davon profitieren“.

 Mehrmals stand die Eifel bei der weltweit größten Reisemesse im Fokus der Öffentlichkeit. In der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft zum Beispiel fand während eines Eifel-Ardennen-Abends ein Festakt anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Europäischen wirtschaftlich en Interessenvereinigung (EWIV) „Eifel-Ardennen Marketing“ statt.  Zu den 200 Gästen zählten dort unter anderem der belgische Botschafter Renier Nijskens, die Ministerin und EWIV-Präsidentin Isabelle Weykmans und  die Kölner Regierungspräsidentin Giesela Walsken. Den Kreis Euskirchen präsentierten Landrat Günter Rosenke als Gründungsmitglied der EWIV, mehrere Bürgermeister und Kreistags-Mitglieder sowie der Chef des Nationalparks Eifel Henning Walter. Die nunmehr zehnjährige grenzüberschreitende wirtschaftliche Zusammenarbeit der Regionen habe sich ausgezahlt, sagte Helmut Etschenberg, der Vorsitzende des Präsidiums der „Zukunftsinitiative Eifel“, die sich der Wirtschaftsvereinigung anlässlich der ITB 2006 der EWIV angeschlossen habe. Vieles sei auf einen gemeinsamen Weg gebracht worden.

Bei der ITB stellte ET-Geschäftsführer Klaus Schäfer auch die Touristikbilanz der Kreise im ET-Einzugsbereich auf NRW- und auf RLP-Seite vor. Während auf rheinlandpfälzischem Gebiet Verluste zu beklagen seien, könne  der NRW-Bereich leichte Steigerungen verbuchen.

Dabei ist festzustellen, dass der Kreis Euskirchen Spitzenreiter ist und mit einem Plus von 4,8 Prozent bei den Gästeankünften und 7,5 Prozent bei den Übernachtungen außergewöhnliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr vorzuweisen hat, während in der benachbarten Städteregion Aachen ein Minus von 4,9 bzw. 7,3 Prozent zu beklagen sei. Im Kreis Düren betrugen die Verluste 1,4 und 1,9 Prozent.

Rückläufige Übernachtungszahlen im Kreis Euskirchen  waren nur in den Kommunen  Kall (6,6 Prozent) und Bad Münstereifel (5,1 Prozent) festzustellen. Die höchsten Steigerungen  hatten die Gemeinde Dahlem (41,5 Prozent), die Stadt Schleiden (13,4) und die Stadt Mechernich (13,2) vorzuweisen gehabt.

Durch die günstige Entwicklung im Kreis Euskirchen kommt die Gesamtbilanz beider Landesteile der Eifeltourismus GmbH noch relativ gut weg. Der Verlust beschränkt sich bei den Gästeankünften somit auf 1,3 Prozent und bei den Übernachtungen auf 1,7 Prozent.

„Eine plausible Erklärung für diese unterschiedliche Entwicklung haben wir nicht“ erklärte Geschäftsführer Klaus Schäfer gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Seit Jahren habe man im Kreis Euskirchen eine derartige Steigerung nicht erlebt. Die Steigerung in der Gemeinde Dahlem habe ihre Ursache wohl in dem neuen Ferienpark am Kronenburger See. In der Stadt Mechernich sei viel gebaut worden, Monteure hätten die Woche über dort übernachtet.

 In der Stadt Schleiden hätten offenbar die Nationalparkgäste die Statistik positiv beeinflusst. Die Tatsache, dass die Wirtschaft boome, führe auch offensichtlich  dazu, dass das Tagungshotel in Schleiden stärker frequentiert worden sei.

In den Kreis Euskirchen hinein strahlen werde im nächsten Jahr auch das Karlsjahr zum 1200. Todestag Karls des Großen, berichtete Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp, der auf der ITB in Berlin höchstpersönlich die Werbetrommel für drei große Ausstellungen rührte, im Gespräch mit Redakteur Reiner Züll. Kein Geringerer als Bundespräsident Joachim Gauck, der die Schirmherrschaft übernommen hat, werde die Ausstellung am 19. Juni im Krönungssaal des Rathauses eröffnen.

Danach, so Philipp, stehe die Stadt Aachen vom 20. Juni bis 21. September ganz im Zeichen Karls des Großen. Parallel zu den Ausstellungen im Krönungssaal des Rathauses, im Centre Charlemagne und in der Domschatzkammer biete man den Gästen Wanderungen im Grenzraum, Radwandertouren, eine Dreiländertour  und eine Eifeltour an. Für die drei Ausstellungen bietet die Stadt Aachen sowohl Kombi- als auch Einzeltickets zum Preis von 14 bzw. 6 Euro an. Familientickets gibt es zum Preis von 32 Euro für das Kombi-, und 18 Euro für das Einzelticket.

Die Präsentation im Krönungssaal des Rathauses ist die flächenmäßig größte Sonderausstellung. Sie steht unter dem Titel „Orte der Macht“ und zeigt das höfische Leben in der Karolingerzeit sowie den von Pfalz zu Pfalz ziehenden König und Heerführer, der in Aachen zu einem Ort der Macht errichtete,  anhand von archäologischen und kunsthistorischen Zeugnissen.

Die Ausstellung im Centre Charlemagne trägt den Titel „Karls Kunst“ richtet ihren Fokus auf die Kunstgeschichte der Karolingerzeit, insbesondere aber auf die Kunstwerke, die der „Aachener Hofschule“ Karls des Großen zugerechnet werden. In ganz Europa verstreute, außerordentlich kostbare Handschriften, Elfenbeinschnitzereien und Goldschmiedearbeiten aus den  Aachener Werkstätten Karls des Großen sollen bei der Ausstellung gezeigt werden.

„Verlorene Schätze“ lautet das Motto der großen Ausstellung in der Domschatzkammer. Der Domschatz geht in einigen seiner bedeutendsten Stücke auf die Zeit Karls des Großen zurück. Durch den antiken Proserpina-Sarkophag, in dem Karl der Große am 28. Januar 814 beigesetzt wurde, ist der Kirchenschatz besonders eng mit dem Karlsjahr 2014 verbunden. Für die Dauer der Ausstellung holt die Domschatzkammer sakrale Kunstwerke, die einmal zum Domschatz gehörten, nach Aachen zurück. Einige Exponate sollen sogar aus dem Grab  des heiligen Herrschers stammen.

Mit der Ausstellung leistet die Stadt Aachen den größten Beitrag zum Karlsjahr 2014. Die 3,5 Millionen Euro, die das Projekt kostet, will die Stadt Aachen unter anderem durch Zuschüsse und Sponsorengeldern finanzieren. Bis zum 20. September erwarte man in der Karlsstadt mindestens 1300.000 Besucher. Weitere Ausstellungen sollen in Berlin und Zürich stattfinden. 

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress
 
 

 

 

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