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Eifel im Tourismus Spitzenreiter

Aber ihr Image hinkt noch immer hinter der Realität her – Zukunftsinitiative Eifel und Eifeltourismus (ET) beschlossen auf der ITB Berlin neue Wege

Eifel/Berlin – „Unser ganzer Stolz, der neue Merian Nordrhein-Westfalen“, das war gestern Tenor einer Pressekonferenz von Tourismus NRW auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin mit Geschäftsführerin Dr. Heike Doll-König und NRW-Minister Garrelt Duin für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk.

Aufmerksamkeit hat die Merian-Redaktion natürlich auch der Eifel gewidmet, die im vergangenen Jahr innerhalb des expandierenden nordrhein-westfälischen Fremdenverkehrs eine Spitzenstellung einnimmt. NRW macht längst nicht mehr nur als bevölkerungsreichstes Industrieland der Republik auf sich aufmerksam, sondern auch als Reiseziel.

Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky aus dem nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium sprach sich auf dem Eifel-Ardennen-Abend in der NRW-Vertretung in Berlin in den höchsten Tönen über den Eifeltourismus aus. Foto: Mafred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky aus dem nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium sprach sich auf dem Eifel-Ardennen-Abend in der NRW-Vertretung in Berlin in den höchsten Tönen über den Eifeltourismus aus. Foto: Mafred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Im fünften Jahr hintereinander toppten Rheinland und Westfalen den jeweiligen Vorjahresrekord. 2014 registrierte man in NRW 21,2 Millionen Ankünfte und 47,9 Millionen Übernachtungen: So viele, wie nie zuvor. Spitzenregion innerhalb Nordrhein-Westfalens, so Klaus Schäfer, der Geschäftsführer von Eifeltourismus (ET) GmbH, war die Eifel einschließlich der Städteregion Aachen mit einer Steigerungsrate von sagenhaften 12,4 Prozent.

Dagegen machten Teutoburger Wald (plus 1,2 %), Ruhrgebiet (+ 2,6), Sauerland (+ 0,6), Bergisches Land (+ 0,2), Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis (+ 2,3) sowie das Münsterland (+ 0,5 %) keine so gute Figur. Siegerland-Wittgenstein hatte sogar einen Rückgang der Besucherzahlen um 1,4 Prozent zu verkraften. Ähnlich stattliche Steigerungsraten wie die Eifel fuhr nur Köln mit dem Rhein-Erft-Kreis (plus 11,3 %) ein, die Landeshauptstadt Düsseldorf mit dem Kreis Mettmann kam auf respektable plus 5,4 Prozent.

Der Astronom Harald Bardenhagen präsentierte am Nationalparkstand seine Astronomie-Werkstatt „Sterne ohne Grenzen“. NRW-Staatssekretär Dr.  Günther Horzetzky (rote Krawatte) war fasziniert. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Der Astronom Harald Bardenhagen präsentierte am Nationalparkstand seine Astronomie-Werkstatt „Sterne ohne Grenzen“. NRW-Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky (rote Krawatte) war fasziniert. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Zur Spitzenstellung der NRW-Eifel landes- und bundesweit habe nicht nur, aber auch die Landesgartenschau in Zülpich beigetragen, so Klaus Schäfer: Eine zweistellige Steigerungsrate sei deshalb 2015 eher unwahrscheinlich, aber für ein weiteres Plus um fünf Prozent sei die Nordeifel immer gut, so ein realistisch-optimistischer Klaus Schäfer auf der ITB.

Eifelweit sagenhafte 6,5 Millionen Übernachtungen

Insgesamt registrierten die Unterkunftsbetriebe in den Monaten Januar bis Dezember 2014 1.203.707 Ankünfte (plus 9,2 Prozent gegenüber 2013) sowie über 2,9 Mio. Übernachtungen (plus 12,4 Prozent gegenüber 2013). Die Gäste hielten sich im Mittel 2,5 Tage in der Eifel-Region (NRW) auf.

Minister Garrelt Duin (Mitte) besuchte den Eifelstand auf der ITB in Berlin. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Minister Garrelt Duin (Mitte) besuchte den Eifelstand auf der ITB in Berlin. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

In Rheinland-Pfalz ist die Tourismusregion Eifel die einzige Mittelgebirgsregion, die bei beiden Kennzahlen – Anzahl der Gäste-Ankünfte und Zahl der Übernachtungen – eine Steigerung gegenüber 2013 vorweisen konnte. Die Gästezahlen der Unterkunftsbetriebe (Hotels, Gasthöfe, Campingplätze etc.) stieg dort um 1,9 Prozent auf 1.032.158 Gäste. Die Anzahl der Übernachtungen veränderte sich ebenfalls positiv um 2,3 Prozent auf 3.577.051 Übernachtungen.

Am Stand der NRW-Eifel: Zahlreiche Bürgermeister und Landräte be-suchten die ITB, am Rande tagte das Kuratorium der Zukunftsinitiative Eifel. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Am Stand der NRW-Eifel: Zahlreiche Bürgermeister und Landräte be-suchten die ITB, am Rande tagte das Kuratorium der Zukunftsinitiative Eifel. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Im Pressegespräch, an dem unter anderem auch der Aachener Städteregionsrat Helmut Etschenberg und der Euskirchener Landrat Günter Rosenke, mehrere Bürgermeister und Tourismusexperten aus Rheinland-Pfalz und NRW sowie Nationalpark-Eifel-Chef Henning Walter teilnahmen, schüttete Klaus Schäfer einen Wermutstropfen in die allgemeine Freude über die 2014er Steigerung der Gäste- und Übernachtungszahlen in der Eifel.

Die Kommunikationswissenschaftlerin Professor Dr. Claudia Mayer, hier mit (v.l.) Klaus Schäfer, Helmut Etschenberg und Günter Rosenke, will mit Studenten und Mitarbeitern der FH Aachen die Ursachen ergründen, warum die Gäste die Qualität des Eifeltourismus zu wenig wahrnehmen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die Kommunikationswissenschaftlerin Professor Dr. Claudia Mayer, hier mit (v.l.) Klaus Schäfer, Helmut Etschenberg und Günter Rosenke, will mit Studenten und Mitarbeitern der FH Aachen die Ursachen ergründen, warum die Gäste die Qualität des Eifeltourismus zu wenig wahrnehmen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Wir sind bei der Steigerung der Gästezahlen die besten, aber bei der Qualitätswahrnehmung hinten dran“, sagte Schäfer. Der Grundstein des jetzigen Erfolgs sei schon vor Jahren gelegt worden, und nun müsse man Vorsorge treffen, dass ein verstaubtes Eifelimage den Erfolg des Eifeltourismus in der Zukunft nicht beeinträchtige. Im Klartext: Die Eifel ist besser als ihr Image, also die Vorstellung, die die Menschen von ihr haben.

Kommunikation verbessern, Image nachhaltig steigern

„Das ist auch eine Frage der Kommunikation“, meinten übereinstimmend die Euskirchener Wirtschaftsförderin und Tourismusexpertin Iris Poth und Städteregionsrat Helmut Etschenberg: „Wie kommt die Eifel rüber, wird die beachtlich gesteigerte Qualität im Eifeltourismus überhaupt wahrgenommen und anerkannt?“

Die Eifelrockband „Wibbelstetz“ sorgte beim Eifel-Ardennen-Abend für Stimmung. Foto: ml/pp/ProfiPress

Die Eifelrockband „Wibbelstetz“ sorgte beim Eifel-Ardennen-Abend für Stimmung. Foto: ml/pp/ProfiPress

Professor Dr. Claudia Mayer, Kommunikationswissenschaftlerin und Dozentin an der Fachhochschule Aachen, will noch zum Sommersemester einen Forschungsauftrag ins Leben rufen, der der Frage nach dem Eifelimage und der geeigneten Kommunikation im Eifeltourismus nachgeht. Darin sollen eine ganze Reihe Studenten eingebunden werden – und natürlich die Tourismusorganisationen der Eifel, allen voran Klaus Schäfers Eifeltourismus (ET) GmbH und das Fachgremium der Zukunftsinitiative Eifel für das Handlungsfeld Tourismus.

„Darüber sind wir uns hier und heute auf der ITB in Berlin ganz schnell und komplikationslos einig geworden“, verriet Städteregionsrat Helmut Etschenberg der Presse, bevor er am gestrigen Abend gemeinsam mit dem Bitburg-Prümer Landrat Dr. Joachim Streit die bisherige Federführung in der Zukunftsinitiative Eifel, einem Zusammenschluss von acht Eifelkreisen, 52 Kommunen und acht Wirtschaftskammern sowie der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens (DG), an den Dürener Landrat Wolfgang Spelthahn und dessen Dauner Kollegen Heinz-Peter Thiel (Vulkaneifelkreis) abgab.

ET-Geschäftsführer Klaus Schäfer führte in Berlin zahlreiche Gespräche. Auch Wirtschaftsförderin Iris Poth war präsent. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

ET-Geschäftsführer Klaus Schäfer führte in Berlin zahlreiche Gespräche. Auch Wirtschaftsförderin Iris Poth war präsent. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Professor Claudia Mayer versprach pragmatische, handlungs- und zielorientierte Vorschläge – und zwar in überschaubaren Zeiträumen. Geschlossenes Auftreten der Eifelregion und die Voranstellung eifelimageprägender Einzelunternehmen seien denkbare Ansätze für eine verbesserte Imagekampagne. Die Realität sei „ganz anders“, also wesentlich besser als der Ruf der Eifel.

ET-Geschäftsführer Klaus Schäfer mit dem neuen Geschäftsführer der Rheinland-Pfalz-Tourismus, Stefan Zindler (Mitte). Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

ET-Geschäftsführer Klaus Schäfer mit dem neuen Geschäftsführer der Rheinland-Pfalz-Tourismus, Stefan Zindler (Mitte). Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

pp/Agentur ProfiPress

 

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