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„Du bist der Knaller“

Prinzessin Claudia I. (Blum) proklamiert – Überraschung bei der Sitzung der „Löstige Bröder“ – Stimmungskanone des Vereins rettete die Premiere des Bürgermeisters – Esser ging in die Knie

Kall – Da war selbst Bürgermeister Hermann-Josef Esser „platt“, als er bei der Kostümsitzung des Karnevalsvereins „Löstige Bröder“ plötzlich doch noch zu der Ehre kam, eine Karnevalsprinzessin proklamieren zu können. Bis wenige Tage vor der Sitzung hatten die Löstige Bröder nämlich vergeblich Ausschau nach einer Tollität gehalten und sich bereits damit abgefunden, in der diesjährigen Session nur ein Kinderprinzenpaar vorweisen zu können.

Hatten Sitzungspräsident Patrick Züll und Bürgermeister Hermann-Josef Esser zu Beginn der Sitzung noch bedauert, dass der Verein in diesem Jahr keine große Tollität gefunden habe, brach drei Stunden später frenetischer Jubel aus, als Vereins-Chef Harald Thelen nach der Verabschiedung der Vorjahresprinzessin Kerstin Walber-Wawer doch noch eine Nachfolgerin aus dem Hut zauberte. Dabei hatte Kerstin I. unter Tränen bedauert, dass sie das goldene Zepter keiner neuen Tollität übergeben könne.

Kniete vor der Prinzessin nieder: Bürgermeister Esser bei der Schlüsselübergabe. Foto Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Eine Übergabe fand dann aber doch statt: Zur Überraschung der Sitzungsbesucher und der Ex-Prinzessin marschierte die Prinzengarde plötzlich mit Claudia Blum ein, die kurz zuvor beim Auftritt der Sahneschnittchen noch mit der ahnungslosen Kerstin Walber-Wawer auf der Bühne gestanden hatte.

Die 31-jährige Vollblutkarnevalistin hatte kurzfristig beschlossen, das Tollitäten-Problem auf ihre Art zu lösen und sich den lang gehegten Jugendtraum erfüllte, einmal Karnevalsprinzessin zu sein. Obwohl in nur acht Tagen die Orden beschafft und das Prinzessinnen-Gewand geändert werden mussten, wussten nur Narrenchef Harald Thelen und ganz wenige Insider von der bevorstehenden Proklamation von Prinzessin Claudia I.

Die Bürgerhalle war bei der Kostümsitzung rappelvoll. Foto Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

„Du bist der Knaller“ rief die scheidende Tollität ihrer Nachfolgerin zu, ehe sie das Zepter freudestrahlend übergab. Und auch Bürgermeister Hermann-Josef Esser fiel ein Stein vom Herzen, weil er nun doch die Premiere einer Schlüsselübergabe erleben durfte. „Du hast mich gerettet“, sprach er zur Überraschungs-Prinzessin und kniete vor Claudia nieder, um ihr den Schlüssel der Gemeindekasse zu überreichen. Nachdem sie den Schlüssel in Empfang genommen hatte, verkündete die Prinzessin ihr Motto: „Jetzt oder nie, ganz oder gar nicht.“ Diese Einstellung habe sie auch bewogen, sich jetzt den Kindheitstraum, einmal Karnevalsprinzessin zu werden, zu erfüllen.

Total „happy“ war auch der Löstige-Bröder-Chef: „Etwas Besseres konnte uns nicht passieren. Wir werden bis Aschermittwoch sehr viel Spaß mit Claudia bekommen“, freute sich Harald Thelen. Erste Kostproben bekam das Publikum, als Claudia schon beim Saaleinmarsch Vollgas gab und sich später beim Auftritt der Kölner Gruppe „Echte Fründe“ unter die Musiker mischte.

Prinzessin Claudia ist im Verein, dem sie seit 2012 angehört, als Stimmungskanone bekannt. Das erklärt auch, weshalb sie mehrmals im Jahr auf die Insel Mallorca reist, um dort Sonne, Strand und Palmen – und auch die Feten im Bierkönig – zu genießen.

Elferrat im Beethoven-Look

Sitzungspräsident Patrick Züll präsentierte in der vollbesetzten Bürgerhalle ein fast sechsstündiges Programm. Getreu dem Motto „Mozart-Kugeln, Classic-Rock, Perücken, Rokoko wieder top“ agierte der Elferrat im Beethoven-Look vor einem tollen Bühnenbild.

Das Programm eröffnete das Solomariechen Sarah Laux von der Gemünder Karnevalsgesellschaft „Rot Weiß“. Danach plauderte der Redner Reiner Roos über seine Erlebnisse als Polizist. Roos: „Nach fünf Bier in der Stadt bist Du betrunken, nach fünf Bier in der Eifel bist Du der Fahrer.“

Die Sahneschnittchen boten eine spektakuläre Schwarzlicht-Show.  Foto Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Ein erster Höhepunkt war eine spektakuläre Schwarzlicht-Show der vereinseigenen „Sahneschnittchen“, bei denen auch Claudia Blum seit fünf Jahren mittanzt. „Frau Kühne“ aus der Domstadt nahm die Männer aufs Korn. Als Nachwuchsband für den Rheinischen Karneval empfahl sich die Musikgruppe „Zack“ aus Düren.

Das Herrenballett „Federwölkchen“ enterte die Bühne als Nonnen verkleidet. Doch schnell entpuppten sich die Nonnen als quirlige Tanzgruppe des KV „Löstige Bröder“. Nicht aus den Kaller Sitzungen wegzudenken sind die Kallbachmücken, die älteste Damentanzgarde im Altkreis Schleiden, die nach der Proklamation der Prinzessin die Bühne erzittern ließ.

Blumen gab es auch für die langjährige Schneiderin Fine Hermanns. Foto Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Als Prinzessin Claudia und Bürgermeister Hermann-Josef Esser die Kinderprinzenpaare Julina Marie I. (Strotkötter) und Luisa Marie I. (Pütz)  aus Scheven sowie Robin I. (Sträußl) und Hanna I. (Goebel) aus Kall zur Ordensverleihung empfingen, bot die Bühne ein buntes Bild.

Eng wurde es auf dem närrischen Podium, als das Tanzcorps Rot-Weiß aus Bechen aufmarschierte. Das Sötenicher Herrenballett „Traumtänzer“ parodierte weit nach Mitternacht die Freuden und Leiden des Wintersports.   Den tänzerischen Schlusspunkt der langen Sitzungsnacht setzte die vereinseigene Showtanzgruppe „Pink Ladies“, ehe die Musiker der Band „Echte Fründe“ die Bühne eroberten. Es ging auf 2 Uhr zu, als die Band die Instrumente nach der letzten Zugabe einpackte.

pp/Agentur ProfiPress

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