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Drachentöter, Burg und Lore

Mit den an den Ortseingängen Kallmuths frisch aufgestellten Objekten, die von Franz Kruse entworfen worden sind, wird Heimat-Geschichte sichtbar gemacht und näher gebracht – Sponsoren für „markante“ Rotbuchen gesucht

Kallmuth – Es ist vollbracht. An den Ortseingängen von Kallmuth wird in großen „Bildern“ die Geschichte des kleinen Eifel-Dörfchens „erzählt“. In der Hauptrolle auch ein legendärer christlicher Heiliger: Georg, der Drachentöter.

An ausgewählten Ortseingängen von Kallmuth wird mit den neuen Objekten Heimatgeschichte sichtbar gemacht. Ortsvorsteher Robert Ohlerth (r.) freut sich. Der über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Mechernicher Künstler und Gestalter, Franz Kruse, entwarf die Objekte. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Die Überlieferung seiner Märtyrer-Geschichte durchaus als Plot für einen spannenden Hollywood-Streifen und wahren Helden-Epos dienen. Denn der heilige Georg überstand einst unversehrt einen Drachenkampf gegen das Böse erfolgreich und hoch zu Ross. Seit Jahrzehnten huldigt man ihn mit dem weit über die Grenzen des 395-Seelen-Dorfes hinaus bekannten St.-Georgsritt. Sein Abbild ist an der Kreisstraße 32 von Kall nach Kallmuth kommend zu sehen.

Unweit vom heiligen Georg, wurde außerdem ein maßstabgetreues Metall-Abbild der heimischen Burg errichtet. Zu Ehren der Burg und des einstigen Burgherrn, der eine Kapelle errichten ließ für das wundersame Gnadenbild der Mutter Gottes. Der Schmerzensfreitag führt seit vielen Hundert Jahren Pilger aus der ganzen Nordeifel zur „Schmerzhaften Mutter“ nach Kallmuth, wegen der heute noch hunderte Gläubiger nach Kallmuth pilgern. 

Den heiligen Georg mitsamt Drachen entdeckt man, wenn man auf der K32 von Kall nach Kallmuth fährt. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

An dritter Stelle steht eine Lore, die an der K28 Richtung Scheven, die glorreichen Glanz-Zeiten des Bergbaus im und um den Westschacht erinnert. Ein rotes Herz auf dem Namenszug „Kallmuth“ heißt die Ankommenden und Reisenden wörtlich „Herzlich Willkommen“. Auf der Rückseite begleitet ein „Tschüss“ die Scheidenden.

Mechernicher Künstler entwarf heimatliche Objekte

Beauftragt wurde der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Mechernicher Künstler und Gestalter Franz Kruse. Ihn zeichnen 40 Jahre Erfahrung in Theater- und Bühnengestaltung aus. Als Bühnenbildner wirkte er mit für Produktionen unter anderem in Rom, Oslo, Paris, London und Washington, außerdem auch an den großen Bühnenbildern des Kölner Karnevals sowie als Dekorateur bei den Rosenmontagszügen. Die Firma Müller aus Hostel setzte seine Entwürfe fachmännisch um.

Die nachgebaute Silhouette der Burg vorne am Dotteler Weg, das echte Gebäude hinten zum Vergleich. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress Willkommen:

Ortsvorsteher Robert Ohlerth, Mit-Initiator des Projekts, freut sich angesichts der individuell gestalteten Kallmuther Ortseingänge. „Die Fläche um die Objekte werden vom städtischen Bauhof schön gepflastert und dann werden Steine, die aus der Region stammen, noch herum drapiert“, sagt er.

Letztlich sei das eine bedeutende Bedingung gewesen, um die Förderung durch die Heimat-Schecks der Landesregierung zu erhalten, dass die unterstützen Projekte Heimatgeschichte(n) erhalten, weitertragen und sichtbar machen.

Eigens für die Beantragung der „Heimat-Schecks“ hatten die ortsansässigen Vereine gemeinsame Sache gemacht, um sogar vier Mal vier Heimatschecks zu beantragen. 8.000 Euro sind mit der konzertierten Aktion insgesamt zusammengekommen. Am Ortseingang Richtung Vollem wurde außerdem ein altes Fuhrwerk-Rad aufgehangen, dass die Kallmuther Familie Stoffels spendete.

Hoch oben auf der Lore und der Leiter thront ein Herz. In Kallmuth darf man sich herzlich willkommen fühlen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Ohlerth kamen mittlerweile Hinweise zu Ohren, dass die Kallmuther Idee, die Dorfeingänge ortstypisch zu gestalten, Nachahmer gefunden habe. „Das ist doch schön“, so Ohlert und lässt sich die Freude nicht nehmen: „Wir waren auf jeden Fall die ersten.“

Sponsoren für Bäume gesucht

Doch der rührige und langjährige Ortsvorsteher Kallmuths hat weiter Großes vor. „Jetzt brauchen wir noch Bäume und Leute, die bereit sind einen Baum zu sponsern.“ Spendenwillige können sich gerne an den Ortsvorsteher persönlich wenden unter Telefon 02484/1331. Perfekt passen würden aus seiner Sicht solche Bäume wie die hochwachsenden Rotbuchen, die im Dorf an markanten Stellen eingepflanzt werden sollen.

Mit „Tschüss“ sagt Kallmuth freundlich auf Wiedersehen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Seine Vision: „Wenn man in dreißig Jahren von Vollem, Scheven oder Kallmuth kommt, sieht man schon von weitem die hochgewachsenen Rotbuchen, die das Ortsbild von Kallmuth prägen.“ Der Baum soll dann mit dem Namen des Sponsors beschriftet werden. Auch eine Mitfahrbank soll Kallmuth noch erhalten.

pp/Agentur ProfiPress

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