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Dorfentwicklung in Sistig

Susanne Neumann vom Büro „neuland+“ stellte der Politik das Konzept vor, mit dem Sistig zukunftsfähig gemacht werden soll

Kall/Sistig – Es tut sich was in Sistig. Schon vor vier Jahren war der Ort als eines von zwei Modelldörfern im Kreis Euskirchen für das NRW-Projekt „Entwicklung altengerechter Quartiere“ ausgesucht worden. Die Resonanz damals war sehr gut, viele Ideen gingen daraus hervor, um Sistig nach vorne zu bringen. Nicht nur in den regelmäßigen „Schwaadetreffs“ diskutierte man eifrig. Im Juli 2019 beschloss der Kaller Gemeinderat, dass die Büros „neuland+“ und „Loth“ ein Dorfentwicklungskonzept für Sistig erstellen. Susanne Neumann von „neuland+“ stellte dieses Konzept nun dem Ausschuss für Liegenschaften, Forst und Umwelt vor.

Für Sistig wurde ein Dorfentwicklungskonzept erstellt und nun der Politik vorgestellt. Foto: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Schon direkt nach dem Beschluss im vergangenen Sommer erfolgte ein Treffen im Rathaus mit einer Bestandsanalyse, im Oktober wurde ein Dorftag veranstaltet, der erste Konzeptentwurf war im Februar fertig. In Sistig selbst wurde eine feste Lenkungsgruppe installiert, der auch Bürgermeister Hermann-Josef Esser angehört, die direkt während der Arbeiten am Entwurf justieren konnte. So entstand eine Analyse der Stärken, Schwächen und der Chancen in Sistig, woraus „neuland+“ dann Handlungsbedarfe formulierte – und davon gibt es eine ganze Menge.

Das Dorf soll umgestaltet werden, dabei soll der Ortskern allerdings erhalten bleiben. Im Zentrum steht die Alte Schule – sie soll ein Begegnungsort werden. Sistig spielt für die umliegenden Dörfer eine wichtige Rolle, denn der Ort ist ein Nebenzentrum und sichert mit Metzger, Bäcker und Dorfladen die Nahversorgung in den Höhenlagen. Auch in Sachen Mobilität, Naherholung und Tourismus, etwa für Wanderer und Radfahrer, ist Sistig ein beliebtes Ziel.

Im Bereich Wirtschaft, Umwelt und Ressourcenschutz kommt besonders auf die ansässigen Firmen einiges zu: Sie müssen sich nicht nur mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen, sondern auch mit Nachfolgeregelungen. Für die Planer wichtig ist der Erhalt des gesamtgesellschaftlichen Lebens in Sistig sowie den Ort auch für Neubürger attraktiv zu machen.

Susanne Neumann vom Büro „neuland+“ bei ihrem Vortrag im Kaller Ausschuss. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Aus diesen Handlungsbedarfen wurden die vier Handlungsschwerpunkte „Dorfgemeinschaftliches Leben/Soziales“, „Nah- und Grundversorgung/Mobilität“, „Bauliche Dorfentwicklung“ sowie „Naherholung, Tourismus und Natur“ entwickelt. Für jedes dieser Handlungsfelder erstellten die Büros Leit- und Teilziele sowie kurzfristige Leit- und mittelfristige Begleitmaßnahmen sowie Projektideen. „Pro Handlungsfeld gibt es mindestens zwei Leitmaßnahmen, die meisten im Bereich bauliche Dorfentwicklung“, erläuterte Susanne Neumann den Ausschussmitgliedern. Im 57 Seiten starken Konzept wird jedes Projekt beschrieben.

Als Leitmaßnahmen formuliert wurden: die Umsetzung und Sicherung eines Nutzungsmodells für die Alte Schule als Treffpunkt für Generationen und als integratives Dorfzentrum sowie der Aufbau einer Homepage für Sistig, eine Kampagne „Lokal-Shoppen“, mit der die Angebote im Ort besser bekannt gemacht werden, eine Mitfahr-App und sonstige Mobilitätsangebote, Maßnahmen zur Stärkung des Lädchens als zentrale Einkaufsgelegenheit, die Erstellung eines städtebaulichen und freiraumplanerischen Entwicklungskonzeptes, die Neugestaltung des Umfelds der Alten Schule, das Anlegen eines Baulücken- und Leerstandskatasters sowie eines Flächenmanagements, das Erarbeiten einer Gestaltungsfibel, das Erstellen einer Umfrage, wie die Sistiger in Zukunft leben wollen, die Neugestaltung des Vorplatzes und des Umfelds am Bürgerhaus, ein barrierefreier Erweiterungsbau der Grundschule Sistig, das Anlegen eines Rastplatzes mit Grillhütte oberhalb des Sportplatzes sowie der Aufbaue eines Informations- und Leitsystems.

Alle sechs Monate soll die Umsetzung der Projekte überprüft werden. Wichtig sei, Prioritäten zu setzen und zu schauen, wo Fortschreibungsbedarf herrsche. Von der Politik, die das Konzept zur Kenntnis nahm, wurde die Analyse gelobt.

pp/Agentur ProfiPress

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