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Doku über Quelle-Fertighaus

Förderverein des LVR-Freilichtmuseums Kommern hat Dokumentation veröffentlicht: „Karo und Teak im Pappendeckelshuus

Mechernich-Kommern – Zum Quelle-Fertighaus, das im Sommer 2015 im „Neubauviertel“ am Rande des „Marktplatzes Rheinland“ im LVR-Freilichtmuseum Kommern eröffnet wurde, hat der Förderverein des Freilichtmuseums nun eine Dokumentation veröffentlicht.

Das 80 Seiten starke und reich bebilderte Buch berichtet zum einen von der spektakulären Überführung des Fertighauses vom ursprünglichen Standort in Pulheim-Stommelerbusch nach Kommern. Dabei handelte es sich um die erste so genannte Translozierung eines Gebäudes an einem Stück, die je ein Freilichtmuseum durchgeführt hat. Zum anderen berichtet die Doku auch vom Ehepaar Uhlmann – er war Ingenieur bei Ford, sie Avon-Beraterin – das 1965 mit dem Entschluss, sich in der biederen Einzelhaussiedlung ein Fertighaus und dann auch noch mit Flachdach hinsetzen zu lassen, bei den Behörden auf wenig Gegenliebe stieß. Auch die Nachbarn konnten sich mit dem „Pappendeckelshuus“ keineswegs anfreunden. Unter dem Titel „Karo, Teak und Rohrgeflecht“ berichtet ein weiterer Beitrag vom breiten Angebot an Einrichtungsstilen in den 1960er-Jahren, die auch heute im museal gewordenen Fertighaus miteinander verschmelzen und sogar eine Art von Harmonie ausstrahlen.

Zum Quelle-Fertighaus, das im Sommer 2015 im „Neubauviertel“ am Rande des „Marktplatzes Rheinland“ im LVR-Freilichtmuseum Kommern eröffnet wurde, hat der Förderverein des Freilichtmuseums nun eine Dokumentation veröffentlicht. Foto: Foto: Hans-Theo Gerhards/LVR/pp/Agentur ProfiPress

Zum Quelle-Fertighaus, das im Sommer 2015 im „Neubauviertel“ am Rande des „Marktplatzes Rheinland“ im LVR-Freilichtmuseum Kommern eröffnet wurde, hat der Förderverein des Freilichtmuseums nun eine Dokumentation veröffentlicht. Foto: Foto: Hans-Theo Gerhards/LVR/pp/Agentur ProfiPress

Dass eigentlich das Militär die treibende Kraft in der Fertigbauweise war, und zwar schon im 19. Jahrhundert schildert ein weiterer Beitrag ebenso, wie die Tatsache, dass es, zum Beispiel am Fuße der Drachenburg in Königswinter, schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Fertighaussiedlung gab. Beleuchtet werden eine ganze Reihe früher Fertighaushersteller im Rheinland sowie Hausbeispiele aus ihrer Produktion, die bis heute erhalten und bewohnt geblieben sind.

Auch von den Quelle-Fertighäusern gibt es im Rheinland noch viele: in Aachen und Swisttal, in Rees, Emmerich, Eltville… und auch im Ort Kommern. Meist bis zur Unkenntlichkeit umgebaut, erweitert, aufgestockt, eben neueren Wohnbedürfnissen und Geschmacksvorstellungen angepasst, muss man sie erst entdecken. In einem Buchbeitrag werden sie aufgespürt.

Vom traditionellen Bauhandwerk zur seriellen Produktion, von der schönen neuen Gartenwelt der 1960er-Jahre, die sich auch im freilichtmusealen Quelle-Garten inzwischen wiederfindet, und von den Quelle-Katalogen als Ausdruck der Wirtschaftswunderzeit berichten weitere Beiträge in der Dokumentation.

„Quelle-Fertighaus. Ein Haus aus dem Katalog“ ist der zweite Band der neuen Publikationsreihe zum „Marktplatz Rheinland“. Zusammen mit dem ersten Band, der sich unter dem Titel „Moderne Zeiten“ mit der Entstehung der neuen Museumsbaugruppe befasst, ist er ein ideales Weihnachtsgeschenk für alle, die sich gerne an den Lifestyle des Wirtschaftswunders erinnern. Die Reihe ist im Museumsladen erhältlich; Preis pro Band: 6,50 Euro.

Quelle-Fertighaus. Ein Haus aus dem Katalog. Bd. 2 der Reihe zum Marktplatz Rheinland, hg. von Josef Mangold im Auftrag des Fördervereins Rheinisches Freilichtmuseum Kommern e.V. Mechernich-Kommern 2015, 80 Seiten, zahlr. Abb. ISSN 2199-490.

pp/Agentur ProfiPress

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